Fußball

Westfalia Anholt verpasst den Einzug in den Niederrheinpokal

Tim Schwung (li.) unterlag mit Westfalia Anholt gegen den klassenhöheren Hamminkelner SV.

Tim Schwung (li.) unterlag mit Westfalia Anholt gegen den klassenhöheren Hamminkelner SV.

Foto: Christian Creon

Anholt/Haldern.   A-Ligist Westfalia Anholt unterliegt im Kreispokalfinale dem Bezirksligisten Hamminkelner SV knapp. Nächstes Spiel ist gegen den SV Haldern.

Westfalia Anholt hat den Einzug in den Niederrheinpokal knapp verpasst. Auf eigener Anlage verloren die Mannen von Trainer Thomas Driever gegen den Bezirksligisten Hamminkelner SV unglücklich mit 1:2 (0:1).

Hamminkeln mit dem besseren Start

Dabei fanden die Hausherren zunächst überhaupt nicht in die Partie und mussten nach 15 Minuten den ersten Rückschlag hinnehmen. Nach einem Foul von Philipp Alofs gegen den Gäste-Angreifer Tom Wirtz zeigte der Unparteiische auf den Punkt und entschied auf Strafstoß für den HSV. Diese Chance ließ sich der Hamminkelner Torjäger Wirtz nicht nehmen und verwandelte souverän zur Führung für den Favoriten (15.).

„Wir haben die erste Viertelstunde total verpennt und sind dann auch verdient in Rückstand geraten“, meinte Driever nach der Partie. Doch danach fanden die Hausherren immer besser ins Spiel und hatten durchaus einige hochkarätige Tormöglichkeiten. „So zwischen der 20. und 35. Minute haben wir Hamminkeln in deren eigene Hälfte gedrückt und haben uns auch viele Chancen erspielt. Doch diese haben wir leider nicht genutzt“, so der Westfalia-Coach.

Anholt drückt auf den Ausgleich

Nach der Pause ergab sich dann das gleiche Bild, die Anholter drückten auf den Ausgleich, konnten ihre Möglichkeiten aber nicht verwerten und so musste es kommen, wie es immer kommt. Die Gäste spielten einen Konter sehr gut aus und erneut traf Wirtz zur vermeintlichen Vorentscheidung für den Bezirksligisten (83.).

Ali El-Abbas trifft in der 90. Minute

Zwar konnte Ali El-Abbas in der 90. Minute nochmal verkürzen, doch der Treffer kam zu spät. „Ich bin mit der Leistung mehr als zufrieden. Im Endeffekt muss man sagen, dass die glücklichere und nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat. Wir haben gegen einen Bezirksligisten das Spiel gemacht und hinten kaum was zugelassen. Da muss man dann auch mal zufrieden sein. Daher war es trotz der Niederlage ein gelungener Abend“, freute sich Driever über die Leistung seines Teams.

Sonntag tritt die Westfalia in Haldern an

Bereits am Sonntag geht es für die Westfalia in der Kreisliga A weiter. Dann reisen die Anholter zum kleinen Derby zum SV Haldern (15 Uhr). „Ich hoffe, dass wir am Sonntag keine schweren Beine haben werden. Die ganzen englischen Wochen waren schon kräftezehrend. Nach den drei Pflichtspielen ohne Sieg wollen wir in die Erfolgsspur zurückfinden“, so Anholts Übungsleiter.

Driever spricht von unangenehmer Aufgabe

Doch Driever weiß, dass es eine sehr unangenehme Aufgabe wird: „Ich gehe davon aus, dass Haldern hochmotiviert sein wird. Wir stehen in der Tabelle klar besser da, weshalb sie alles reinlegen werden.“

Die Lindendörfler hatten nach vielen englischen Wochen am Donnerstag Pause und können sich voll auf das Spiel am Sonntag fokussieren. „Ich gehe davon aus, dass es wieder ein sehr enges Spiel wird. Wenn beide Mannschaften ihre Topform abrufen können, haben beide ein ähnliches Niveau. Allerdings können wir befreit und ohne Druck aufspielen und wollen unseren Fans ein gutes Spiel bieten“, erklärt Christian Böing, Trainer des SV Haldern.

Böing hat Respekt vor Anholter Offensive

Vor allem vor der Offensive des Tabellendritten hat Böing Respekt: „Wichtig wird sein, dass wir ihre Angriffsreihe ausschalten können. Sie haben nicht umsonst die zweitbeste Offensive der Liga. Das spricht für sich. Daher müssen wir hinten gut stehen und unsere Offensive immer wieder in Szene setzen, denn auch wir haben dort gute Qualität.“

Halderner Reserve wird unterstützt

Allerdings wird Böing auf einige seiner Spieler nicht zurückgreifen können. Neben den Langzeitverletzten Lukas Meurs, Steffen Syberg, Christoph Hegmann, Felix Unger und Franz Schöttler wird auch Routinier Tobias Lasthuis nicht zu Verfügung stehen. Zudem wird der Halderner Übungsleiter freiwillig auf Marvin Bittcher, Linus Meier, Christian Feldhaus und Markus van den Boom verzichten. „Alle vier sind noch für die zweite Mannschaft spielberechtigt, deshalb werden sie dort zum Einsatz kommen. Wir wollen bevorzugt unsere Zweite unterstützen, um doch noch den Aufstieg in die Kreisliga B zu schaffen. Da liegt dem Verein, aber auch mir als Trainer der ersten Mannschafft eine Menge dran“, so SVH-Trainer Böing.

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