Fußball

Bei Nick Konopatzki platzt beim Vrasselter Coup der Knoten

Nick Konopatzki erzielte zwei Treffer beim überraschenden Erfolg des SV Vrasselt gegen Buchholz.

Nick Konopatzki erzielte zwei Treffer beim überraschenden Erfolg des SV Vrasselt gegen Buchholz.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Vrasselt.  In der Bezirksliga bezwingt der SVV Viktoria Buchholz mit 3:1 und bringt dem Tabellenführer damit die erste Niederlage in dieser Saison bei.

In der 77. Spielminute gab es in der Bezirksliga-Partie gegen Viktoria Buchholz auf der Bank des SV Vrasselt kein Halten mehr. Nach dem zweiten Treffer von Nick Konopatzki hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz und so feierte eine blau-weiße Jubeltraube auf dem heimischen Kunstrasenplatz ausgelassen das 3:0.

Zuvor bot die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Sascha Brouwer eine gute Leistung und sorgte mit dem verdienten 3:1-Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Favoriten für eine faustdicke Überraschung und gleichzeitig für drei wichtige Zähler im Abstiegskampf.

Trotz der eindeutigen Rollenverteilung versteckten sich die Hausherren keineswegs und hatten auch die erste gute Gelegenheit in der Partie, als Nick Konopatzki nach einem schönen Zuspiel in die Spitze nur durch ein Foul zu stoppen war. Nach acht Minuten hatte Joel Manoch auf der linken Seite viel Platz, sein Abschluss war dann aber zu überhastet. Von den Gästen war zu Beginn nicht viel zu sehen und nach zwölf Minuten sorgten erneut Manoch und Konopatzki für ordentlich Unruhe im Gästestrafraum.

Dogu erzielt den ersten Treffer

Wenig später belohnte sich die Brouwer-Elf für einen guten läuferischen Einsatz und eine couragierte Vorstellung mit der 1:0-Führung. Der Ball flog auf Höhe des Elfmeterpunktes vor das Gästetor, dort wartete Murat Dogu, fackelte nicht lange und platzierte die Kugel volley zur verdienten Führung im Toreck. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt, so ziemlich das genaue Gegenteil zu letzter Woche. Heute haben wir es gut gemacht, tief gestanden, damit konnten sie ihre schnellen Leute nicht ins Spiel bringen“, freute sich Brouwer auch über eine gute Defensivarbeit.

So überstanden die Blau-Weißen auch die stärkste Phase der Viktoria. Zunächst klärte Benjamin van Niersen (21.) mit einer Grätsche in höchster Not, kurz darauf verfehlte ein Schuss der Gäste das Ziel nur um wenige Zentimeter. Die Gastgeber konnten nun kaum mehr für Entlastung sorgen, gingen dennoch mit der Führung im Rücken in die Halbzeit.

Unmittelbar nach der Pause hätte Murat Dogu das 2:0 erzielen müssen, vergab bei seiner Direktabnahme nach einem Querschläger jedoch völlig frei vor dem leeren Tor. Brouwer: „Es war natürlich extrem wichtig, dass wir irgendwann mal das zweite Tor machen, wir hatten eigentlich vorher schon Situationen, haben den Ball aber immer direkt wieder abgegeben.“

Glück des Tüchtigen

So hatten die Hausherren eine Viertelstunde vor Schluss beim 2:0 das Glück des Tüchtigen. Der zuvor eingewechselte Gerrit Eul setzte die gegnerische Defensive unter Druck und der Ball gelangte zu Konopatzki, der im zweiten Anlauf, jedoch aus abseitsverdächtiger Position, einnetzte.

Nur zwei Minuten später sorgte Konopatzki mit seinem zweiten Tor, einem sehenswerten Heber aus halblinker Position, für die umjubelte Vorentscheidung. „Für Nick freut es mich besonders, er reißt sich seit Wochen den Arsch auf und hatte schon einige gute Möglichkeiten, wo er etwas unglücklich war. Es war wichtig, dass er einfach mal trifft“, freute sich Brouwer für den Matchwinner.

Mit dem Abpfiff erzielte Pascal Schmitt ohne Vrasselter Gegenwehr das 1:3. „Das ist natürlich unfassbar wichtig für uns der Dreier, jetzt ist man erst mal wieder ein Stück weg da unten“, freute sich Brouwer über das Erfolgserlebnis und die Punkte gleichermaßen.

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