Fußball

Halderner Frauen starten nach Abstieg einen Neuanfang

Christina Paus und Alina Künne stehen künftig nicht mehr zur Verfügung,

Christina Paus und Alina Künne stehen künftig nicht mehr zur Verfügung,

Foto: Gerd Hermann / FFS FUNKE Foto Services

Haldern.  Markus Sprenger wird die in die Bezirksliga abgestiegene Mannschaft auch in der nächsten Saison coachen. Sieben Spielerinnen hören auf.

Interimstrainer Markus Sprenger, der die Frauenfußballmannschaft des SV Haldern im Winter nach der Trennung von Ulrich Lammers übernommen hatte, wird die Mannschaft trotz des Abstiegs aus der Landesliga auch in der kommenden Saison coachen. Trainer und Mannschaft wollen dann einen Neuanfang in der Bezirksliga starten, nachdem man in den vergangenen zwei Jahren immer nur knapp den Abstieg vermeiden konnte.

Sieben Spielerinnen verabschiedet

Als der Verein im Dezember mit den Planungen für die neue Spielzeit begonnen hatte, waren die Aussichten auf eine weitere Saison Frauenfußball beim SV Haldern relativ gering, da nahezu die komplette Mannschaft signalisierte, dass sie zum Ende der Saison aufhören oder kürzer treten wolle. Inzwischen ist die Stimmung in der Mannschaft eine ganz andere, sodass beim Saisonabschluss am letzten Sonntag nur noch sieben Spielerinnen von der Mannschaft verabschiedet wurden, wovon ein Großteil bereits seit der Hinrunde nicht mehr aktiv war.

Mannschaftsgefüge ist wieder intakt

Bergisa Heide, Christina Paus, Larissa Brömling, Alina Künne, Judith Uebbing, Annika Brücker und Britta Schlaghecken werden aus privaten, beruflichen oder verletzungsbedingten Gründen ihre Schuhe vorerst an den Nagel hängen bzw. kürzer treten. „Alle werden der Mannschaft jedoch in irgendeiner Form erhalten bleiben und auch die Tür zurück in den Trainings- und Spielbetrieb ist jederzeit offen“, freut sich Sprenger über das intakte Mannschaftsgefüge.

Freuen kann sich Sprenger dann aber auch über einige Zugänge, die die hinterlassenen Lücken schließen sollen. Mit Helene Reichmann und Pauline Bontrup rücken zwei junge Perspektivspielerinnen für die Defensive aus der eigenen Jugend in die Mannschaft. Beide haben in der Rückrunde bereits am Trainings- und Spielbetrieb teilgenommen und wurden von der Mannschaft bestens aufgenommen.

Zudem kommt mit Franziska Werdelmann eine dritte Spielerin aus den eigenen Reihen dazu. Aktuell gehört sie noch zum Kader der zweiten Mannschaft, hat aber auch in der vergangenen Spielzeit des Öfteren bei Personalnot ausgeholfen und ihre Sache in der Offensive sehr gut gemacht. In der aktuellen Spielzeit konnte sie in 13 Spielen 15 Tore erzielen.

Rebecca und Viktoria Lamers kommen aus Millingen

Mit Rebecca und Victoria Lamers werden sich auch zwei Spielerinnen vom Lokalnachbarn Fortuna Millingen dem SV Haldern anschließen. Rebecca ist wie Werdelmann in der Offensive zu Hause und traf in der vergangenen Saison in 22 Kreisliga-Spielen 30-mal ins gegnerische Tor. Zudem überzeugt die junge Stürmerin mit ihrer Schnelligkeit und Technik. Rebeccas Schwester Victoria hat ihre Stärken vor allem in der Defensive. Dort ist sie flexibel einsetzbar und verfügt über eine enorme Zweikampfstärke.

Aus der U17-Niederrheinligamannschaft der DJK Rhede wird sich zudem Maike Duesing dem SV Haldern anschließen. Sie ist Kapitänin des Teams und konnte sich in der aktuellen Spielzeit 13-mal als Torschützin feiern lassen. Ihre Stärken liegen insbesondere in der Technik, Schnelligkeit und im Torabschluss. Alle Neuzugänge haben bereits mit der Mannschaft trainieren können und passen perfekt in das Team.

Stark verjüngter Kader

Durch die Zu- und Abgänge verjüngt sich die Mannschaft und wird in der kommenden Saison mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren an den Start gehen. Zum Trainingsauftakt begrüßt Sprenger seine Mannschaft am Samstag, 6. Juli. In der Vorbereitung wird die Mannschaft unter anderem gegen Grün-Weiß Lankern, den PSV Wesel-Lackhausen und die Reserve von Borussia Bocholt testen. Im Rahmen eines Trainingslagers steht auch eine gemeinsame Mountainbike-Tour auf dem Programm. Saisonbeginn ist dann am 1. September.

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