Frauenfußball

Kira Lamers schießt den SV Rees zum glücklichen Sieg

Kapitänin Kira Lamers entschied mit ihren drei Treffern das Reeser Spiel gegen Lankern.

Kapitänin Kira Lamers entschied mit ihren drei Treffern das Reeser Spiel gegen Lankern.

Foto: Erwin Pottgiesser

Am Niederrhein.   Grün-Weiße bezwingen Lankern mit 3:2. Eintracht Emmerich unterliegt dem Tabellenführer Viktoria Winnekendonk mit 1:2. Lokalduell steigt Mittwoch.

Der SV Rees konnte im Landesliga-Verfolgerduell einen glücklichen 3:2-Sieg gegen GW Lankern feiern. Trotz des Ausfalls von zahlreichen Stammspielerinnen startete die Reeser Elf druckvoll und bereits der erste Steilpass auf Kira Lamers hätte beinahe zum Torerfolg geführt. GWL-Torhüterin Jenny Uebbing konnte den Schuss gerade noch abfälschen (1.).

60 Sekunden später war dann aber auch sie machtlos, als Kira Lamers einen Pass von Lisa Merling erlief und zum 1:0 einnetzte. In der Folge fingen sich die Gäste und erarbeiteten sich ihrerseits mehrere gute Torchancen, die jedoch alle vergeben wurden. Direkt nach dem Wechsel fiel dann aber doch der Ausgleich durch Janina Rollnik.

Die Gäste waren nun dominant, zeigten die bessere Spielanlage und drängten auf den Führungstreffer. Mitten in diese Phase hinein gelang der Heimelf ein Doppelschlag zum 3:1. Erst traf Kira Lamers per Konter (56.), nur drei Minuten später schloss sie eine schöne Kombination über die rechte Seite nach Hereingabe von Kimberly Piffko (59.) ab. Das Lankerner Team zeigte sich aber kaum geschockt und kam in der 63. Minute per Strafstoß durch Mareen Wienand auf 2:3 heran.

Auch danach ergaben sich noch zahlreiche Chancen für die Gäste, doch die Reeser Elf brachte die Führung über die Zeit. „Wir haben die Tore zur richtigen Zeit geschossen und hatten auch das Quäntchen Spielglück“, meinte der Reeser Trainer Uwe Landman.

Ärger über Kreispokaltermine

Bereits am Mittwoch steht nun um 19.30 Uhr das Nachholspiel gegen Eintracht Emmerich auf dem Programm. Uwe Landman ist angesichts der Personalsorgen über die kurzfristige Ansetzung sehr verärgert: „Der Kreispokal blockiert mit seinen Spielansetzungen auf den offiziellen Nachholspielterminen ständig den Meisterschaftsspielplan. Ich denke, dass wir in der nächsten Saison auf die Teilnahme am Kreispokal verzichten werden.“ Hintergrund des Ärgers ist, dass die Frauenteams seit Jahren den Staffelleiter darum bitten, dass wie im Herrenbereich die ersten Pokalrunden in der Saisonvorbereitung und der Hinrunde ausgetragen werden, damit die Pokalspiele nicht die Nachholspieltermine im Frühjahr blockieren. „Leider hat der Staffelleiter bisher nicht darauf reagiert, so dass die Teilnehmerzahl ständig sinkt, da diverse Frauenteams nicht mehr für den Pokal melden“, so Landman.

Die Emmericher Eintracht verlor in einer kampfbetonten Partie gegen den Tabellenführer SV Viktoria Winnekendonk mit 1:2 (1:1). Der Favorit begann druckvoll und ging in der 20. Minute in Führung. Der Gastgeber blieb aber während der ganzen Spielzeit ein gleichwertiger Gegner. In der 35. Minute traf Philine von Bargen per Foulelfmeter zum 1:1. Nach der Pause wollten beide Mannschaften die Entscheidung. Jeder Ball wurde hart umkämpft. Es gab zahlreiche Chancen hüben wie drüben. In der 80. Minute erzielte Winnekendonk dann das 2:1.

„Der Tabellenführer hatte zwar mehr Torchancen, aber aufgrund der kämpferischen Mannschaftsleistung wäre eine Punkteteilung nicht unverdient gewesen“, lautete das Fazit von Trainer Thomas Ney.

Im Landesliga-Kellerduell gegen den FSC Mönchengladbach musste SchlusslichtSV Haldern eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage hinnehmen. „Das ist natürlich ein herber Dämpfer, aber noch ist es nicht vorbei“, sieht der Halderner Trainer Markus Sprenger immer noch die Chance auf den Klassenerhalt.

SV Haldern verliert Kellerduell

In einer umkämpften Begegnung hatten die Lindendörflerinnen die besseren Möglichkeiten, die Gäste nutzten dagegen fast ihre einzige Chance zum 1:0-Siegtreffer in der 50. Minute, als eine FSC-Akteurin aus dem Gewühl heraus traf. „Wir sind letztendlich an unserer mangelnden Chancenverwertung gescheitert“, stellte Sprenger fest, „wobei auch einfach das Glück fehlte“.

Schon am Mittwoch (19.30 Uhr) geht es für den SV Haldern weiter mit der Partie beim Linner SV (8.).

Durch Treffer von Natalie de Koning Gans (24.) und Lea de Koning Gans (34.) schlug der RSV Praest die Gäste von TuB Mussum letztendlich mit 2:1 (2:0) und verbesserte sich auf den dritten Rang in der Bezirksliga.

„In der ersten Hälfte waren wir klar stärker, nach der Pause war Mussum dann am Drücker, wir haben den Sieg aber über die Zeit gebracht“, resümierte der Praester Trainer Martin Buchberger.

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