Fußball-Regionalliga

VfB Homberg: Acar erwartet nach Standpauke eine Reaktion

Für die Homberger um Clinton Asare (links) steht heute das Auswärtsspiel beim Meister SV Rödinghausen auf dem Programm.

Für die Homberger um Clinton Asare (links) steht heute das Auswärtsspiel beim Meister SV Rödinghausen auf dem Programm.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  Der VfB Homberg ist am Mittwoch beim SV Rödinghausen im Einsatz. Der Trainer nahm sich sein Team nach der Niederlage beim FC Wegberg-Beeck vor.

Erstmals seit dem Saisonbeginn in der Regionalliga musste Sunay Acar zuletzt sehr deutlich werden. Nach der 0:1-Schlappe gegen Aufsteiger FC Wegberg-Beeck stauchte der Trainer die Kicker des VfB Homberg am Sonntag so lautstark zusammen, dass es im ganzen Waldstadion zu hören war. Zum nächsten Training könnten sich die Gelb-Schwarzen warm anziehen meinte der Coach.

Zum „Glück“ für die Spieler, waren es dann nur zwei Übungseinheiten, die sie „durchstehen“ mussten. Bereits am Mittwochabend geht es um 19.30 Uhr mit dem neunten Duell weiter. Nach der längsten Auswärtsfahrt in der Saison bittet der amtierende Meister SV Rödinghausen im Häcker Wiehenstadion zur Nachholpartie vom achten Spieltag. „Dann können wir die Pleite in Wegberg reparieren“, hofft Acar auf eine Reaktion.

Systemumstellung war ein Problem

Der Trainer nahm die Niederlage letztlich auch mit auf seine Kappe. „Die Umstellung vom 5-4-1 auf ein 4-4-2 war nicht gut“, gestand sich der Coach auch einen eigenen Fehler ein. Saftige Worte konnten sich seine Jungs dennoch beim Training anhören. „Ich war zwar nicht mehr so emotionsgeladen, aber immer noch stinksauer“, so Acar. „Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto unnötiger wurde die Niederlage für mich.“

Was den Trainer so wütend machte? „Es sind Kleinigkeiten. Wenn wir diese nicht abstellen, werden wir Schwierigkeiten bekommen. Mir fehlte schon beim Abschlusstraining die richtige Spannung, das trug sich beim Warmmachen und während des Spiels fort“, berichtet Acar, „und du kannst in dieser Liga, die einen mental sehr beansprucht, nicht auf Knopfdruck die nötige Spannung erzeugen. Du musst dich darauf vorbereiten. Genau diese paar Prozent zu wenig haben uns gefehlt, um in Wegberg etwas mitnehmen zu können. Wenn wir nicht in jedem Spiel an unser Limit gehen, überleben wir diese Liga nicht.“

Der Meister schwächelt

Ihr Limit werden die Homberger erst recht auch in Rödinghausen abrufen müssen – und auf der zweistündigen Anreise haben sie auch noch ausgiebig Zeit, sich mental richtig auf die Aufgabe einzustellen. Dass die Bedingungen nach nur zwei Trainingseinheiten und der langen Anfahrt für die selbst ernannten „Feierabendprofis“ vom Rheindeich nicht die besten sind, liegt auf der Hand. „Aber beste Voraussetzungen hatten wir wohl noch vor keinem Spiel“, stellt der Homberger Coach zwei Optionen zur Wahl. „Wir können uns damit abfinden, oder wir können uns sagen: wir fahren wie Männer nach Rödinghausen und versuchen den Dreier zu landen.“

Unmöglich scheint das für Acar auch mit Blick auf den Gegner nicht, der mit neun Punkten nach zehn Spielen weit von der überragenden Meisterform der letzten Saison entfernt ist. Und der VfB, der wie schon nach Wegberg mit einem 17-Mann-Kader anreist, ist auf jeden Punkt angewiesen.

Für Justin Walker, Said Harouz und Pascale Talarski wird es erneut noch nicht reichen. Gerade erst ins Training eingestiegen sind sie für die kommenden Spiele jedoch wieder eine Option. Und um sich nicht wieder „warme“ Worte auf der zweistündigen Rückfahrt anhören zu müssen, gibt Sunay Acar seinen Kickern im Vorfeld eines mit auf den Weg. „Du kannst mit leeren Händen nach Hause fahren, wenn du alles gegeben hast. Dann bin ich der Erste, der sich vor die Mannschaft stellt. Aber das war in Wegberg eben nicht der Fall.“

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