Bezirksliga

Waldburg lässt Mündelheim in der Nachspielzeit jubeln

Die TuS Mündelheim (weiße Trikots) siegte in Hamminkeln.

Die TuS Mündelheim (weiße Trikots) siegte in Hamminkeln.

Foto: Gerd Hermann

Duisburg.   Die TuS Mündelheim siegt in Hamminkeln 1:0. Viktoria Buchholz und der VfB Homberg II gewinnen die Duisburger Derbys. Löwen schlagen Lirich.

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Vier Siege holten Duisburgs Fußball-Bezirksligisten am sechsten Spieltag in der Gruppe 4. Meiderich 06/95 und der DJK Vierlinden mussten sich hingegen erneut geschlagen geben und zogen in den Derbys gegen den VfB Homberg II und bei Viktoria Buchholz jeweils den kürzeren.

Hamminkelner SV – TuS Mündelheim 0:1 (0:0): Auf der längeren Rückfahrt in den Duisburger Süden begleitete Ralf Gemmer ein breites Grinsen. Für dieses hatte Jonas Waldburg gesorgt, der in der Nachspielzeit nach einer Ecke das 1:0 markierte. Den ersten Punktverlusten vor einer Woche ließ die TuS gleich wieder einen Sieg folgen.

„Eigentlich hatten beide Seiten das 0:0 schon unterschrieben, aber man muss das Glück auch mal auf seiner Seite haben“, freute sich der Coach über den Erfolg beim HSV, „der eine robuste Spielweise hat, die Räume gut zumachte und uns einiges abverlangt hat.“ Zumal Alfred Appiah und Jannik Winter zuvor je zwei gute Chancen hatten liegen lassen, war der letztlich glückliche Ausgang für Gemmer aber auch nicht unverdient.

Meiderich 06/95 – VfB Homberg II 1:2 (0:1): Die Homberger marschieren weiter durch die Liga. Und die ebenfalls weiter anhaltende Personalnot tut dem Aufsteiger in einer Hinsicht auch gut. Mit einem 25-Meter-Freistoß in den Giebel und einem Kopfball besorgte erneut Thomas Schlieter – der eigentlich nur als Standby-Spieler bei Personalnot aushelfen wollte – mit seinem sechsten Saisontreffer den vierten VfB-Sieg in Folge.

„Viele Spieler waren nicht in Normalform“, sah Sunay Acar „die bislang schlechteste Leistung. Das war taktisch nicht gut“, meinte der Trainer. „Aber zwei Spieler waren in überragender Form.“ Damit spielte der Coach neben Schlieter auf Keeper Björn Kuhlmann an, der mehrfach die Punkte für den VfB festhielt und auch den Elfmeter von Dennis Freikamp parierte.

Meiderich ohne Glück

So reichte es für Meiderich zum dritten Mal in Folge nicht zu Zählbarem. „Es ist einfach wie verhext. Das Tor ist für uns zugenagelt“, sah Pierre Schmitz sowohl vor als auch nach dem 1:2-Anschluss von Sou Younoussa einige gute Chancen. „Der Ball springt von Innenpfosten wieder raus oder kullert knapp am Tor vorbei, nur rein will er nicht.“ So singt der 06-Coach erneut das alte Lied mit seinem jungen Team. „Die Jungs haben sich voll reingehängt und wir waren eindeutig das spielbestimmende Team. Aber wir machen einfach zu wenig Tore.“

Hamborn 07 – Arminia Lirich 3:1 (2:0): Was die Haare machen? „Die sind grau“, entgegnet Michael Pomp, nachdem die Hamborner es beim vierten Saisonsieg erneut spannend gemacht hatten. „Im Nachhinein ist es wieder ein Spiel gewesen, mit dem wir hart ins Gericht gehen müssen.“ Bis zur Pause sah der Coach noch eine „sehr stabile Defensive und eine völlig verdiente 2:0-Führung“ durch Ramazan Ünal und Emre Camdali.

„Dann kriegen wir durch einen Konter das 1:2 und schmieren danach wieder total ab“, machte Pomp erneut aufkommende Unsicherheit bei den Löwen aus. „Wir haben noch zweimal Glück, dass wir nicht das 2:2 kassieren und brauchen ein Eigentor, um in der 88. Minute endlich Ruhe zu haben.“

Viktoria Buchholz – DJK Vierlinden 3:1 (2:0): Nach dem guten Saisonauftakt kassierte die DJK im Süd-Nord-Derby schon die vierte Niederlage in Folge. Wieder musste sich Almir Duric „darüber ärgern, dass wir uns durch dumme Fehler um den Lohn bringen. Wir haben alles reingeworfen.“ Nach dem 2:3 gegen Hamborn 07 war für den Trainer auch im zweiten Spiel gegen einen Landesligaabsteiger mehr möglich als der 1:2-Anschluss durch Matthias Plückelmann. „Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Elvir Civic in der vierten Minute ins Tor statt den Pfosten getroffen hätte.“

Beide Torschützen verletzt

Maik Sauer ist „der festen Überzeugung, dass wir das Spiel dann auch noch für uns entschieden hätten“. Der Trainer sah einen „hochverdienten Sieg“ seiner Viktoria durch Treffer von Marcel Bockting, Tim Ramroth und Steven Tonski. Der hätte zwar noch „ein, zwei Tore höher“ ausfallen können, mehr aber freute sich Sauer über eine stabilere Defensive. „Das war auf jeden Fall ein Steigerung. Mit dem Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft war ich über weite Strecken zufrieden.“ Erneut bezahlte Buchholz den Sieg teuer. Die Torschützen Bockting und Ramroth mussten beide mit lädiertem Knöchel raus.

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