Fußball

Der RSV Praest rettet den Sieg gegen Bocholt ins Ziel

Marius Storm erzielte die beiden Praester Treffer in der zweiten Hälfte.

Marius Storm erzielte die beiden Praester Treffer in der zweiten Hälfte.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm / Funke Foto Services GmbH

Praest.  Die Schwarz-Gelben können mit einem 3:2-Erfolg die drei Punkte einsacken und verbessern sich in der Bezirksliga auf den achten Platz.

Dass der SC 26 Bocholt in dieser Saison stets für einige Gegentore gut ist, bewiesen die Gäste auch gestern beim Spiel in Praest. Dreimal traf der RSV und erzielte letztendlich einen 3:2 (1:1)-Erfolg. „Unter dem Strich ist der Sieg sicherlich verdient, wir haben uns aber das Leben selbst schwer gemacht“, meinte der Praester Coach Roland Kock nach dem positiven Spielausgang, mit dem sich sein Team in der Bezirksliga auf den achten Platz verbesserte.

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste. Jupp Tenhagen, der ehemalige Nationalspieler ist dem Sportclub seit vielen Jahren verbunden, hatte gerade die Praester Anlage betreten, da sah er auch schon die Führung der Bocholter Mannschaft. Bayar Shabab traf für das Team von Spielertrainer Sebastian Eul sehenswert mit einem unhaltbaren 16 Meter-Schuss in den Winkel (23.).

Nur zwei Minuten später hätte der Angreifer fast auf 2:0 erhöht, aus fast identischer Position zog Shabab erneut ab, doch diesmal reagierte RSV-Keeper Dennis Döring glänzend und bewahrte seine Elf vor einem größeren Rückstand. Trainer Roland Kock hatte diesmal in der Abwehr auf eine Dreierkette gesetzt, die aber gelegentlich durch Calvin Stein erweitert wurde.

Der erste Torschuss sitzt

Gleich mit dem ersten Torschuss durften dann auch die Praester jubeln. Rene Groes drosch nach einer guten halben Stunde das Leder aus 18 Metern zum 1:1 ins Tor. Wenig später hätte Maveric Hülsmann, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, fast die Praester Führung erzielt, doch nach einer Flanke von Groes ging sein Schuss knapp links am Gehäuse vorbei (34.).

Nach der Pause war an fast allen gefährlichen RSV-Aktionen Marius Storm beteiligt. Zunächst verzog er in der 47. Minute aus aussichtsreicher Position, dann aber setzte er sich nach einer Hülsmann-Flanke trotz Längennachteil gegen die Bocholter Abwehr durch und sein Kopfball senkte sich über den Keeper zum 2:1 ins Netz (55.).

Anschließend sorgte Storm aber auch auf der anderen Seite für einen kurzen Schreckmoment, als ein Querschläger des Praesters über das eigene Gehäuse ging (59.). Im Gegenzug verpasste Storm bei einer weiteren guten Gelegenheit das 3:1. Das sollte der 21-Jährige dann aber in der 81. Minute nachholen, als er von Mike Wezendonk geschickt wurde und mit einem strammen Schuss vollendete. Dabei hatten die Praester allerdings Glück, denn Storm hatte im Abseits gestanden.

Nachlässigkeiten in der Schlussphase

Damit war das Spiel allerdings noch nicht endgültig entschieden, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit verkürzte Ali Abdallah auf 2:3. Und fast hätte Joshua Müller sogar noch für lange Gesichter beim RSV gesorgt, sein Schuss strich aber knapp am Gehäuse vorbei (90.+5). „Du darfst einen Gegner nicht noch einmal so zurück ins Spiel holen“, ärgerte sich Kock über die Nachlässigkeiten in der Schlussphase.

Mit weiterhin nur sechs Punkten ist der SC 26 auf den 16. Platz abgerutscht. „Wenn wir so weiterspielen steigen wir ab“, meinte Jupp Tenhagen nach der erneuten Pleite des Teams vom Kaisergarten.

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