Rollhockey

Walsumer wollen am Samstag gleich mehrfach feiern können

Im November siegten Miquel Vila (links) und die RESG nach Penaltys gegen den TuS Nord. Diesmal sollen alle drei Punkte her.

Im November siegten Miquel Vila (links) und die RESG nach Penaltys gegen den TuS Nord. Diesmal sollen alle drei Punkte her.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Beide Bundesligateams aus dem Duisburger Norden sind in heimischer halle gefordert. Anschließend geht es gemeinsam noch zur Karnevalsparty.

Feiern werden sie am Samstagabend auf jeden Fall. Grundsätzlich wollen sich die Spielerinnen und Spieler der RESG Walsum auch in den Stunden zuvor nicht die Stimmung verhageln lassen – und das haben sie selbst in der Hand. Bevor es nämlich gemeinsam zur Karnevals-Gaudi der KG Rot-Weiß Walsum geht, steht noch der Ernst des Lebens für die beiden Teams der Roten Teufel in der Rollhockey-Bundesliga auf dem Programm. Die RESG-Männer treffen um 13 Uhr im Wiederholungsspiel auf den TuS Düsseldorf-Nord, die Frauen sind um 15.30 Uhr gegen den SC Moskitos Wuppertal gefordert.

Thomas Drotboom, der mit Markus Lusina das Trainerteam der Frauen bildet, ist selbst Karnevalist und hat seine Spielerinnen für Samstagabend eingeladen. „Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, damit es etwas zu feiern gibt“, versichert er vor dem Duell mit dem Tabellennachbarn aus Wuppertal. „Die Art und Weise, wie wir dort verloren haben, steckt allen noch in den Köpfen“, sagt er mit Blick auf das 4:9 im Hinspiel. Anna Romero und Lara Hämmerle sind wieder dabei, auch Anna Kaub sollte wieder fit sein. Lediglich Charlotte van Putten fehlt aus privaten Gründen.

Das Männerteam empfängt zum zweiten Mal in dieser Saison den rheinischen Rivalen aus Unterrath in der Halle Beckersloh. Beim ersten Versuch im November gab es ein 6:5 nach Penaltyschießen, doch dieses Spiel wurde nach einem Protest des TuS Nord annulliert. Die RESG hatte durch einen Fehler des Schiedsrichtergespanns nach einer Strafzeit zu früh wieder den vierten Feldspieler aufs Parkett geschickt.

Wahlen kann den Protest inzwischen nachvollziehen

Auch Torhüter und Kapitän Tobias Wahlen war seinerzeit frustriert, sagt aber inzwischen: „Ich kann das schon nachvollziehen, dass Düsseldorf Protest eingelegt hat.“ Das von Ex-RESG-Kapitän Robbie van Dooren trainierte Team braucht wie die Walsumer jeden Zähler im Kampf um die diesmal ja nur vier Play-off-Plätze. „Und sie wollen sich von einem Punkt auf drei steigern“, weiß Tobi Wahlen. Umgekehrt kann aber auch seine Mannschaft die ursprüngliche Ausbeute von zwei Punkten durch den Sieg nach Penaltys auf drei durch einen nach regulärer Spielzeit verbessern. Dann hätte der derzeitige Tabellenzweite sogar noch die Chance, vor dem momentanen Spitzenreiter Germania Herringen in die Play-offs zu gehen.

„Es wird auf jeden Fall ein richtig heißes Derby werden“, glaubt Wahlen, der nach einer Einsatzpause zu Beginn des Jahres inzwischen wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit steht. Kurios: Auf der Gegenseite wird er aller Voraussicht nach dem Ex-Walsumer Jan Kutscha begegnen, der unter Wahlen in seiner Funktion als Trainer der deutschen A-Nationalmannschaft dort die Nummer 1 ist. Mit seinem Vertreter Luca Brandt, Bruder von RESG-Zweitgoalie Leon Brandt, hat der TuS einen weiteren Garanten für die aktuell stärkste Defensive der Liga in der Hinterhand.

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