Fußball-Relegation

SCO-Reserve lässt Vorteil ungenutzt

Enttäuscht: SCO-Routinier Tim Gummersbach.

Enttäuscht: SCO-Routinier Tim Gummersbach.

Foto: Heinz-Gerhard Lützenberger

Hagen/Ennepe-Süd.   TSK Hohenlimburg steigt in Fußball-Bezirksliga auf. 5:1 nach Verlängerung. Zwei Minuten vor Schluss kassiert Obersprockhövel das 1:2.

Überschäumende Freude hier, tiefe Trauer dort: Der Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga ist TSK Hohenlimburg. Es dauerte bis in die Verlängerung hinein, doch dann ließen die Hagener nicht locker, nutzten die sich bietenden freien Räume, konterten den SC Obersprockhövel II eiskalt aus – und gewannen schließlich mit 5:1 (4:1, 2:1, 0:1).

Kein Wunder, dass sich beim SCO-Trainer Andreas Klatt nach der Partie in die Trauer auch ein wenig Ärger mischte. Denn „wir hatten unsere gute Ausgangslage nicht genutzt“, bemängelte er. Und in der Tat sah es bereits zum Anpfiff für die SCO-Reserve gut aus – mit dem 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel. Und als dann auch noch die Abwehr mit der Viererkette Polat und Itzek innen sowie Reichelt und Meier auf den Außenbahnen überraschend stabil stand, überdies das dicht gestaffelte Mittelfeld dem Gegner kaum Raum für Möglichkeiten ließ, deutete vieles auf einen Erfolg der in Schwarz-Grün gekleideten Spieler hin.

Schiprowski erzielt 1:0

Schließlich die vermeintliche Entscheidung, als sich einige Minuten vor der Pause Thomas Schiprowski ein Herz fasste, antrat, erst am ersten Gegenspieler, dann am zweiten hängen blieb, dennoch der Ball zu seinen Füßen zurück kam und er schließlich frei stehend dem TSK-Keeper Alexander Dill keine Chance ließ. Die 1:0-Pausenführung für den SC Obersprockhövel II schien im Hagener Ischelandstadion vor etwa 600 Zuschauern die endgültige Entscheidung gewesen zu sein.

Zumal den Hohenlimburgern auch nach der Pause nicht wirklich viel einfiel, um die SCO-Abwehr zu knacken. Einzelaktionen: ja. Einzig, als fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gespielt waren. Da schaffte Wojtaszek den Ausgleich – nachdem sowohl Mühlhof als auch Fazio an SCO-Keeper Thomas Stiebler scheiterten. Der Nachschuss zum Ausgleich war unhaltbar.

Und immer noch: Die SCO-Reserve hatte die bessere Karten. Und immer noch: Hohenlimburg fand nicht wirklich ein probates Mittel, um die Abwehr zu knacken. Stattdessen auf der anderen Seite die dicken Vorteile, als mittlerweile Tim Gummersbach für den verletzten Thomas Schiprowski ins Spiel gekommen war. Der Routinier hatte gar die 2:1-Führung und so die mutmaßliche Entscheidung auf dem Fuß. Die kurze Ecke war frei. Doch er schoss nicht. Stattdessen drosch er den Ball als scharfe Flanke in die Mitte. Alexander Valdix hatte keine Chance, das Spielgerät zu erwischen, geschweige denn ins Gehäuse zu bugsieren.

Stattdessen erwischte es den SCO kalt, als zwei Minuten vor dem Spielende alles auf Null gestellt wurde – mit dem 2:1 durch Leonardo Fazio. Die Hinspiel-Niederlage war egalisiert, der Jubel riesig, plötzlich setzte die Verlängerung bei den TSK-Spielern neue Kräfte frei.

Konter öffnen Räume

Nicht so beim SC Obersprockhövel, die den Garaus noch in den ersten 15 Minuten der Verlängerung hinnehmen mussten. Erneut Fazio (93.), dann Mühlhof (96.). Schließlich, nach zweitem gelbwürdigen Foul, das Gelbrot und der Verweis gegen Justin Küpper (96.). Nun hatte der SCO nichts mehr entgegen zu setzen. Klar, Konter liefen noch. Aber wenig effektiv. Dafür mit ordentlich Räumen für Hohenlimburg, die schließlich den Treffer Nummer fünf erzielten.

„Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen“, so ein gefasster Andreas Klatt nach der Begegnung. „Ich habe unser Team kämpfen sehen. Und darauf müssen und werden wir in der kommenden Saison aufbauen.“

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