Fechten

Weniger Teilnehmer beim Turnier von Eintracht Duisburg

Niklas Reinold (links) von der Eintracht, hier im Gefecht mit dem Klever Jan Mallmann, belegte Platz neun in der Florettklasse U 17.

Niklas Reinold (links) von der Eintracht, hier im Gefecht mit dem Klever Jan Mallmann, belegte Platz neun in der Florettklasse U 17.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Veranstalter des Montan-Turniers mussten diesmal von Rheinhausen in die heimische Fechthalle umziehen. 2020 soll es wieder anders aussehen.

Das Motto war das bekannte. „Stahl trifft Feuer“ – mit diesem Untertitel war auch wieder die 41. Auflage des Montan-Turniers versehen, die die Fechtabteilung von Eintracht Duisburg am Pfingstwochenende veranstaltete. Die Örtlichkeit, an der sich die Sportler mit Florett und Degen trafen, war auch eine bekannte – nur eben nicht die, an der das Turnier seit 2012 ständig über die Bühne gegangen ist. Wenige Tage vor dem ersten Gefecht hatten die Verantwortlichen sich gegen die Halle an der Krefelder Straße in Rheinhausen entschieden und stattdessen ihre Gäste in der heimischen Fechthalle an der Margaretenstraße im Sportpark Wedau begrüßt.

Warum der Umzug über den Rhein notwendig geworden war? Michael Schrader, Pressesprecher der Eintracht-Fechter, sagt es klar: „Wir müssen in Rheinhausen mit mindestens 250 Teilnehmern kalkulieren können. Sonst rechnet sich das finanziell nicht mehr.“ Und eine solche Zahl ließ sich in diesem Jahr offenbar nicht erreichen. Dabei hatten die Organisatoren bis zuletzt gehofft, dass es noch klappen könnte, doch die kurzfristige Absage einer kompletten Delegation machte der Planung endgültig einen Strich durch die Rechnung.

Hinzu kam, dass auch die sonst stärker vertretenen Niederländer und Belgier diesmal geringere Kontingente über die Grenzen schickten. Ob dies nun an Unstimmigkeiten beim elektronischen Anmeldeprozess oder den gleichzeitig stattfindenden niederländischen Jugendmeisterschaften lag, ist ungewiss. „Es gab mehrere Faktoren, wir werden das analysieren“, so Michael Schrader.

216 Aktive nahmen teil

Umgekehrt bedeuteten weniger Teilnehmer für das Organisationsteam natürlich auch etwas weniger Stress. Die 225-Starter-Marke hätten die Eintrachtler dennoch gern geknackt; letztlich waren es dann exakt 216 Fechterinnen und Fechter, die in den Sportpark kamen. Darunter waren, worüber sich die Gastgeber auch sehr freuten, zahlreiche Aktive vom Nachbarverein Duisburger Fecht-Klub. Es reichte sogar für einen zwischenzeitlich eingeschobenen Mannschaftskampf der beiden hiesigen Vereine.

Das beste Duisburger Ergebnis ging freilich auf das Konto einer Eintrachtlerin. Annemarie Braun, derzeit eines der größten Talente auf Stadtebene in ihrer Sportart, holte sich mit dem Florett nicht nur den Sieg in ihrer Altersklasse U 14 – sie bezwang auch die Konkurrenz in der Klasse U 17. Erst vor kurzem war sie bei der Deutschen Meisterschaft Zweite mit dem Team des Rheinischen Fechterbundes geworden. Weitere gute Platzierungen gab es bei den Degen-Männern: Hier wurde Ralf Kerzmann von der Eintracht Dritter, während Peter Volk Platz fünf belegte.

Auch wenn sich die Eintrachtler in ihrer Heimathalle wohlfühlten und mit Unterstützung der Stadt wieder Werbung für das kulturelle Angebot Duisburgs machen konnten – im kommenden Jahr soll es auf jeden Fall wieder auf die linke Rheinseite gehen. „Ich gehe davon aus, dass es so sein wird“, sagt Michael Schrader.

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