Jugendfußball

Tunesischer Adler statt Zebra-Streifen auf dem Trikot

Heni Ben Salah (rechts) führte den MSV zu B-Jugend-Zeiten auch schon als Kapitän auf den Platz.

Heni Ben Salah (rechts) führte den MSV zu B-Jugend-Zeiten auch schon als Kapitän auf den Platz.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Talent Heni Ben Salah vom MSV Duisburg reist zum Arab Cup nach Ägypten und spielt dort für die tunesische Junioren-Nationalmannschaft.

Während die allermeisten U-19-Bundesliga-Fußballer des MSV Duisburg momentan mit ihren Trainingseinheiten eine Pause einlegen, ist für Heni Ben Salah Turnier-Anspannung statt Regeneration angesagt. Der 18-Jährige ist beim Arab Cup mit der tunesischen U-20-Nationalmannschaft in Ägypten unterwegs.

Jemen, Usbekistan und Saudi-Arabien statt Schalke 04, Borussia Dortmund und Rot-Weiß Essen – so heißen die bevorstehenden Gegner für das Duisburger Talent. Aktuell tauscht Heni Ben Salah, der seit 2015 im Meidericher Nachwuchs-Leistungszentrum am Ball ist, die blau-weißen Zebra-Streifen gegen rot-weiße Adler-Jerseys ein. „Es ist ein Riesengefühl, mein Land repräsentieren zu dürfen“, meint der MSV-Verteidiger. Bei der letztjährigen Auflage in Saudi-Arabien waren die Tunesier bis ins Finale vorgestoßen und hatten dort knapp mit 0:1 gegen den Senegal verloren. Im Jahr 2012 hatten sie das Turnier für sich entschieden.

Von Tunis nach Kairo

An diesem Freitag reist der tunesische Tross aus Tunis nach Kairo, wo die diesjährige Nachwuchs-Ausgabe des arabischen Nationenturniers stattfindet. Am kommenden Montag steigt das Team von Coach Youssef Zouaoui dann gegen die Auswahl Jemens ins Turnier ein. Die weitere Gruppenphase schreitet für die Tunesier mit den Matches gegen Usbekistan (24. Juni) und Saudi-Arabien (27. Juni) voran. Springt einer der beiden ersten Plätze in der Gruppe D heraus, geht es im Halbfinale ab dem 29. Juni weiter.

Neben Heni Ben Salah stehen Spieler aus der italienischen, belgischen und französischen Liga im Aufgebot. „Sprachlich geht’s da schon mal auseinander“, erklärt der MSV-Nachwuchskicker. „Wenn man dann aber nachfragt, findet sich schnell jemand, der auf Arabisch aushilft.“

An der Seite des Zebra-Talents verteidigt übrigens Karim Elabed, ein weiterer A-Junioren-Bundesliga-Defensivspezialist vom Karlsruher SC.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Duisburg

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben