Fußball

Das Spielglück fehlt diesmal den vier A-Ligisten

Oliver Paus verlor mit Westfalia Anholt das Topspiel gegen Spellen.

Oliver Paus verlor mit Westfalia Anholt das Topspiel gegen Spellen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Am Niederrhein.  Westfalia Anholt, SV Haldern, Fortuna Millingen und der SV Rees müssen am zehnten Spieltag in der Kreisliga A allesamt Niederlagen hinnehmen.

Eine knappe 1:2-Niederlage kassierte Westfalia Anholt im Spitzenspiel gegen den neuen Tabellenführer SV Spellen. Dabei kamen die Hausherren besser in die Partie und konnten sich auch Chancen erspielen, doch nach zehn Minuten steigerten sich die Gäste und gingen durch Niklas Hofmeister nach 37 Minuten in Front. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. „Wir sind wirklich gut ins Spiel gekommen, haben es dann aber zu leichtfertig aus der Hand gegeben“, so Westfalia-Coach Thomas Driever.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Spellener drei hochkarätige Tormöglichkeiten, die sie aber nicht nutzen konnten, so dass die Anholter doch etwas überraschend durch Tim Schwung zum Ausgleich kamen (49.). Zwölf Minuten vor dem Ende erzielte Marco Launag dann den Siegtreffer für den neuen Tabellenführer.

„Spellen hatte das Spielglück auf seiner Seite. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Ein Unentschieden wäre nach den 90 Minuten gerechter gewesen, aber wie schon im Topspiel gegen Haldern hat uns am Ende das Quäntchen Glück gefehlt. Deshalb sind wir auch nicht Erster oder Zweiter, sondern Dritter“, erklärte der Anholter Übungsleiter.


BW Wertherbruch –
SV Haldern 2:1 (1:1)

Ein Déjà-vu gab es für die Lindendörfler gegen Wertherbruch. Wie schon zweimal in der vergangenen Saison standen die Rot-Weißen am Ende mit leeren Händen da. Durch die bittere Pleite müssen die Lindendörfler auch die Spitzenposition in der Kreisliga A abgeben.

„Wir hatten bestimmt 85 Prozent Ballbesitz, 90 Prozent des Spiels hat sich in der Wertherbrucher Hälfte abgespielt, wir haben uns auch einige Chancen erarbeitet, nur diese leider nicht gemacht“, bedauerte der Halderner Trainer Christian Böing, dass seine Mannschaft kein Kapital aus der drückenden Überlegenheit schlagen konnte.

Wie man maximal effektiv agiert, zeigten die Gastgeber, die auf dem heimischen Ascheplatz zweimal nach Freistößen mit Kopfbällen erfolgreich waren (11. 75.). „Da stellen wir uns einfach nicht gut an“, bemängelte Böing. Symptomatisch für das Halderner Spiel fiel der Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch einen Strafstoß. Nachdem Christopher Kipp gefoult worden war, trat der Kapitän auch selbst an und verwandelte zum 1:1 (45.).


Fortuna Millingen –
GSV Suderwick 1:2 (1:2)

Eine Heimniederlage musste Millingen gegen den Aufsteiger GSV Suderwick hinnehmen. Alle drei Tore fielen im ersten Durchgang. Jan Schöttler brachte seine Farben nach 20 Minuten in Führung, doch die Suderwicker konnten das Spiel noch vor dem Pausenpfiff durch Marlon Hommers und Niklas Wöhle drehen (33./42.). „Wir hätten bereits früh mit zwei, drei Treffern führen können, haben das Tor allerdings nicht getroffen. Anschließend kam Suderwick besser ins Spiel und hat sich die Führung zur Halbzeit dann auch verdient“, bilanzierte Rolf Sent, Trainer von Fortuna Millingen.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Hausherren zahlreiche Tormöglichkeiten, doch der Ball wollte einfach nicht ins Suderwicker Gehäuse. „Wir haben uns nach der Halbzeitpause wieder viele Chancen rausgespielt, doch wir hätten wahrscheinlich noch drei Tage spielen können und hätten die Kiste nicht getroffen. Suderwick hat das sehr clever gemacht, weshalb der Sieg auch nicht unverdient ist“, so der Millinger Übungsleiter.


SV Ringenberg –
SV Rees 2:0 (1:0)

Auf einer schwer zu bespielenden Asche mussten sich die Mannen von Trainer Tim Beenen dem SV Ringenberg mit 0:2 geschlagen geben. „Beide Mannschaften haben versucht, Fußball zu spielen, doch es war einfach nicht möglich bei den Bedingungen. Es war einfach kein schönes Spiel und der Gegner hat es auch gut gemacht“, konstatierte Beenen.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Philipp Klemme den Aufsteiger mit 1:0 in Führung (50.). Kurz darauf hatten die Gäste die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch Meriton Arifi scheiterte mit einem berechtigten Foulelfmeter (64.). Javier Lopez Gamez machte es auf der anderen Seite besser, als er einen von Jens Grütter verursachten Handelfmeter souverän zum 2:0-Endstand verwandelte (79.). „Wenn man in Ringenberg hinten liegt, ist es sehr schwer, dort zu punkten. Wir hatten zwar noch durch den Elfmeter die Möglichkeit was mitzunehmen, doch im Endeffekt geht das Ergebnis in Ordnung“, erklärte Beenen.

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