Motorsport

Nico Hülkenberg will nicht mehr nur hinterherfahren

Nico Hülkenberg ist momentan in Japan im Einsatz.

Nico Hülkenberg ist momentan in Japan im Einsatz.

Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Emmerich.  Der Emmericher will nicht aus purem Aktionismus einen neuen Vertrag bei einem Formel 1-Team unterschreiben. Schwierige Bedingungen in Suzuka.

Hagibis kommt, die Formel 1 macht dicht. Vor der Küste Japans braut sich derzeit ein Wirbelsturm zusammen, mit Geschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern in der Stunde. Am Samstag soll er auf Land treffen — und damit auch auf den Suzuka International Racing Course, wo am Sonntag (7.10 Uhr, RTL) der 17. Umlauf der diesjährigen Saison gestartet wird.

Für den Emmericher Nico Hülkenberg bedeutet das Stress. Beim Training am Freitag musste der Renault-Mann verschiedene Programme absolvieren: die Simulation für das Rennen, aber auch für das Qualifying. Letzteres wurde wegen Hagibis auf den Sonntag in der Frühe verschoben. Das dritte freie Training, der Auftakt eines jeden Rennsamstags entfällt. Üblicherweise testen die Piloten hier ihre Abstimmung für das Qualifying.

Verkehr bei den schnellen Versuchen

Hülkenberg musste das aufgrund der Absage schon am Freitag tun — nicht wirklich erfolgreich. Rang 18 mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf Hauptkonkurrent McLaren stand da am Ende zu Buche. Teamkollege Daniel Ricciardo wurde auch nur Siebzehnter.

Doch das hatte einen Grund: „Unglücklicherweise Verkehr bei beiden schnellen Versuchen“, twitterte Renault anschließend und relativierte so die schwache Performance der beiden Piloten. „Es war ein schwieriger Freitag für uns. Wir hatten ein paar Probleme mit der Balance und zu wenig Grip, besonders in Sektor eins“, sagte der Emmericher nach den Trainingseinheiten. Die Probleme seien aber am Nachmittag behoben worden.

Weiter in einem Rennauto

Bereits am Donnerstag hatte sich Hülkenberg im Fahrerlager erneut zu seiner Zukunft geäußert. Er ist weiterhin ohne Vertrag in der Formel 1 für kommendes Jahr. „Aber ehrlich gesagt, habe ich darüber nicht wirklich nachgedacht, was wäre, wenn es hier nicht weitergeht“, sagte der Emmericher bei „Motorsport Total“. „Natürlich werde ich in Zukunft wieder in einem Rennauto sitzen, weil ich das einfach liebe. Es ist meine Leidenschaft. Die Zeit wird zeigen, was passieren wird.“

Mit seinen 32 Jahren gehört Hülkenberg inzwischen zur älteren Generation Formel-1-Piloten. Hinterherfahren, etwa bei schwächeren Teams wie Williams, will er da nicht mehr — und schon gar nicht aus Aktionismus einen Vertrag unterschreiben.

„Ich werde nicht einfach irgendetwas annehmen. Ich will damit Williams gar nicht missachten oder respektlos sein, das meine ich ganz generell. Das war auch bei Haas so“, erklärte Hülkenberg.

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