Motorsport

Nico Hülkenberg freut sich auf den Großen Preis von Monaco

Nico Hülkenberg mit seiner Freundin Egle Ruskyte bei den 72. Filmfestspielen von Cannes.

Nico Hülkenberg mit seiner Freundin Egle Ruskyte bei den 72. Filmfestspielen von Cannes.

Foto: John Phillips / Getty Images

Emmerich.   Für Nico Hülkenberg ist der Große Preis von Monaco ein unvergleichliches Erlebnis. Bisherige Saison ist für Renault eine Enttäuschung.

Über den Großen Preis von Monaco hat Nelson Piquet mal das vielleicht treffendste Bonmot verfasst. „Es ist so, als würde man mit einem Hubschrauber durchs Wohnzimmer fliegen“, lautet der legendäre Spruch des dreimaligen Weltmeisters aus Brasilien. Am Wochenende steht der größte Anachronismus der modernen Formel 1 wieder auf dem Rennkalender.

Die hochgezüchteten PS-Boliden hetzen dann über einen Kurs, der eher für die Flanierfahrt am Sonntag gemacht ist als für ein Autorennen. Die engen Straßen und Gassen im Fürstentum machen das Überholen praktisch unmöglich. Trotzdem ist die Faszination für Fans und Fahrer gleichermaßen so groß, dass jährlich der Ausnahmezustand an der Côte d’Azur ausgerufen wird.

„Es gibt nichts Vergleichbares mit Monaco“, meint dann auch Nico Hülkenberg. „Für mich ist es ein Höhepunkt im Jahr und das Rennen, auf das ich mich am meisten freue.“

Beim Filmfestival in Cannes

Monaco ist halt ganz großes Kino. Und unweit vom Fürstentum ist dann auch Hollywood zu Gast. Denn aktuell laufen in Cannes die Filmfestspiele. Hülkenberg nutzte die Gelegenheit und unternahm unter der Woche einen Abstecher mit seiner Freundin Egle Ruskyte an die Croisette. Der neue Film von Kult-Regisseur Quentin Tarantino Once upon a time in Hollywood wurde gegeben. Stilecht im Smoking posierten Hülkenberg, Teamkollege Daniel Ricciardo und Renault-Berater Alain Prost für die Fotografen.

Testfahrten in Spanien

Während Cannes und Monte Carlo trefflich streiten können, in welchem der beiden Küstenstädtchen aktuell mehr Glitzer und Glamour zu Hause ist, geht es in der Formel 1 auch weiterhin um Punkte. Renault hat dahingehend reichlich Nachholbedarf.

„Die ersten fünf Rennen in diesem Jahr waren enttäuschend“, meint dann auch Teamchef Cyril Abiteboul.

Laut Hülkenberg ist ein Problem, dass er über weite Teile der bisherigen Saison nicht die nötige Harmonie mit dem Auto spüre. Dies habe sich allerdings zuletzt in Spanien sowohl beim Rennen als auch bei den anschließenden Testfahrten gebessert. „Wenn ein Fahrer Selbstvertrauen hat, kann das einen riesigen Unterschied ausmachen“, sagt Nick Chester, der bei Renault die Chassis-Abteilung leitet. „Wir werden alles dafür tun, um Nico und Daniel mit der Balance des Autos zufrieden zu stellen, damit sie sich auf die Strecke konzentrieren können.“

Mythische Kurven

Trotz der hohen Promidichte ist dann auch der Straßenkurs der eigentliche Star des Wochenendes. Sainte-Dévote, Beau Rivage, La Rascasse, Tabac oder Mirabeu sind die mythischen Kurven von Monte Carlo, in denen das Rennsportflair aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts mit in die Jetztzeit transportiert wird. „Natürlich ist Überholen in Monaco eine Herausforderung“, erklärt der Emmericher. „Das legt mehr Druck auf das Qualifying, was sitzen muss.“

Im Vorjahr landet Hülkenberg auf Platz acht

Dass im Rennen aber eine Verbesserung durchaus möglich ist, hat der 31-Jährige im vergangenen Jahr gezeigt. Als Elfter war er gestartet und beendete den Grand Prix schließlich auf Rang acht.

„Wir haben ja einige Straßenkurse wie Baku und Singapur im Formel-1-Kalender. Die sind alle auf ihre Weise toll, aber Monaco ist fantastisch und unvergleichlich“, sagt Hülkenberg. „Man bekommt einen richtigen Adrenalin-Schub. Es ist dieses sensationelle Gefühl der Geschwindigkeit, wenn man eine Runde fährt, wo Mauern an beiden Seiten total dicht auftauchen. In Monaco braucht man Selbstvertrauen und muss an das Limit gehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben