Fußball

Der Tabellenführer SV Haldern verliert unglücklich

Lukas Zitter unterlag mit dem SV Haldern in Mussum.

Lukas Zitter unterlag mit dem SV Haldern in Mussum.

Foto: Konrad Flintrop / Funke Foto Services GmbH

Am Niederrhein.  SV Haldern hat beim A-Liga-Match in Mussum mit 2:3 das Nachsehen. Am Sonntag erwartet Fortuna Millingen den SV Spellen zum Verfolgerduell.

In einer vorgezogenen Partie hat Tabellenführer SV Haldern sein Spiel beim Aufstiegsaspiranten TuB Mussum mit 2:3 (1:2) verloren. Dabei kamen die Gäste bei bescheidenen Witterungsverhältnissen besser ins Spiel und hatten nach gerade mal 45 Sekunden auch direkt die erste große Möglichkeit durch Matthias Bauhaus.

In der neunten Minute machte es Karl Isling dann besser, als er sich auf der rechten Seite durchsetzte und zum 1:0 für die Lindendörfler einschob. Aber die Freude der Rot-Weißen sollte nicht lange anhalten, denn im direkten Gegenzug traf Niklas Boland zum Ausgleich für die Hausherren.

Doch die Gäste ließen sich vom schnellen Ausgleichstreffer nicht beirren und hatten durch Kapitän Christopher Kipp die nächste gute Chance, aber sein Kopfball verfehlte das Tor. Dieses traf dann aber Lukas Meurs nach 26 Minuten. Der Mittelfeldspieler verwandelte einen Freistoß aus 30 Metern direkt. Nur wenige Minuten nach dem erneuten Führungstreffer gab es Aufregung. Nach Foul an Kipp hätte es Strafstoß für die Gäste geben müssen, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

In der Folge kamen die Mussumer besser ins Spiel und hätten noch vor dem Halbzeitpfiff ausgleichen können, doch Torwart Nico Hakvoort und der Pfosten verhinderten das 2:2. „Wir sind gut in die Partie gekommen und auch verdient in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich hat sich das Spiel ausgeglichener gestaltet, dennoch denke ich, dass die Pausenführung verdient war“, analysierte Christian Böing, Trainer des SV Haldern.

Im zweiten Abschnitt rissen die Hausherren das Spiel immer mehr an sich, konnten sich allerdings keine wirkliche Torchance herausspielen. Aber auch die Lindendörfler kamen zu keinen weiteren Möglichkeiten, da sie ihre Kontersituationen nicht zwingend genug ausspielten.

Dann kritisierten die Gäste erneut den Referee. Erst verhinderte der Mussumer Abwehrspieler eine große Tormöglichkeit der Halderner mit einem absichtlichen Handspiel, wofür der Unparteiische nur die gelbe Karte zeigte (61.), dann entschied der Schiedsrichter nach vermeintlichem Handspiel von Stefan Hebing auf Freistoß für die Hausherren, den Nick Rottstegge sehenswert zum 2:2 verwandelte (66.). „Das waren zwei spielentscheidende Situationen, die der Schiedsrichter nicht zu unseren Gunsten ausgelegt hat“, bedauerte der Halderner Coach.

Als die Zuschauer sich bereits mit dem 2:2 abgefunden hatten, erzielte Rottstegge den umjubelten Siegtreffer für die Mussumer (87.). Zwar hatte Alexander Ruyter noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Versuch ging knapp am Tor vorbei (90.).

„Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Sie hat alles reingehauen und ich denke, ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen. Das war einfach eine unnötige Niederlage“, sah Böing ein Spiel auf Augenhöhe.


Fortuna Millingen –
SV Spellen (So. 15 Uhr)

Zum Spitzenspiel der Kreisliga A kommt es am Sonntagmittag am Bruchweg in Millingen. Dann trifft die Fortuna im Verfolgerduell auf den SV Spellen. Mit einem Sieg könnte die Mannschaft von Trainer Rolf Sent am direkten Konkurrenten vorbeiziehen.

„Es ist schön, dass wir immer noch oben mit dabei sind. Ich denke, dass Spellen zu den absoluten Aufstiegsfavoriten gehört, weswegen es ein sehr, sehr schweres Spiel für uns wird. Zudem können sie auch noch Tabellenführer werden“, weiß Sent um die schwere der Aufgabe. Nichtsdestotrotz geht der Millinger Übungsleiter das Match gegen den Tabellenzweiten forsch an: „Wir spielen zu Hause und wollen die Partie natürlich für uns entscheiden. Es ist unser Ziel, dass wir uns weiter im oberen Tabellenviertel festsetzen. Deshalb ist es wichtig, dass wir unser Spiel durchziehen und Spellen sich nach uns richten muss.“


Westfalia Anholt –
SV Rees (So. 15 Uhr)

Ein Lokalderby erwartet die Zuschauer am Sonntag in Anholt. Dann trifft die heimische Westfalia auf den SV Rees. Während die Schwarz-Weißen zuletzt zwei Niederlagen kassierten, demonstrierten die Reeser beim 5:1 gegen TuB Mussum ihr Können. „Die Anholter haben schon gezeigt, was sie können. Das ist ebenso wie wir eine spielstarke Truppe, weshalb ich ein ausgeglichenes Match erwarte“, erklärt Tim Beenen, Trainer des SV Rees. „Ich hoffe, dass wir an das letzte Spiel anknüpfen können von der Leistung und von der Bereitschaft her. Wenn wir das hinbekommen, dann glaube ich, dass wir auch das Match erfolgreich bestreiten können.“

Währenddessen wünscht sich Anholts Trainer Thomas Driever, dass seine Mannschaft zu alter Form zurückfindet: „Die Jungs wollen, das merkt man. Wir haben in den letzten Wochen auch sehr gut trainiert. Viele hatten zuletzt nicht ihre beste Form, aber das macht ja auch keiner mit Absicht.“ Zumal die Westfalia wieder auf einige Akteure zurückgreifen kann, die zuletzt angeschlagen waren. „Es wird wieder angenehmer bei uns. Eigentlich können wir beinahe aus dem Vollen schöpfen“, freut sich der Anholter Coach.

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