Fußball

VfB Homberg feiert 1:0-Sieg bei RW Oberhausen

Die Kicker des VfB Homberg feiern ihren Siegtorschützen Said Harouz.

Die Kicker des VfB Homberg feiern ihren Siegtorschützen Said Harouz.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Der VfB Homberg hat seinen ersten Saisonsieg in der Regionalliga eingefahren. Die Elf von Trainer Sunay Acar gewann bei RW Oberhausen mit 1:0.

Im Duell der bis dato noch sieglosen Teams in der Fußball-Regionalliga feierte der VfB Homberg einen 1:0 (0:0)-Erfolg bei RW Oberhausen. Die Gastgeber im Stadion Niederrhein kassierten nach vier Remis zum Start ihre erste Niederlage. Das Team von Rheindeich dagegen feierte den ersten „Dreier“.

RWO-Chefcoach Dimi Pappas hatte vier Veränderungen gegenüber dem 1:1 beim SV Straelen vorgenommen. Für den angeschlagenen Pierre Fassnacht verteidigte Jan Bachmann, auf der Sechs durfte Routinier Alex Scheelen für Bastian Müller (Muskelfaserriss) ran, Raphael Steinmetz stürmte anstelle von Shun Terada und für den ebenfalls an einem Muskelfaserriss laborierenden Tugrul Erat begann Juljan Popovic auf der rechten offensiven Außenbahn.

VfB-Trainer Sunay Acar brachte Said Harouz für Ahmad Jafari (Nasenbeinbruch) und Harris Kaltak verteidigte für Clinton Asare, Mike Koenders rückte noch weiter nach außen.

Nach sieben Minuten der erste Schreckmoment für die Gastgeber. Leander Goralski kickte den Ball freiwillig ins Seitenaus und sank zu Boden, um sich behandeln zu lassen. Und der Innenverteidiger musste tatsächlich gegen Jerome Propheter (18.) ausgetauscht werden. Der Kapitän wurde nach seiner Verletzung damit deutlich früher als geplant aufs Feld geschickt. Und Goralski lässt die Ausfallliste bei RWO auf eine komplette Elf anwachsen.

Die Gäste versteckten sich keineswegs im Stadion Niederrhein, begannen sehr aktiv und kamen immerhin zu diversen Flanken vor den Oberhausener Kasten, die aber keine Abnehmer fanden. Auf der anderen Seite taten sich die Oberhausener einmal mehr schwer, das Spiel zu gestalten oder gar gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Ein Distanzkracher von Jan Wellers flog knapp vorbei (22.), das war’s.

Verletzungsbedingte Wechsel in Hälfte eins auf beiden Seiten

Auch der VfB musste noch in Durchgang eins verletzungsbedingt wechseln. Für Kapitän Necirwan Mohammad brachte Acar Ex-Kleeblatt Pascale Talarski. Sportlich zu berichten gab es dagegen wenig. RWO sicherte sich nach und nach mehr Ballbesitz, Homberg lauerte auf Konter. Beides frei von Torgefahr, wobei der Gast in der Offensive sogar noch zielstrebiger auftrat.

Hälfte zwei begann tatsächlich mit Torchancen. Nach Steckpass von RWO-Stürmer Sven Kreyer schoss Steinmetz aus halbrechter Position links vorbei (47.). Kreyers Kopfball war kein Problem für VfB-Keeper Philipp Gutkowski (50.). Aber es war zu erkennen: Die Pappas-Elf hatte sich vorgenommen, für mehr Gefahr zu sorgen als im ersten Durchgang.

Ex-Kleeblatt Talarski ebnet den Weg zum Homberger Sieg

Gefahr allerdings auch in der Rückwärtsbewegung. Mit mehr Präzision im letzten Pass hätte Marvin Lorch, ebenfalls ein Ex-Kleeblatt in Diensten der Homberger, den Konter der Gäste zum Erfolg führen können (60.). Wenig später nutzte der VfB seinen Raum effektiver. Said Harouz schob nach Doppelpass mit Talarski unbedrängt ins lange Eck zum 1:0 für Homberg ein (63.).

Pappas reagierte, brachte mit Shun Terada für Stenzel einen weiteren Stürmer, zudem Furkan Cakmak für Scheelen und Barbaros Inan für Popovic (71.). Doch die große Offensive blieb aus, im Gegenteil. RWO-Schlussmann Justin Heekeren rückte immer mehr in den Mittelpunkt, weil der VfB regelmäßig zu guten Konterchancen kam. Zudem überbrückten die Gäste die fünfminütige Nachspielzeit erfolgreich durch Zeitspiel und dem Einsammeln von Verwarnungen, bis die Homberger tatsächlich den ersten Saisonsieg bejubeln durften.

RWO: Heekeren, Stappmann, Goralski (18. Propheter), Bachmann, Scheelen (68. Cakmak), Wellers, Reinert, Popovic (70. Inan), Stenzel (67. Terada), Steinmetz, Kreyer.

VfB: Gutkowski; Nowitzki (86. Asare), Lorch, Koenders, Kogel, Mohammad (38. Talarski), Kaltak, Armen (90.+4 Malcherek), Harouz (72. Kayaoglu), Antonaci, Redjeb.

Tor: 0:1 Harouz (63.).

Gelbe Karten: Heekeren, Wellers, Reinert – Nowitzki, Gutkowski, Talarski, Koenders, Kayaoglu.

Schiedsrichter: Florian Visse.

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