Skaterhockey-Bundesliga

Wie die Torhüter-Maske von Ducks-Goalie Jakob Theis entstand

Ducks-Torhüter Jakob Theis mit seiner neuen Maske in Aktion. Der Goalie spielt seit dieser Saison für die Duisburg Ducks in der Bundesliga.

Ducks-Torhüter Jakob Theis mit seiner neuen Maske in Aktion. Der Goalie spielt seit dieser Saison für die Duisburg Ducks in der Bundesliga.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Jakob Theis kam aus Essen und spielt seit dieser Saison für die Duisburg Ducks. Er fühlt sich an der Mündelheimer Straße pudelwohl.

Duisburg. Vorne blickt eine grimmige Ente den Stürmern entgegen, rechts hinten schultert ein entschlossen aussehender Alfred Jodocus Kwak einen Torhüterschläger. Entenspuren überziehen den ganzen Helm und auf der linken Seite steht der lächelnde, von Herman van Veen geschaffene Enterich triumphierend über einem Bären, einem Adler und einem Rhinozeros. „Die Wappentiere unserer Kontrahenten aus Krefeld, Kaarst und Köln“, sagt Jakob Theis mit einem Lachen. Sie ist gelungen, die neue Torhütermaske des Goalies des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks. Jens Peifer, der ein Händchen für die Gestaltung dieser Masken hat, hat sich selbst übertroffen. „Ich freue mich riesig. Sie ist wirklich toll geworden“, sagt Theis.

Und diese Maske sagt auch einiges darüber aus, wie wohl sich Jakob Theis fühlt. Wie schon die Feldspieler Sebastian Schröder und nun auch Lennart Pakmor kam Theis von den Rockets Essen an die Mündelheimer Straße. Und wie in allen anderen Sportarten sind Duisburg und Essen wie Feuer und Wasser. Ein schwerer Wechsel? „Im Eishockey wäre mir das schwerer gefallen“, sagt Theis. „Ich bin als Jugendlicher wie verrückt zu den Moskitos gerannt“, berichtet er. Sein Vorbild stammt auch aus diesen Zeiten: Jochen Reimer, der von 2006 bis 2008 am Westbahnhof spielte, danach zu Einsätzen in der Nationalmannschaft kam und aktuell den Kasten des ERC Ingolstadt hütet.

Die dritte komplette Maske

Doch trotz des Duisburg-Essen-Gegensatzes sagt Theis: „Es war genau die richtige Entscheidung, hierher zu den Ducks zu kommen.“ Wie wohl er sich fühlt, zeigt eben diese Maske, die schließlich nicht ganz billig ist. „Das ist meine dritte komplette Maske“, berichtet der Torhüter.

Die Ideen zu den Motiven hat er geliefert und im Gespräch mit Peifer ausgearbeitet. Das einzige Motiv ohne Bezug zu den Enten ziert die linke hintere Seite: Das Logo des HC Rosenrot. „Das ist ein Team, das in der Düsseldorfer Inlinehockey-Hobbyliga spielt“, sagt Theis. „Die Jungs haben sich früher im Club Rosenrot getroffen. Daraus ist der Name entstanden. In der eislosen Zeit trägt die Liga, die vom früheren EVD-Spieler Udo Schmid organisiert wird, auf den abgetauten Flächen des Eisstadions an der Brehmstraße ihre Spiele aus. Heißt also: Von Hockey kann Jakob Theis nicht genug bekommen. „Ja, das stimmt“, sagt er lachend.

Familiär geführter Verein

Aber was genau schätzt er denn nun an den Ducks, dass er sich auf Anhieb in Duisburg heimisch gefühlt hat? „Der Club ist wirklich sehr familiär geführt. Hier gibt es einen tollen Zusammenhalt“, sagt der Goalie. „Schon beim ersten Probetraining kam Trainer Gordon Kindler zu uns, hat ausführlich mit uns darüber gesprochen, was er sich vorstellt. So etwas ist nicht selbstverständlich.“

Zudem setzen die Rockets auf die „Größen“ des Skaterhockeysports – und übersehen scheinbar die Qualität, die sie schon in ihren Reihen hatten: Sebastian Schröder, der sich ebenfalls sichtlich wohlfühlt, hat sich im Handumdrehen integriert, ist zu einem wertvollen Spieler geworden. Und wer ein wenig von Eis- beziehungsweise Skaterhockey versteht, weiß, wie wichtig ein Spieler ist, der keinen Zweikampf an der Bande scheut und deutlich öfter mit dem Ball aus ihm herauskommt – so wie Lennart Pakmor. „In Essen wurde offenbar Wert auf andere Dinge gelegt“, sagt der Stürmer. „Für mich war der Wechsel schon schwer. Aber nicht weil es nach Duisburg ging, sondern weil ich den Verein verlassen habe, bei dem ich mit dem Skaterhockey angefangen und bislang ausschließlich gespielt habe.“

Mit dem aktuellen Verlauf der Saison ist Jakob Theis zufrieden. „Wir wollen mit einer guten Platzierung in die Play-offs gehen, um einem starken Gegner aus dem Weg zu gehen. Und wenn man die erste Runde überstanden hat, ist alles möglich – und ich meine alles.“

Und sein persönliches Ziel? „Ich denke, dass ich stabil spiele. Ich will aber künftig öfter den Unterschied ausmachen.“

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