Tennis

Damen 40 des TC RW Emmerich brillieren gegen Klassenprimus

Christina Welmans gewann mit den Damen 40 des TC RW das Spitzenspiel in der 1. Verbandsliga.

Christina Welmans gewann mit den Damen 40 des TC RW das Spitzenspiel in der 1. Verbandsliga.

Foto: Foto: Christian Creon / FFS

Emmerich.  Gegen den Odenkirchener TC gewinnt das Rotweiss-Team von Mannschaftsführerin Katja Meenen mit 9:0. Emmericher Damen 55 verlieren in Lohausen.

Die Atmosphäre war eine ganz besondere, als das Damen-40-Team des TC RW Emmerich gegen den Odenkirchener TC antrat. Kapitänin Katja Meenen hatte im Vorfeld von einem „Showdown“ zwischen dem Klassenprimus und dem ersten Verfolger gesprochen. Auf heimischer Anlage hatten sich bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Zuschauer eingefunden, um das Aufgebot in der 2. Verbandsliga zu unterstützen. „Wir sind unglaublich glücklich. Wenn man gegen den Ersten mit 9:0 gewinnt, ist das ein ganz deutliches Ausrufezeichen“, sagt Meenen. Nun nämlich sind die Emmericherinnen Tabellenführer.

Schon die erste Runde der Einzelpartien verlief nach Maß. An zweiter Stelle siegte Ilka Böhning gewohnt souverän mit 6:4, 6:0. Christina Welmans hatte mit 6:4, 3:6, 10:8 im Match-Tiebreak das bessere Ende für sich. Elisabeth Schneider siegte gegen die Ex-Emmericherin Petra Knoben ebenfalls erst nach drei Sätzen: 3:6, 6:1, 10:5. „Es war kaum damit zu rechnen, dass wir schon so früh deutlich führten“, sagt Meenen.

Spitzenspielerin dreht das Match

Spitzenspielerin Isabelle Heusinkveld aber startete schwach in ihre Partie. Ungewohnt nervös präsentierte sie sich auf dem Center Court. Es war nicht so, dass ihre Kontrahentin Claudia Schiffers dominierte, vielmehr profitierte sie von einer Vielzahl an Fehlern der Niederländerin. Nach einem 1:6-Satzverlust bat sie daher Vereinstrainer Marco Oversteegen auf ihre Coaching-Bank. Der 53-jährige Landsmann riet ihr, sich auf das ihr anvertraute Spiel zu konzentrieren: mit Mut nach vorne. Heusinkveld setzte die Ratschläge um und kämpfte sich mit ihrer überragenden Rückhand-Slice zurück ins Match. Den zweiten Durchgang gewann sie mit 7:5, im Match-Tiebreak überlag sie hochverdient mit 10:4. Katja Meenen selbst behielt mit 6:4, 6:3 die Oberhand, Anja Bongers mit 6:2, 6:3.

„Zufriedener hätten wir nicht sein können. Gerne hätten wir dann noch die Doppel ausgespielt, doch unsere Gegnerinnen wollten nicht mehr“, sagt Meenen. Diese schenkten die Damen aus Odenkirchen hab, so gewannen die Gastgeber mit 9:0.

„Das war eine tolle Mannschaftsleistung. Wer gleich drei Partien im dritten Satz gewinnt, zeigt Mentalität. Und dass Isabelle Heusinkveld eine großartige Tennisspielerin ist, weiß jeder. Nach dem ersten Durchgang hat sie es dann allen nochmals bewiesen“, sagt Trainer Marco Oversteegen.

Personelle Probleme

Die Damen 55 mussten dahingegen beim Lohausener SV eine bittere Niederlage einstecken. Personell ging das Team von Mannschaftsführerin Monika Verweyen-Zdebel äußerst gebeutelt an den Start in der 1. Verbandsliga. Doortje Leupens fiel mit Grippe aus, Beate Thomassen und Vera Balkmann stellten sich angeschlagen auf den Platz. An erster Stelle hatte Verweyen-Zdebel mit 3:6, 3:6 das Nachsehen.

Thomassen musste ob ihrer Krankheit beim Stand von 3:3-Remis im ersten Satz aufgeben. Petra Mies gewann dahingegen mit 6:4, 6:2. Ihr tat es Marlies Olbrich mit 7:6, 6:2 gleich. Deutlich verloren Balkmann und Rita van Niersen, die jeweils mit 1:6, 4:6 unterlagen. So stand es 2:4 aus Emmericher Sicht nach den Einzeln.

Am Ende eine 3:6-Niederlage

Die Partie zu drehen vermochten die Rotweissen jedoch nicht mehr. Im ersten Doppel verloren Balkmann/Verweyen-Zdebel mit 6:7, 4:6. Birga Lischke-Pooth und van Niersen hatten mit 2:6, 1:6 das Nachsehen. Nach einer umkämpften Begegnung konnte immerhin das Duo Mies und Olbrich noch einen Punkterfolg feiern. Sie siegten im Match-Tiebreak mit 4:6, 6:2, 10:8. So stand final eine 3:6-Niederlage zu Buche. „Es war ein enges Medenspiel, das äußerst lang gedauert hat. Aufgrund unserer Personalknappheit und dem fehlenden Glück war die Niederlage durchaus folgerichtig“, sagt Verweyen-Zdebel.

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