Fußball

Der SV Vrasselt zeigt gegen Klosterhardt zwei Gesichter

Nick Konopatzki vom SV Vrasselt im Zweikampf mit Kevin Ritter, Arminia Klosterhardt.

Nick Konopatzki vom SV Vrasselt im Zweikampf mit Kevin Ritter, Arminia Klosterhardt.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Vrasselt.  Der SV Vrasselt erreicht gegen die Gäste aus Oberhausen ein 2:2-Remis. Eine Turbulente Schlussphase beschert den Gastgebern einen Punkt.

In den letzten Spielminuten überschlugen sich die Ereignisse beim Bezirksligaspiel zwischen dem SV Vrasselt und Arminia Klosterhardt II. Benjamin van Niersen krönte die Vrasselter Schlussoffensive mit dem umjubelten 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit, Luca Pollmann hielt den Punkt im Anschluss mit einer tollen Parade fest und vorne vergaben die Hausherren sogar noch die große Chance auf einen Sieg. „Wenn du nicht gut spielst, und das haben wir heute nicht, dann ist das Ergebnis auf jeden Fall in Ordnung“, konnte Vrasselts Trainer Sascha Brouwer unter dem Strich mit dem Punkt leben.

Hausherren mit schwacher ersten Hälfte

In der ersten Halbzeit erwarteten die Hausherren die Gäste aus Oberhausen zunächst an der Mittellinie, versuchten dann schnell umzuschalten, das gelang aber nur sehr selten. Meist war, nach Unkonzentriertheiten und Fehlpässen, weit vor dem gegnerischen Gehäuse Endstation. So blieben klare Torchancen die Ausnahme. In der siebten Minute strich ein Schuss von Murat Dogu nur knapp über das Tor, ein Abschluss von Jens Wunder (18.) ebenfalls.

Die Gäste hatten qualitativ die besseren Chancen. Nach einer Viertelstunde landete der Ball das erste Mal im Netz, Klosterhardts Mastrangelo stand bei seinem Abschluss aber im Abseits, so blieb es beim 0:0. Wenig später war Luca Pollmann im Tor der Vrasselter zu Stelle und verhinderte mit einer tollen Parade den Rückstand, eine Führung der Gäste wäre inzwischen nicht unverdient gewesen.

Das Beste aus Vrasselter Sicht nach den ersten 45 Minuten: Der 0:0-Halbzeitstand. „Wir sind gar nicht in das Spiel reingekommen, haben extrem viele Fehler gemacht und auch zu spät zugepackt“, sah Vrasselts Coach Sascha Brouwer im ersten Durchgang einige Baustellen und noch eine Menge Steigerungspotenzial.

Steigerung in Halbzeit zwei

Sein Team kam dann aber deutlich besser aus der Kabine, kassierte in einer guten Phase nach einem Blackout in der Vrasselter Innenverteidigung jedoch das 0:1. Nach einem langen Ball fiel das Spielgerät Elio Mastrangelo vor die Füße und der Stürmer schob ohne Probleme ein.

Doch der SVV zeigte sich wenig beeindruckt, verpasste nach einem Schuss von Nick Konopatzki aus spitzem Winkel zunächst noch den Ausgleich. Joel Manoch hatte kurz darauf mehr Glück, zog auf der linken Seite in den Strafraum und sein abgefälschter Schuss landete zum 1:1 im Netz.

Nach rund einer Stunde Spielzeit hätte Gästekicker Dominik Berger nach einem Foul an Murat Dogu eigentlich die Ampelkarte sehen müssen, Schiedsrichter Ayhan Ünal beließ es aber bei einer allerletzten Ermahnung. Den fälligen Freistoß setzte der eingewechselte Marco Buscher um Zentimeter neben das Tor.

Schlussoffensive wird mit dem Ausgleich belohnt

Nur zwei Minuten später gelang Mastrangelo nach einer Ecke mit seinem zweiten Treffer die erneute Führung und die Hausherren benötigten eine Weile, um sich zu sortieren. Ab der 80. erhöhten die Blau-Weißen noch einmal den Druck und näherten sich dem Ziel langsam an.

Bis Rainer Offergeld in der Nachspielzeit, nach einigem Hin und Her im Gästestrafraum, den Ball final vor das Tor brachte und Benjamin van Niersen aus dem Getümmel zum 2:2. traf. Kurz darauf verhinderte Pollmann mit einer Glanztat den erneuten Rückstand, im direkten Gegenzug verpasste der inzwischen eingewechselte Niklas König nach einem sehenswerten Konter die große Chance auf einen Dreier.

„Für die Moral war es natürlich wichtig und gut. Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen sind okay, wichtig ist, das wir dran bleiben“, so Brouwer, der nach Siegen der Konkurrenz mit seiner Elf trotzdem auf den Relegationsrang abrutschte.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben