Fußball

Uerdingens Drittliga-Lizenz steht plötzlich auf der Kippe

Wird es doch nichts mit einem dauerhaften Gastspiel? Ohne Drittliga-Lizenz bliebe es bei einer Stippvisite des KFC in der hiesigen Arena.

Foto: Christof Köpsel/Getty

Wird es doch nichts mit einem dauerhaften Gastspiel? Ohne Drittliga-Lizenz bliebe es bei einer Stippvisite des KFC in der hiesigen Arena.

Duisburg.   Ohne Aufstieg würde der KFC nicht in Duisburg spielen. Bitter könnten dabei auch die Konsequenzen für Hamborn 07 in der Landesliga sein.

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Bis zum Mittwochabend schien alles klar. Nachdem das am Sonntag abgebrochene Rückspiel in der Relegation um den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen mit 2:0 für die Krefelder Gäste gewertet worden war, stand offiziell fest: Uerdingen darf die Regionalliga West nach oben verlassen – was auch Auswirkungen organisatorischer, finanzieller und sportlicher Art auf das Duisburger Sportgeschehen hat. Doch am Abend dann die verblüffende Nachricht: Wegen einer vermutlich versäumten Frist im Lizenzierungsverfahren droht Uerdingen nun den Aufstieg wieder entzogen zu bekommen.

Laut einem Bericht von Kicker online sei ein Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist beim Deutschen Fußballbund eingegangen. Dabei sei es um eine Liquiditätsreserve gegangen, die im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga als Guthaben beim DFB eingebracht werden müsse. Nun müsse der Zulassungsbeschwerdeausschuss des Verbandes tagen und sich mit dem Antrag des KFC befassen. Skurril: Im Fall der Nichterteilung der Lizenz wäre der Nutznießer der in den Aufstiegsspielen unterlegene SV Waldhof Mannheim, dessen Anhänger mit dem verursachten Abbruch im eigenen Stadion demonstriert haben, dass ihnen die Drittliga-Tauglichkeit abgeht.

MSV verlöre Einnahmen in sechsstelliger Höhe

Vor der abendlichen Nachricht waren bereits die Planungen weiter vorangeschritten, die das vermutliche Ausweichen des KFC in die Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena zum Inhalt hatten. Die Unterzeichnung des Vertrages schien nur Formsache zu sein; unklar war, ob das Arrangement für eine halbe oder eine ganze Saison gelten sollte. Hintergrund war die Nicht-Drittliga-Tauglichkeit der Krefelder Grotenburg. Dem MSV Duisburg und der Stadt würden damit Einnahmen in sechsstelliger Höhe verloren gehen.

Heftig träfe der verpasste Aufstieg nach jetzigem Stand auch Hamborn 07. Die Löwen belegen in der Landesliga derzeit Relegationsplatz 15, der – falls die Lizenzverweigerung erfolgt – zu einem Abstiegsplatz würde. Auch im Aufstiegsrennen dieser Liga würde sich etwas ändern, weil Platz drei, auf den der FSV Duisburg noch rutschen könnte, dann nicht mehr zu einem Relegationsspiel berechtigen würde.

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