Fußball-Jugend

Gevelsberg wird nicht aufsteigen

Starke gespielt, dennoch verloren: Julian Dienemann (links)

Starke gespielt, dennoch verloren: Julian Dienemann (links)

Foto: Michael Scheuermann

Gevelsberg.  Die Relegation ist vorbei, die A-Junioren des FSV Gevelsberg werden es wieder nicht schaffen, in die Fußball-Bezirksliga aufzusteigen.

Das war’s. Die A-Junioren des FSV Gevelsberg werden nicht mehr in die Fußball-Bezirksliga aufsteigen. Außerdem bedeutete der Schlusspfiff von Schiedsrichter Benedict Malz auch das Ende eines Lebensabschnittes – nie mehr ein Jugendspiel, es geht in die Senioren. Allerdings mit dem unguten Gefühl der Niederlage. Denn das 0:1 (0:1) gegen Firtinaspor Herne bedeutet in der Relegation das Aus aller Hoffnungen um den Aufstieg.

Neben den Trainern Uwe Jöns und Holger Döinghaus, beide werden künftig die erste FSV-Mannschaft in der Bezirksliga trainieren, ist es die fast komplette Mannschaft, die den Bereich der A-Junioren verlassen werden. Nur vier Spieler des Jungjahrganges bleiben dem Nachwuchs erhalten.

Dabei war es durchaus unnötig, dieses Begegnung zu verlieren. Vor allem nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Kontrolle auf dem heißen Kunstrasen in Sichtweite des Viaduktes. Doch es zeigte sich, wie schwer es ist, einem Rückstand hinter her zu laufen. Die türkischen Gäste aus Herne hatte dabei ein relativ leichtes Spiel. Sie mussten nicht gestalten, konnten reagieren – aus einer verstärkten Defensive heraus. Einzelne Nadelstiche mit durchaus vorzeigbaren Chancen sprangen für die Firtinaspor-Kicker heraus. Gevelsberg war gewarnt.

Doch die Abwehr, die einmal mehr umgebaut werden musste, hatte den Gegner ziemlich gut im Griff. Nur gegen den Torschützen des Tages, Sedat Atak, sah die Abwehr schlecht aus. Ein langer Ball auf die Nummer elf der Gäste, und dieser zog auf und davon. Der in dieser Situation unmittelbar Gegenspieler Timo Gronau hatte keine einer Chance, den Stürmer einzuholen, geschweige denn ihm den Ball abzujagen. So tauchte Atak völlig frei vor Keeper Lucas Gradic auf, ließ auch ihm keine Chance zur Abwehr (12.).

Noch vor der Pause hatten die Schützlinge von Uwe Jöns und Holger Döinghaus die Chance zum Ausgleich – vielleicht sogar zur Führung. Zum einen, als nach einem Eckstoß sich Gäste-Keeper Gerome Flocke völlig verschätzte und in dessen Folge Timo Gronau unterlief, dieser verletzt am Boden liegen blieb. Der Pfiff für einen fälligen Strafstoß blieb aus (28.). Nur fünf Minuten später war es Jonathan Kissing, der die freie Torecke anvisierte, trat und den Ball auch an den Gäste-Keeper fast im Netz unterbrach. Doch auf der Linie verhinderte ausgerechnet der Torschütze den möglichen FSV- Treffer.

Strafstoß verweigert

Überhaupt wurde Gevelsberg gefährlicher, als Jöns/Döinghause im Mittelfeld umgestellt hatten. Max Ryppa wechselte von rechts nach links, seinen Platz nahm Yann Luca Husseck ein. Fortan lief es auf beiden Seiten besser. Insbesondere zeigte Husseck seine Spiel- und Passfreude. Im Kombination mit Leon Kerkhof kreierte er die eine oder andere Chance. Was sich übrigens nach dem Seitenwechsel fortsetzte

Überdies zeigte einmal mehr Julian Dienemann, diesmal als Kapitän, eine astreine Leistung, zählte einmal mehr zu den besten Spielern auf dem Platz. Als „Abfangjäger“ vor der Viererkette mit Gronau, Herweg, Wockel und Hundt hatte er seine Stärken zum einen in der Defensive, hatte den gegnerische Kapitän Mahmud Siala meist im Griff. Der Herner Spieler zählte ebenso mit zu den besten auf dem Feld. Aber auch im Spiel nach vorne sorgte er mit klugen Pässe oft für Gefahr.

„Ein Sieg war für uns durchaus drin. Uns fehlte einfach das Quäntchen Glück“, resümiert Uwe Jöns. „Jetzt geht es erst einmal nach Holland, dann kommt die Gevelsberger Kirmes und am 3. Juli beginnen wir mit der Vorbereitung“, so Jöns, der wie Holger Döinghaus kaum Zeit hat, diese Niederlage zu verarbeiten

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