Schwimmen

Reeserin trifft Olympiasiegerin bei Wettkampf in Italien

Vittoria Cambiaghi (von links), Federica Pellegrini und Emily Pintzke.

Vittoria Cambiaghi (von links), Federica Pellegrini und Emily Pintzke.

Foto: RSC

Rees.  Emily Pintzke vom Reeser SC trifft beim einem Schwimmwettkampf im italienischen Pavia die Olympiasiegerin Federica Pellegrini.

Die Pressekonferenz am Vorabend zum Campus Aquae Swim Cup 2019 im italienischen Pavia ließ erahnen, wer sich da den Fragen der Journalisten stellte.

, Olympiasiegerin, Europa- und Weltmeisterin, mehrfache Europa- sowie dreifache Weltsportlerin mit Weltrekorden über 200 m und 400 m Freistil.

Grand Dame des Schwimmsports

Die Grand Dame des Schwimmsports, die es als erste Frau der Welt geschafft hat, über 400 m Freistil mit 03:59,15 min. auf dieser Strecke unter vier Minuten zu bleiben. Damit jedoch nicht genug: Bei den Herren stellte sich ebenfalls Marco Orsi, der achtfache europäische Goldmedaillengewinner in Einzel- und Staffelwettbewerben, den Fragen der Presse.

Beide starteten in Pavia auf ihren Paradestrecken: Pellegrini über 400 m und Orsi über 50 m Freistil und waren selbstverständlich Stars der Veranstaltung.

Einladung durch Vittoria Cambiaghi

Wie kommt es da, dass Emily Pintzke vom Reeser Schwimmclub zu den Teilnehmern eines solchen Feldes gehörte? Die Einladung erfolgte bereits im vergangenen Sommer über Vittoria Cambiaghi, eine italienische Schwimmerin vom Campus Team Pavia mit niederrheinischen Wurzeln in Rees-Esserden. Ihre Großeltern hatten den Kontakt zum Reeser SC geknüpft, da ihre Enkelin auch in den Ferien das vom Trainer auferlegte Schwimmpensum zu absolvieren hatte.

Schnell ergab sich eine Freundschaft zwischen den beiden Schwimmerinnen, die letztendlich zur Einladung zum Wettkampf in Italien führte.

Beflügelt von der Atmosphäre, den sommerlichen Temperaturen und den professionellen Rahmenbedingungen nutzte Pintzke die Gelegenheit gleich bei zwei ihrer vier Starts auf der Langbahn persönliche Bestzeiten zu schwimmen (50 m Delphin - 33,51 sec., 50 m Freistil - 29,71 sec.). Dabei freute sie sich besonders, endlich unter 30 sec. auf der Freistilstrecke geblieben zu sein – ein hartes Stück Arbeit.

Hauptamtliche Trainer

Nebenbei konnte Emily Pintzke dabei feststellen, dass das Training des Campus Teams mit Reeser Maßstäben nichts zu tun hat. Hauptamtliche Trainer lassen die Schwimmer nahezu täglich schweißtreibende Trainingspläne umsetzen. Nicht selten werden 5.000 bis 6.000 m während einer Einheit absolviert. Selbst das Einschwimmen vor dem Wettkampf fällt mit 2.000 m deutlich intensiver aus als beim RSC.

So verwunderte auch nicht, dass Vittoria Cambiaghi (Jg. 2005) bei ihren 400 m Freistil in 4:46,20 min. so schnell war, dass sie bei den diesjährigen deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin hätte gut mithalten können. Vielleicht eine Gelegenheit, sich das nächste Mal auch in Berlin zu treffen.

Italienische Gelassenheit

„Ein wenig italienische Gelassenheit war trotz aller Professionalität doch zu spüren“, schmunzelte Pintzke am Ende des ersten Wettkampftages. „Der Zeitplan hakte gleich nach dem ersten Start doch sehr deutlich.“ Dies war jedoch für den Veranstalter kein großes Problem. Kurzerhand wurde der Start für Pellegrini mitten im Programm einfach vorgezogen.

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