Fußball

Hagemann kommt nicht zum TuS

Kevin Hagemann wird auch in der kommenden Saison (noch) nicht für den TuS Ennepetal jubeln.

Kevin Hagemann wird auch in der kommenden Saison (noch) nicht für den TuS Ennepetal jubeln.

Foto: Mark Bohla

Ennepetal.  Nach seiner Vertragsauflösung beim WSV kursierten Gerüchte, doch eine Rückkehr von Kevin Hagemann nach Ennepetal ist vorerst ausgeschlossen.

Als zu Beginn der Woche bekannt wurde, dass Kevin Hagemann seinen laufenden Vertrag beim Regionalligisten Wuppertaler SV auflöst, spekulierten – vielmehr wünschten sich – nicht wenige Fußballromantiker in Ennepetal, dass „Hage“ wieder zum TuS Ennepetal kommt. Hat er doch seine Karriere beim Oberligisten gestartet. Zudem wurde er vor einigen Wochen als Gast beim letzten Spax-Cup im Bremer Stadion gesichtet.

Mit einer emotionalen Ansprache an die Fans hat Hagemann sich von den Wuppertaler Fans verabschiedet und dabei betont, dass es ihm nicht leicht fiele, den Verein nach drei Jahren zu verlassen.

Riedel glaubt an Regionalliga-Verbleib

Bekanntlich stecken die Wuppertaler nach offensichtlicher Misswirtschaft der alten Vereinsführung um seinen Sportdirektor Manuel Bölstler in finanziellen Schwierigkeiten, und baten Hagemann, seinen alten Vertrag bei dem vom Existenz bedrohten Club, der trotz der unrühmlichen letzten Jahre immer noch Strahlkraft besitzt, aufzulösen. Dem kam der Kicker jetzt nach und sucht sich wohl eine neue Herausforderung. Dass der 28-jährige dabei beim TuS landen könnte schloss Ennepetals Sportlicher Leiter Thomas Riedel mit einem lauten Lachen aus und beendete alle Träumereien.

„Dazu gibt es nicht einmal eine ein prozentige Chance. Die ist gleich null“, betonte der TuS-Manager, dass ihm dafür jegliche Fantasie fehle. „Natürlich habe ich mich gerade in den letzten Wochen viel mit Kevin unterhalten. Allerdings ging es dabei nicht einmal ansatzweise darum, ob er zum TuS zurückkehrt. Kevin möchte noch höherklassig spielen und dazu kann ich ihm mit seinen Möglichkeiten raten. Weil er es einfach kann“, erklärte Riedel, dass die Unterhaltungen eher privater Natur waren, weil man halt gemeinsame Bekannte habe, und sich immer wieder treffen würde.

Einen Tipp wohin es den exzellenten Techniker, der in den letzten Jahren in Wuppertal zum Publikumsliebling wurde, ziehen wird, hat Riedel auch nicht. Aber er ist sich sicher, dass er ganz gut in der Regionalliga unterkommen werde. „Wenn man da solche Spiele wie – je nachdem wo er hingeht – gegen Vereine wie Oberhausen, Essen, Alemannia Aachen haben miterleben kann, kann man ihm nur raten, diese Erlebnisse auch mitzunehmen“, tippt Riedel, dass Hagemann bald wieder in der Regionalliga zu sehen sein wird.

Einer der interessierten Clubs könnte der ebenfalls finanziell nicht in Rosen gebettete Regionalligist SG Wattenscheid sein, mit dem Hagemann immer wieder in Verbindung gebracht wird. „Das weiß ich wirklich nicht“, betonte Thomas Riedel auf Nachfrage seine „Ahnungslosigkeit.“

Tür beim TuS bleibt immer offen

Eine Hoffnung, dass der beliebte Kicker wieder das Trikot des TuS überziehen könnte lässt Riedel den Fans dann doch. „Wenn Kevin in ein paar Jahren nicht mehr den Aufwand für diese fast professionellen Bedingungen betreiben möchte, dann ist er herzlich eingeladen bei uns zu spielen“, sagt Riedel. Das könne ja schon in zwei, vier oder fünf Jahren passieren. Für Fußballromantiker eine durchaus vorstellbare Zeit, auf die man sich freuen kann.

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