Fußball

Biemenhorster Trainer erinnert sich an Zeit beim SV Vrasselt

Jürgen Stratmann zu Beginn seiner Trainertätigkeit im Frühjahr 2005.

Jürgen Stratmann zu Beginn seiner Trainertätigkeit im Frühjahr 2005.

Foto: Johannes Kruck / NRZ

Vrasselt.  In der Bezirksliga spielt der SV Vrasselt beim SV Biemenhorst, dessen Trainer Jürgen Stratmann sich an seine Zeit in Vrasselt erinnert.

Der SV Vrasselt ist seit vergangener Woche auch rein rechnerisch gerettet. Der SV Biemenhorst hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga schon seit einigen Wochen in der Tasche. Am morgigen Sonntag treffen die beiden Teams dann am vorletzten Spieltag der Bezirksliga aufeinander. Anstoß in Biemenhorst ist um 15.15 Uhr.

Punkt gegen Kleve II reicht

„Wichtig ist, dass wir jetzt den letzten fehlenden Punkt auch noch geholt haben und jetzt alles in trockenen Tüchern ist“, hatte SVV-Coach Sascha Brouwer direkt nach dem 1:1-Remis gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kleve in der Vorwoche gesagt.

Bewusste Entscheidung des Halderners

Brouwers Pendant aufseiten des SV Biemenhorst, Jürgen Stratmann, hat übrigens seine Trainerlaufbahn ebenfalls beim SV Vrasselt begonnen. Es ist die Saison 2003/04. Stratmann wird unter Chefcoach Freddy Kastein Co-Trainer im Stadion Dreikönige. „Es war eine ganz bewusste Entscheidung von mir, meine Spielerkarriere zu beenden. Ich wollte in den Trainerbereich reinschnuppern“, erinnert sich Stratmann, der in der Saison zuvor noch als Feldspieler bei seinem Heimatverein SV Haldern aktiv ist.

Starke Mannschaft in der Landesliga

Die Landesliga-Mannschaft des SVV ist damals gespickt mit einigen hochkarätigen Amateurkickern. Stratmann, zu dieser Zeit 31 Jahre alt und somit noch im besten Fußballalter, will eigentlich nicht selbst spielen, muss aber zwei- oder dreimal einspringen, als es personell knapp wird.

Freddy Kastein ist der Mentor

Doch dann geschieht das Unvorgesehene. Am Ende der Hinrunde muss Kastein, den der heutige Biemenhorster Coach als seinen Mentor bezeichnet, seinen Trainerposten quittieren. Wegen Problemen mit der Hüfte kann Kastein nicht mehr seinen Aufgaben am Stadion Dreikönige nachgehen.

Roland Kock gehört zum Aufgebot

Plötzlich steht Stratmann in der Verantwortung. Mit Roland Kock, der als Akteur zum Vrasselter Aufgebot gehört, stellt er in den letzten Spielen der Hinrunde die Mannschaft auf.

In der Winterpause reagieren die Verantwortlichen. Dem jungen Co-Trainer wird ein erfahrener Haudegen zur Seite gestellt. Zum 1. Januar 2004 wird Dieter „Opa“ van Fürden neuer Trainer der 1. Mannschaft des SV Vrasselt. Am Ende der Saison hat der Interimscoach sein Ziel erreicht, der SVV wird auch in der kommenden Saison Landesliga-Fußball spielen. Zur Saison 2004/05 verpflichten die Vrasselter dann Jürgen Klatt als neuen Cheftrainer. Stratmann bleibt weiter als Co-Trainer an Bord.

Fortuna Elten ist frisch in die Bezirksliga aufgestiegen

Doch im Herbst überschlagen sich dann die Ereignisse. Nicht in Vrasselt, sondern bei Fortuna Elten. Der Verein aus dem Silberdorf ist frisch in die Bezirksliga aufgestiegen. Das Spielertrainer-Duo Frank Reichelt und Peter Meyer teilt dem Vorstand um den Teamverantwortlichen Jürgen Wennekers mit, dass sie zurücktreten werden.

Kontakt ist nie abgerissen

Die Fortuna ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter und wird in Vrasselt fündig. Jürgen Stratmann übernimmt in Elten seinen ersten Job als hauptverantwortlicher Coach. Nach seinem Einstieg in Elten coacht er anschließend elf Jahre seinen Heimatverein SV Haldern, den er von der C-Liga bis in die Bezirksliga führt. Dann wechselt er zum SV Biemenhorst.

Doch nach all den Jahren ist der Kontakt nach Vrasselt nie abgerissen. „Wenn ich mir mal in Vrasselt ein Spiel anschaue, freue ich mich immer, wenn es ein Wiedersehen mit Jupp Helmes, Botho Brouwer und vielen anderen gibt“, sagt Stratmann.

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