Fußball-Regionalliga

VfB Homberg geht mutig ins Duell mit dem Tabellenführer

So feierte der VfB Homberg seinen Sieg am 13. Dezember 2019 in Essen.

So feierte der VfB Homberg seinen Sieg am 13. Dezember 2019 in Essen.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  Der VfB Homberg hat in der Saison 2019/20 bewiesen, dass Rot-Weiß Essen schlagbar ist. Die Duisburger haben einen guten Lauf und Selbstvertrauen.

An diesen Freitag, den 13., im vergangenen Dezember erinnert sich beim VfB Homberg auch fast ein Jahr später wohl noch jeder. Der 2:0-Sieg vor 8495 Zuschauern an der Hafenstraße war der größte Coup, der den Regionalliga-Kickern des VfB in der letzten Saison gelungen war. Am Samstag um 14 Uhr gibt’s im PCC-Stadion das Wiedersehen. Diesmal vor leeren Rängen. An der Zielausrichtung hat sich bei den Mannen von Sunay Acar aber nichts geändert. „Rot-Weiß Essen ist vor dem VfB Homberg wahrscheinlich mehr bange als umgekehrt“, sagt der Coach mit einem breiten Schmunzeln.

Dass die Favoritenrolle im Spiel gegen den Tabellenführer klar verteilt ist, steht freilich außer Frage. „Neun von zehn Leuten werden auf einen Sieg von Essen setzen, einer auf den VfB“, stellt Acar die Verhältnisse klar – und schiebt nach: „Der eine sind wir.“

Für den Trainer gibt es „keinen besseren Zeitpunkt, auf RWE zu treffen“, so Acar. „Wir haben einen guten Lauf und strotzen vor Selbstvertrauen. Wir glauben an uns, sind fit – und wir sind bereit, Essen die erste Niederlage beizubringen.“

Noch keine Niederlage für RWE

Dass der VfB dazu in der Lage ist, hat das letzte Aufeinandertreffen im Dezember gezeigt. In dieser Saison vermochte es jedoch noch kein Team, dem Ligaprimus beide Beine zu stellen. Vier Remis erlaubten sich die Rot-Weißen bislang, die restlichen neun Spiele gingen allesamt mit voller Punktzahl an die Truppe von Christian Neidhart. Doch das möchte der Homberger Coach am Samstag ändern: „Es wird nicht einfach, aber wir können RWE zum ersten Mal kippen.“

Dabei stellt der Trainer sein Team auf ein anderes Spiel als bei jenem 2:0 an der Hafenstraße ein, das bei einem schlechteren Tag eines überragenden Philipp Gutkowski im Tor auch gut und gerne 5:2 für die Essener hätte enden können. Einem Sturmlauf nach dem anderen mussten die Homberger damals standhalten. Soviel Nervenkitzel muss es für Sunay Acar dann im Heimspiel nicht sein. „Wir stehen deutlich höher als in der letzten Saison, und wir haben gesehen, dass wir auch gewinnen können, ohne zu mauern. Wenn wir weiterhin so gut aus unserem kompakten Mittelfeld heraus spielen, bin ich zuversichtlich, dass wir gegen RWE etwas holen werden.“

Auch Rankl ist wieder dabei

Auch aus personeller Sicht passen die Voraussetzungen. „Wir waren schon deutlich schlechter aufgestellt“, freut sich Acar, voraussichtlich auf einen 18-Mann-Kader zurückgreifen zu können, zu dem auch wieder der zuletzt beruflich verhinderte Stürmer Danny Rankl zählen wird.

Die wichtigste Voraussetzung für einen Erfolg aber ist für den Coach die Einstellung, mit der seine Elf in das Duell mit dem großen Namen gehen wird. „Ich habe Essen beim 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach II beobachtet, und die Gladbacher waren einfach nicht mutig. Wir können in das Spiel gehen und sagen: bitte, bitte nicht verlieren. Oder wir können in das Spiel gehen und sagen: Jetzt hauen wir sie weg“, stellt Acar die Marschroute klar. „Ich halte nichts davon, in Ehrfurcht zu erstarren. Wenn wir ihnen jeden Meter abnehmen, kann auch Rot-Weiß Essen fallen.“

Wer diese mögliche Premiere verfolgen möchte, hat dazu im kostenpflichtigen Livestream über die Webseite des VfB (www.vfb-homberg-fussball.de) die Gelegenheit. Vielleicht gelingt den Hombergern ja tatsächlich der nächste Coup . . .

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