2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd

Die „EN Baskets Schwelm“ lösen offiziell die Schwelmer Baskets ab

Stellen die „EN Baskets Schwelm" vor (v.l.): Jürgen Michels (Beirat), Dr. Markus Wiethoff (Beirat), Klaus Bruder (AVU), Omar Rahim (Geschäftsführung) und Michael Kersthold (Geschäftsführung).

Stellen die „EN Baskets Schwelm" vor (v.l.): Jürgen Michels (Beirat), Dr. Markus Wiethoff (Beirat), Klaus Bruder (AVU), Omar Rahim (Geschäftsführung) und Michael Kersthold (Geschäftsführung).

Foto: WP

Schwelm.  Die Vorbereitungen gibt es schon seit längerem. Spätestens mit dem Ende der abgelaufenen Saison in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, laufen die Planungen auf Hochtouren. Und mit dem 1. August 2014 beginnt auch juristisch offiziell eine neue Zeitrechnung: aus den Schwelmer Baskets wird „EN Baskets Schwelm“.

Überführung in eine GmbH

Damit wird vollendet, dass die Bundesliga-Basketballer in eine GmbH überführt werden und so „auf sichererem finanziellen Fundament stehen“, so Omar Rahim, neben Michael Kersthold Geschäftsführer der EN Baskets Schwelm GmbH.

Mit diesem nun vollendeten Schritt wollen die Kreisstädter eine neue Zeitrechnung einläuten. Zum einen wollen sie werbewirksam aus den Grenzen Schwelms hinaus wachsen. „Dabei haben wir das EN neu in unserem Vereinsnamen“, erläutert Beirats-Mitglied Markus Wiethoff. „Zudem zeigt der Name Schwelm die Wurzeln des Vereins.“

Nicht nur Bundesliga im Fokus

Mit der Veränderung, aber auch mit der Verpflichtung von Trainer Thorsten Morzuch wollen die Schwelmer ihre „Agenda 2020“ aufleben lassen. Diese sieht vor, dass einerseits Basketball in Schwelm hochklassig gespielt wird. Ziel ist die Pro A – natürlich in einer neue Halle an der Bundesstraße 7. Das Ziel soll mit möglichst vielen Eigengewächsen erzielt werden. „Wir wollen uns als Gesamtheit präsentieren“, so Omar Rahim. „Das bedeutet, dass wir nicht mehr den absoluten Fokus auf die Bundesliga-Mannschaft legen. Wir wollen auch den Nachwuchs aus der Jugend, aber auch aus den Mannschaften von RE Baskets Schwelm ab der zweiten Regionalliga abwärts integrieren.“

Mit Eigengewächsen, so das Kalkül, soll ein größerer Grad der Identifikation einher gehen und mehr Zuschauer zu den Baskets locken. Mit Achim Beiersmann hatten die Basketballer aus Schwelm einst bereits eine derartige Identifikationsfigur, der von den „Atömchen“, den jüngsten aller Basketballern bis zur Bundesliga alle Mannschaften durchlaufen hat. Insgesamt will sich „EN Baskets Schwelm“ sportlich wie wirtschaftlich neu positionieren, erlegt sich eine neue Organisations-Struktur auf und will mit neuer wirtschaftlichen Struktur stabiler agieren können.

Klar, als Schwelmer Baskets hatte die Truppe in den zurück liegenden Meisterschaften große Erfolge feiern können. Aber: „Der Erfolg war in den letzten Jahren sehr teuer erkauft“, so Michael Kersthold. Gleichwohl bleibt das Ziel für die am 3. Oktober beginnende Saison das Erreichen der Playoff-Runde.

Neben den organisatorischen Veränderungen wollen die Schwelmer auf erfolgreichen Pfaden weiter wandeln beziehungsweise ausbauen oder wieder beleben. Das gilt besonders für die Kommunikation mit den Fans. „Wir wollen wieder mehr auf die Fans zugehen“, so Omar Rahim. „Es soll mehr Veranstaltungen von Verein und Fans geben. Wir wollen die Kommunikation vertiefen. Wir wollen auf die Bedürfnisse unserer Zuschauer eingehen.“ Wiethoff ergänzt: „Die Bundesliga-Mannschaft soll mehr und mehr eine Mannschaft zum Anfassen sein.“ Ein erstes Treffen ist für kommenden Dienstag, 5. August, ab 19.30 Uhr im „Gecco“ anberaumt.

Emblem mit neun Sternen

Blau-Gelb beziehungsweise Gelb-Blau bleiben die Vereinsfarben. Unklar sind Maskottchen – bisher „Airwin“ – und möglicher Name einer neuen Halle. Neu ist das Emblem – angepasst an den neuen Namen „EN Baskets Schwelm“. Oliver Maikranz hat dies entwickelt, Jürgen Michels hat zum Schluss die Feinjustierung übernommen. Der Schriftzug erinnert an US-amerikanische Embleme aus dem Basketball. Zudem hat das Logo neun Sterne inne – für die neun Städte im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Eine gute Idee, so den gesamten Kreis einbinden zu wollen“, attestiert Klaus Bruder (AVU). „Wir begleiten gerne solch große Projekte.“

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