Fußball-Bezirksliga

Schwelm gegen Schlusslicht, Gevelsberg zum SSV, Voerde spät

Wieder eine Option für den Schwelmer VfB-Kader: Tarek Hammadi Attar (hier gegen den SSV Hagen).

Wieder eine Option für den Schwelmer VfB-Kader: Tarek Hammadi Attar (hier gegen den SSV Hagen).

Foto: Marinko Prša / Archiv

Ennepe-Süd.  Lösbare, aber alles andere als zu unterschätzende Aufgabe haben VfB Schwelm, FSV Gevelsberg und BW Voerde am Sonntag.

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In der Fußball-Bezirksliga haben Schwelm und Gevelsberg die Chance, sich von der Abstiegszone um weitere drei Punkte abzusetzen. Voerde misst sich beim Tabellen-Nachbarn und Aufsteiger, um die Nähe zum oberen tabellendrittel nicht zu verlieren

Kellerduell am Schwelmer Brunnen

Das einzige Heimspiel des heimischen Trios hat der VfB Schwelm auf den Plan. Mit Kellerduellen kennen sich die Spieler aus der Kreisstadt mittlerweile ja aus. Am Sonntag steht gegen den Tabellenvorletzten Sinopspor Iserlohn das nächste bevor. Trainer Marco Menge ist dabei eines völlig klar: „Wir müssen mit aller Macht die drei Punkte zu Hause behalten.“ Helfen soll dabei auch die bisher bewiesene Heimstärke des VfB: Von bisher sieben Spielen ging nur eines verloren – das Derby gegen den FSV Gevelsberg. Insgesamt holten die Kreisstädter am Brunnen 14 ihrer bisher 16 Zähler.

Der harmloseste Liga-Angriff kommt

„Klar ist, dass wir trotzdem gut aufpassen müssen“, erklärt Menge, der gegen die Iserlohner wieder auf den zuletzt Gelb gesperrten Joel Neda zurückgreifen kann. Auch Amadouh Keita und Tarek Hammadi Attar sind wieder im Kader gegen die Iserlohner. Die stellen mit nur 18 Treffern den harmlosesten Angriff der Bezirksliga, Staffel 6, haben aber zuletzt immerhin beim 2:2 gegen ETuS/DJK Schwerte gepunktet. Trotzdem weiß auch Sinopspor-Trainer Özer Cakar, dass seine Elf in den letzten fünf Spielen einiges hat vermissen lassen, auch wenn sie da fünf Punkte geholt hat. Die Ausbeute der Schwelmer war da mit sieben Zählern nicht wesentlich besser.

Gevelsberg will sich oben zurück melden

Der FSV Gevelsberg führt mit 18 Punkten aktuell die zweite Tabellenhälfte an. Am Sonntag, nach dem Spiel beim SSV Hagen, wollen sich die Bachtaler in der oberen Hälfte zurückmelden. „Ja, ein Sieg in Hagen ist Pflicht – und trotzdem nicht einfach“, sagt FSV-Trainer Uwe Jöns. Immerhin haben die Volmestädter in den letzten sieben Spielen 14-mal getroffen, seine Jungs dagegen nur zehnmal. Drei der Partien gingen sogar ohne einen Torerfolg des FSV zu Ende. „Wir müssen auf jeden Fall wach sein. Das Spiel ist nicht mal eben so im Vorbeischauen zu gewinnen“, warnt er. Entscheidend ist für ihn die Einstellung. Und da hat er ein gutes Gefühl. „Die Jungs haben in dieser Woche beim Training gut mitgezogen“, berichtet Jöns, der die Übungszeiten etwas ausgedehnt hat, um zum Ende der Hinrunde und nach zuletzt fünf Partien ohne Sieg dem sechsten Saisondreier einzufahren.

SSV verliert sechs Spiele in Folge

Die Hagener haben es bislang nicht geschafft, der eigenen Hintermannschaft die nötige Stabilität zu verleihen. Mit 58 haben sie die zweitmeisten Gegentore der Liga kassiert. Die Elf von Trainer Dieter Iske entschied kein einziges der letzten sechs Spiele für sich, unterlag sogar Sinopspor Iserlohn mit 4:5 – der bislang einzige Sieg des SSV. Dabei haben die Hagener durchaus Potenzial erkennen lassen. Immerhin gelangen ihnen gegen die stärkste Abwehr der Liga drei Treffer, auch wenn am Ende BW Voerde mit 5:3 siegreich blieb.

Mit Jonathan Kissing steht den Gevelsbergern am Sonntag wieder ein Stürmer zur Verfügung, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Er wird allerdings kaum zur Startelf gehören. Auch Julian Dienemann und Mergim Bozhdaraj sind wieder ins Training eingestiegen. Sie benötigen aber noch etwas Zeit bis zu ihrem Comeback. Mit Silvio Buchholz, der beruflich bei der Polizei eingespannt ist, und Fabian Rösner, der erst am Donnerstag das Training wieder aufgenommen hat, sind zwei Spieler für diesen Sonntag ungewiss.

Voerde vor Rehabilitation

BW Voerde hat am Sonntag zu später Stunde eine prima Gelegenheit, sich für das schwache Heimspiel gegen Wetter zu rehabilitieren: Gegen den aufstrebenden Liganeuling TSK Hohenlimburg, der nur drei Zähler hinter den Höhendörflern rangiert, aber mit der Empfehlung von zwölf Punkte aus den letzten fünf Spielen in die Heimpartie geht. Voerde gelangen da lediglich acht Zähler. Allerdings gibt es einen Schwachpunkt bei den Hagener Vorstädtern: Sie mussten bislang mehr als zwei Tore pro Spiel im Schnitt hinnehmen. Das zeigt, wo der Schuh in der bisherigen Spielzeit drückt. Zum Vergleich: Voerde kassierte insgesamt gerade einmal einen Gegentreffer pro Begegnung.

Wichtige Spieler wieder dabei

„Das ist eine konterstarke Truppe“, hat sich BW-Trainer Lars Möske sagen lassen. „Die will nach oben.“ Aufpassen müssen die Voerder vor allem auf TSK-Spielertrainer Niels von Pidoll. Der ehemalige Hohenlimburger „Zehner“ gehört zu den torgefährlichsten Akteuren der Liga, hat bereits zehn Mal getroffen, allein im letzten Spiel gegen Letmathe gelang ihm ein Triple-Pack. Ein Wiedersehen gibt es mit Marcel Wilkes, der bis 2012 am Tanneneck gespielt hat. „Natürlich wollen wir vom Kirchenberg etwas mitnehmen“, sagt Möske. Er hofft, dass die Einstellung seiner Jungs besser sein wird als in der Partie gegen Wetter: „Darauf wird es ankommen. Dass die Jungs wach sind, davon gehe ich aus, wo wir erst um 17 Uhr beginnen.“ Mit Tobias Schipnik, Tolga Dülger und Gaetano Salvo stehen ihm auch wichtige Spieler wieder zur Verfügung.

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