Basketball, ProB Nord

„Schrott-Einstellung“ bringt Schwelm erste Niederlage

Kann es nicht fassen, mit welch’ schlechter Einstellung sein Team in Bernau spielt: Falk Möller, Trainer EN Baskets Schwelm.

Kann es nicht fassen, mit welch’ schlechter Einstellung sein Team in Bernau spielt: Falk Möller, Trainer EN Baskets Schwelm.

Foto: MiSch / Archiv

Bernau/Schwelm.  Eine Serie geht zu Ende – das kann passieren. Aber so, wie die EN Baskets in Bernau auftraten, hat eine andere, schlechtere Qualität.

Das fünfte Spiel der 2. Basketball-Bundesliga, ProB Nord, avancierte für die EN Baskets Schwelm zu einem katastrophalen Erlebnis. Miese Einstellung, lasche Handhabe bei den Würfen, gnadenlose Bestrafung durch den Gastgeber und somit die erste Niederlage, die die Schwelmer im fünften Saisonspiel einstecken mussten. „Das war extrem schmerzhaft“, bekannt Baskets-Trainer Falk Möller. Keine Frage, dass Lok Bernau schließlich mit 91:69 (27:11, 25:18, 22:16, 17:24) die Oberhand behielt.

Selbst der letzte Durchgang, in dem die EN Baskets ein wenig Ergebnis-Kosmetik betrieben, stellte Falk Möller nicht zufrieden. „Das war vielleicht ein lockeres Auslaufen. Die Leistung, vor allem unsere Einstellung war unterirdisch.“

Verheerend bereits die Bilanz der Schwelmer in der ersten Hälfte. Kaum ein Wurf wollte gelingen. In den ersten zehn Minuten gab es neun Versuche, den Ball aus der Distanz in die Reuse zu werfen. Nicht ein Dreier gelang. Etwas besser, aber längst nicht gut die Dreier-Ausbeute in den zweiten zehn Minuten. David Knudsen traf zweimal aus der Entfernung – zum 21:39 (16.) und zum 29:52 (20.) aus Sicht der Gäste aus der Kreisstadt. Das war’s. Dem standen acht vermasselte Distanzwürfe gegenüber. Das bedeutete eine miese Quote von elf Prozent. 60 Prozent hatte Bernau auf der Habenseite – bei zehn Distanzwürfe vor der Pause landeten sechs in der Reuse.

Kurios: Bis zum Seitenwechsel war Knudsen der Werfer mit dem meisten Punkten auf dem Feld. 14 verbuchte der Däne für sich. Dan Oppland im Trikot von Lok Bernau kam in den ersten 20 Minuten auf zehn Zähler. In den zweiten 20 Minuten waren es gerade mal weitere vier Punkte, die Knudsen erzielte. Er hatte damit immer noch die meisten der Gäste-Punkte erzielt.

Ähnlich deutlich der Abstand vor der Pause der Schwelmer zu den Gastgebern bei den 2er Würfen (53-prozentige Trefferquote der EN-Baskets; 60 Prozent für Bernau) und bei den Freiwürfen (Schwelm bekam acht, traf fünfmal; Bernau bekam zwölf, traf zehnmal). Keine Frage, dass auch die Rebound-Bilanz der Schwelmer im Keller war – 14 verzeichnete der Spielberichtsbogen für die Gäste (jeweils sieben offensiv wie defensiv). 20 dagegen für Lok Bernau; mit dem stärkeren Anteil in der Defensive – nämlich 17.

„Wir sind bereits in den ersten Spiele nicht so gut reingekommen. Nur diesmal war der Gegner ein anderes Kaliber, der uns bestraft hat“, so Möller. „Durch unsere hektisch genommenen Würfe, durch unser schlechtes Abwehrverhalten haben wir das Selbstvertrauen von Bernau und das Spiel von Bernau gestärkt“, so Möller, der die Einstellung seiner Spieler als „Schrott-Einstellung“ bezeichnet. „Wir werden viel Redebedarf haben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben