Fußball-Regionalliga

VfB Homberg verliert mit 0:4 – RWE war abgezockter

Sandro Plechaty (links, hier im Duell mit dem Homberger Mike Koenders) erzielte das 3:0 für RWE.

Sandro Plechaty (links, hier im Duell mit dem Homberger Mike Koenders) erzielte das 3:0 für RWE.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  Der VfB Homberg hatte sich gegen den Spitzenreiter der Regionalliga viel vorgenommen, geriet aber schnell ins Hintertreffen.

Aus dem großen Coup am 16. Spieltag der Regionalliga West wurde für die Kicker des VfB Homberg nichts. Schon zur Pause war beim Stand von 0:3 klar, dass die Homberger es nicht sein werden, die Rot-Weiß Essen am Samstag die erste Niederlage in dieser Saison beibringen würden. Am Ende mussten sich die Gelb-Schwarzen nach zwei Siegen in Folge dem Tabellenführer mit 0:4 im PCC-Stadion geschlagen geben.

VfB-Coach Sunay Acar, der mit Said Harouz für Samed Yesil im Sturm eine Veränderung gegenüber dem 2:0 in Lotte vornahm, hatte angekündigt, den Ligaprimus mit einem mutigen Spiel zu Fall bringen zu wollen. Doch ehe die Homberger ihren Mut zeigen konnten, gerieten sie schon in Hintertreffen. In der vierten Minute war Essens Sandro Plechaty auf rechts frei, spielte den Ball auf den langen Pfosten, an dem Simon Engelmann zum 1:0 abnahm. Im Gegenzug hätten die Homberger jedoch direkt ausgleichen können – hätte Harouz nach Vorlage von Nicolas Hirschberger nicht aus sechs Metern verstolpert.

RWE hatte Übergewicht im Mittelfeld

Der Favorit aus Essen erspielte sich im 3-5-2-System vor allem im Mittelfeld ein Übergewicht und ließ die wacker kämpfenden Homberger mit schnellem Spiel ordentlich laufen. Viele Chancen ließen diese zwar nicht zu – allein, Essen nutzte jede sich bietende Möglichkeit eiskalt aus. In der 21. Minute ließ VfB-Verteidiger Mike Koenders seinem Gegenspieler Marcel Platzek in der rechten Strafraumhälfte einen Moment zu viel Zeit, wofür sich der RWE-Stürmer mit einem satten Schuss unter die Querlatte zum 2:0 bedankte. In der 36. Minute waren die Hausherren erneut für einen Moment nicht wachsam, so dass Plechaty nach einem schnell ausgeführten Freistoß auf rechts freie Bahn hatte und VfB-Keeper Philipp Gutkowski mit einem Tunnel aus 14 Metern zum 3:0 überwand.

Der VfB gab sich nicht auf, versuchte weiter mit Fußball zu spielen, fand aber kein Mittel gegen die kompakte RWE-Abwehr.

Rankl und Yesil kamen ins Spiel

Das versuchte Trainer Acar mit den zwei frischen Stürmern Danny Rankl und Samed Yesil, die er für Harouz und Rechtsverteidiger Ricardo Antonaci brachte, und der Umstellung auf ein 3-5-2-System zu ändern. Das nächste Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Nach einem Befreiungsschlag der Essener aus der Abwehr sprang VfB-Verteidiger Thorsten Kogel unter den Ball, so dass Engelmann allein vor Gutkowski an den Ball kam und sich die Chance zum 4:0 im Stile eines Top-Torjägers mit seinem zehnten Saisontreffer nicht nehmen ließ. In der 75. Minute hätte dann der eingewechselte Isiah Young auf 5:0 für Essen stellen können, schoss jedoch aus kurzer Distanz knapp am linken Eck vorbei. Auch der ebenfalls eingewechselte Cedrick Harenbrock zielte in der 82. Minute etwas zu genau und traf nur den Außenpfosten.

Letztlich mussten sich die Homberger, die sich zu keiner Zeit aufgaben, der höheren mannschaftlichen und individuellen Klasse der RWE-Profis geschlagen geben, und deren auch in der Höhe verdienten Sieg neidlos anerkennen.

Das tat auch Sunay Acar. „Essen war nicht übermächtig, aber vorne einfach eiskalt“, so der Coach. „Sie waren abgezockter, abgeklärter, gedankenschneller und reifer als wir, und haben mit einfachen Mitteln verdient gewonnen.“

Die Statistik:

VfB Homberg – Rot-Weiß Essen 0:4 (0:3)

VfB: Gutkowski – Antonaci (46. Yesil), Malcherek, Kogel, Koenders – Lorch, Jafari (78. Nowitzki), Mohammad (86. Asare), Hirschberger – Talarski, Harouz (46. Rankl).

RWE: Davari – Weber, Heber, Hahn – Grote, Plechaty (66. Endres), Backszat, Kehl-Gomez (62. Condé), Kefkir – Platzek (70. Young), Engelmann (62. Harenbrock).

Tore: 0:1 Engelmann (4.), 0:2 Platzek (21.), 0:3 Plechaty (36.), 0:4 Engelmann (55.).

Gelbe Karten: Kogel, Malcherek.

Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen).

Zuschauer: 0.

So geht’s weiter: Mittwoch, 25. November, 19.30 Uhr: SC Wiedenbrück – VfB (Jahnstadion).

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