Fußball

Ennepetal vermasselt viele Chancen

ohn Connor Agnew wird von seinen Mannschaftskollegen in die Mitte genommen. Der US-Amerikaner sorgt mit seinem mustergültigen Kopfballtor für den 1:1-Endstand.

ohn Connor Agnew wird von seinen Mannschaftskollegen in die Mitte genommen. Der US-Amerikaner sorgt mit seinem mustergültigen Kopfballtor für den 1:1-Endstand.

Foto: Marinko Prša

Ennepetal.   Ein leistungsgerechtes Remis, mit dem beide Teams gut leben können. Der TuS Ennepetal muss sich gegen Herne mit einem 1:1-Remis begnügen.

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„Das hat richtig Spaß gemacht!“ Alexander Thamm, Trainer des Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal, strahlte nach dem 1:1 (0:1) gegen Westfalia Herne über beide Wangen. In den 90 Minuten zuvor hatten beide Mannschaften ein Spiel der Extra-Klasse geliefert. Nicht zu sehen war, dass der Dritte gegen den Vorletzten spielte. Es war gehobenes Oberliga-Nivea „mit einem gerechten Ausgang“, so Alexander Thamm.

Doch nicht alle Zuschauer wollte dieser Quintessenz folgen. Klar, nachdem Herne die erste Halbzeit mit Tempofußball dominierte, hatte die Begegnung mit Ennepetaler Dominanz nach dem Seitenwechsel einen durchaus ausgeglichenen Charakter. Doch die Waage für die Anzahl der dicken und schließlich vermasselten Chancen richtete sich stark gen Ennepetal aus.

Gastgeber nach Pause stärker

Allein vor der Pause waren es Tim Dosedal und Ibrahim Lahchaychi, die hundertprozentige Dinger liegen ließen – oder an Gäste-Keeper Ricardo Seilfried scheiterten. Dabei ging es meist gen Gehäuse von TuS-Keeper Marvin Weusthoff, der einmal mehr einen starken Tag erwischte. Herne stand sehr hoch, was die Abwehr für lange Bälle und schnell Konter anfällig machte. Insbesondere wenn Spieler wie Nazzareno Ciccarelli Querschläger fabrizieren, die die Ennepetaler dankbar aufnahmen. Gäste-Trainer Christian Knappmann, der für seine extrovertierte Art der Betreuung bekannt ist, wurde noch wütender und lauter, als er es für gewöhnlich werden kann.

Mehr als die 1:0-Führung ließen die Ennepetaler nicht zu – übrigens bei 6:0-Ecken in der ersten Halbzeit zugunsten der Gäste. Es ist eine gute halbe Stunde gespielt, als Herne etwa 25 Meter vor dem Ennepetal Gehäuse einen Freistoß zugesprochen bekam. Bilal Abdallah zeigte ein feines Füßchen, setzte den Ball in den Winkel. Ein 0:1 der Marke „Tor des Monats“.

Nach der Pause befreiten sich die Gastgeber mehr und mehr von der Umklammerung, hatten dem Tempo der Gäste mehr spielerische Elemente entgegen zu setzen. So dominierte fortan Ennepetal – ohne zunächst Zählbares zu bekommen. Und wieder waren es etliche Großchancen, die die Klutertstädter nicht zu verwerten wussten. Gleich zweimal scheiterte der unglaublich emsig agierende Nils Nettersheim aus kurzer, vielversprechender Distanz, ehe Ennepetal der Ausgleich gelang. Als nach einer guten Stunde John Connor Agnew mit einem mustergültigen Kopfball – ebenfalls durchaus eines „Tor des Monats“ würdig – ahnte viele rund um den Kunstrasen des Bremenstadions: Da kann noch was für Ennepetal gehen.

Es dauerte bis zur 74. Minute, ehe die Westfalia, die an vorletzter Stelle der Tabelle kleben bleibt, wieder zu einer echten Chance kam – Abdallah trat einen Freistoß von der Strafraumgrenze, Marvin Weusthoff hielt.

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