Fußball-Rückblick

Saison mit Höhen und Tiefen in Praest und Vrasselt

Marco Buscher (SVV, li.) und Sezgin Baran waren mit zwölf bzw. elf Treffern die besten Torschützen ihrer Teams in der letzten Saison.

Marco Buscher (SVV, li.) und Sezgin Baran waren mit zwölf bzw. elf Treffern die besten Torschützen ihrer Teams in der letzten Saison.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Am Niederrhein.   RSV Praest und SV Vrasselt starteten stark in die Bezirksliga-Spielzeit, mussten in der Rückrunde dann aber noch um den Klassenerhalt kämpfen.

Der RSV Praest und der SV Vrasselt werden auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen. Die beiden Teams aus dem Emmericher Süden belegten in der vergangenen Spielzeit punktgleich mit 35 Zählern die Ränge acht und zehn in der Abschlusstabelle, wobei die Schwarz-Gelben das bessere Torverhältnis aufweisen. Letztendlich trennten die beiden Vereine in einer sehr ausgeglichenen Spielklasse lediglich zwei Zähler vom Relegationsplatz.

Viele Unentschieden

Die Praester erwischten einen richtig guten Start in die Saison und holten angeführt von einem stark aufspielenden Rückkehrer Sezgin Baran aus den ersten vier Begegnungen zehn Zähler, unter anderem gelang ein 5:2-Erfolg beim Meister SGE Bedburg-Hau. Doch im Laufe der Hinrunde geriet der Motor der Schwarz-Gelben ins Stottern – auch weil Sezgin Baran und Sturmpartner Dennis Thyssen längere Zeit ausfielen.

Es folgten zahlreiche Unentschieden, unter anderem ein 1:1 gegen den SV Vrasselt. Die Reaktivierung von Routinier Patrick Gottschling sollte für einen positiven Impuls sorgen.

Zur Hälfte der Saison befand sich die Mannschaft von Trainer Roland Kock im Mittelfeld, musste allerdings nach der Winterpause den Blick vor allem nach unten richten. Neben einer langen Sperre für Verteidiger Erdal Dag mussten auch immer wieder weitere Ausfälle kompensiert werden. Ein Zwischenspurt bis Ende April mit 15 Punkten aus acht Spielen sollte dann aber für den Klassenerhalt sorgen. Anschließend war die Luft jedoch merklich raus. „Dass wir uns mit vier Niederlagen verabschiedet haben, ist etwas schade“, bedauert RSV-Vorsitzender Michael Kühn den negativen Saisonausklang.

Kritik an der Einstellung

„Wir haben zwar letztendlich einen einstelligen Platz erreicht, des Öfteren war mir die Einstellung der Spieler aber etwas zu locker, in einer so engen Liga darf man nichts auf die leichte Schulter nehmen“, bemängelt Kock, der auch noch einmal den Nachteil kritisiert, dass die Gegner des RSV Praest immer am Spieltag zuvor frei hatten. „Das hat man in einigen Fällen schon gemerkt“.

Auch die Vrasselter kamen sehr ordentlich in die Saison, holten aus den ersten elf Partien 19 Zähler.

Doch nach dem später annullierten 5:0-Erfolg gegen die zurückgezogene Mannschaft des GSV Geldern zeigte die Formkurve nach unten. In den folgenden fünf Partien konnten die Blau-Weißen nur noch einen Zähler holen. Erst zwei abschließende Siege im vergangenen Jahr ließen die Mannschaft von Trainer Sascha Brouwer etwas beruhigter in die Winterpause gehen.

Berntsen-Wechsel reißt ein Loch

In der wechselte dann allerdings mit Fabian Berntsen einer der absoluten Leistungsträger in Richtung SGE Bedburg-Hau. Der Verlust des Mittelfeldmotors riss ein merkliches Loch. Und auch Nils Rütjes und Torwart Rene Konst verabschiedeten sich zur zweiten Serie. So rückten bereits weitere Akteure aus dem Nachwuchsbereich in den Kader.

In der Rückrunde wollte es dann nicht mehr so richtig laufen – auch weil im Lager der Blau-Weißen ständig Ausfälle von wichtigen Spielern, unter anderem Benjamin van Niersen und Marc Warthuysen, zu beklagen waren.

Den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machten die Blau-Weißen dann Mitte April ausgerechnet mit einem 2:1-Erfolg gegen die SGE Bedburg-Hau – wobei die Vrasselter, zusammen mit dem RSV Praest und Absteiger SV Rindern, in der letzten Saison zu den drei schwächsten Heimmannschaften gehörten, die lediglich 18 Punkte auf den eigenen Anlagen sammeln konnten.

„Etwas mehr hatten wir uns vor der Saison schon erhofft, nach den Abgängen im Winter sind wir aber letztendlich froh, den Klassenerhalt geschafft zu haben“, sagt SVV-Vorsitzender Ulli van Embden. „Ganz wichtig ist aber auch, dass unsere Zweitvertretung weiterhin in der Kreisliga B spielt, zu der ja auch die erste Mannschaft mit beigetragen hat“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben