Fußball

Schlimme Folgen für Praester Marius Storm nach dem Schlag

Marius Storm wird dem RSV Praest wohl lange fehlen.

Marius Storm wird dem RSV Praest wohl lange fehlen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Praest.  Der Spieler des RSV, der im Bezirksliga-Spiel gegen Lowick niedergestreckt worden war, befindet sich mit Augenverletzungen noch im Krankenhaus.

Für Marius Storm hat die Tätlichkeit des Lowickers Abdullatif Tokgöz schlimme Folgen. Der Akteur des RSV Praest, der am Sonntag während der Bezirksliga-Begegnung gegen die DJK Sportfreunde 97/30 von seinem Gegenspieler einen Schlag ins Auge bekommen hatte, befindet sich immer noch in der Duisburger Augenklinik.

Roland Kock telefoniert regelmäßig mit seinem Spieler. „Der Augendruck ist nach wie vor zu hoch und wird momentan weiter dreimal am Tag kontrolliert. Es gibt Einblutungen am Auge und die Pupille ist wohl verletzt worden. Auch das Jochbein ist angerissen“, hat der RSV-Coach erfahren. Noch könnten die Verletzungen nicht genau diagnostiziert werden. „Wir hoffen jetzt alle, dass zumindest nichts zurückbleibt und es keine Folgeschäden gibt“.

Aus dem Nichts gekommen

Marius Storm war am Sonntag in der 75. Minute in Höhe der gegnerischen Strafraumgrenze ausgeknockt worden. Der Faustschlag sei aus dem Nichts gekommen, er habe überhaupt nicht damit gerechnet, erklärte der 22-Jährige, der sofort zu Boden ging und dessen linkes Auge heftig anschwoll. Vom Schiedsrichter geahndet werden konnte die Aktion nicht, da diese sich hinter seinem Rücken abgespielt hatte.

Gegenüber dem Bocholt-Borkener Volksblatt (BBV) will Tokgöz trotz allem von einem gezielten Schlag nichts wissen. Er beteuert, dass es keine Absicht gewesen sei, er habe sich lediglich losgerissen und seinen Gegenspieler dabei mit dem Ellenbogen getroffen. „Ich selbst bin bei der Aktion auch im Gesicht getroffen worden. Deshalb haben wir ja auch gemeinsam am Boden gelegen“, meinte der Lowicker gegenüber dem BBV. „So etwas regt einen dann noch zusätzlich auf“, ärgert sich Kock. „Es haben doch alle gesehen, dass er erst noch daneben gestanden hat und dann plötzlich den sterbenden Schwan markiert hat“.

Positives Verhalten der DJK-Verantwortlichen

Positiv sei aber zumindest das Verhalten der Verantwortlichen von der DJK SF 97/30 Lowick, findet Kock. Sie hätten sich schon mehrmals bei ihm und Marius Storm erkundigt. Tokgöz ist nach dem Vorfall suspendiert worden und über weitere Maßnahmen wird derzeit im Vorstand des Bocholter Fusionsvereins beraten.

Die Stimmung direkt nach dem Spiel sei natürlich am Boden und auch in den vergangenen Tagen richtig schlecht gewesen, gab es für den Trainer und seine Mitstreiter in Praest verständlicherweise nur ein Thema. Kock: „Das macht dann auch einfach keinen Spaß mehr. Da ist eine Grenze absolut überschritten worden“.

Leistungsträger wird fehlen

Nachdem die üble Aktion schon am Sonntag ein echter Knackpunkt im Spiel der Praester war, die das Match durch einen Gegentreffer kurz vor Schluss letztendlich noch mit 1:2 verloren, wird Marius Storm den Emmerichern nun wohl lange fehlen.

Der Neuzugang vom SV Rees gehörte in den letzten Wochen zu den absoluten Leistungsträgern bei den Schwarz-Gelben. Neben Sezgin Baran wird Kock damit einen weiteren wichtigen Offensiv-Akteur auf nicht absehbare Zeit ersetzen müssen.

Am Sonntag müssen die Praester in Friedrichsfeld antreten.

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