Frauenfußball

Über Mannheim geht’s für die Zebras weiter nach München

Caro Härling (vorn) ist leicht erkältet, dürfte aber trotzdem in München im Tor stehen.

Caro Härling (vorn) ist leicht erkältet, dürfte aber trotzdem in München im Tor stehen.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Zur Oktoberfestzeit muss der MSV Duisburg in der Frauen-Bundesliga beim FC Bayern antreten. Trainer Gerstner sieht eine Chance zu punkten.

München ist zur Oktoberfestzeit eine Reise wert – dachten sich wohl viele Menschen, die so dafür sorgten, dass die Bundesliga-Fußballerinnen des MSV vor ihrem Gastspiel beim FC Bayern (Sonntag, 14 Uhr) keine Unterkunft mehr im unmittelbaren Umfeld der Landeshauptstadt bekamen. So machen sich Thomas Gerstner und sein Team am Samstag erst einmal auf den Weg nach Mannheim, übernachten dort und fahren schließlich am Sonntag weiter zum Duell mit dem deutschen Vizemeister.

Ob München aus sportlicher Perspektive eine Reise wert ist, werden zumindest Menschen mit einer eher skeptischen Einstellung bezweifeln wollen. Der MSV ist bekanntlich Tabellenletzter und hat nach vier Spielen noch keinen Punkt auf dem Konto, die Bayern gelten neben dem VfL Wolfsburg als Maß aller Dinge im deutschen Frauenfußball. Aber dann ist da natürlich zunächst einmal dieses irritierende Ergebnis vom zweiten Spieltag, als die Münchenerinnen daheim gegen Bayer Leverkusen mit 1:2 verloren. „Das zeigt: Es ist grundsätzlich möglich, von dort etwas mitzubringen“, sagt Coach Gerstner, der allerdings die Zahl der Lehren aus dieser Partie für gering hält: „Natürlich kann man auch so viel Glück haben wie Leverkusen und hoffen, dass Bayern immer am langen Eck vorbeizielt . . .“

Wichtig ist für ihn in der Hauptsache, dass sein Team wieder dieselbe positive Einstellung auf den Platz bringt, wie dies zuletzt beim 0:1 gegen den SC Freiburg der Fall war. „Wenn wir das Sonntag für Sonntag hinbekommen, werden wir auch unsere Punkte holen. Bis auf den 1. FC Köln hatten wir bislang auch nur Gegner, gegen die wir in der Vorsaison die entsprechenden Spiele auch verloren haben“, so Gerstner.

Personell steht ein Fragezeichen hinter der Einsatzfähigkeit von Ersatzkapitänin Yvonne Zielinski, die an Rippenbeschwerden leidet. Im Tor dürfte Caro Härling stehen, wenngleich sie leicht erkältet ist. Meret Günster (Muskelfaserriss) fehlt erst einmal länger. (T. K.)

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