Fußball-Bezirksliga

Trotz Chancenwucher: Genc gewinnt das Derby gegen die DJK

Salih Altin (2. von rechts) ließ sich nur selten vom Ball trennen. Letztlich gewann der SV Genc Osman verdient gegen die DJK Vierlinden.

Foto: Jörg Schimmel

Salih Altin (2. von rechts) ließ sich nur selten vom Ball trennen. Letztlich gewann der SV Genc Osman verdient gegen die DJK Vierlinden. Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.   Die Neumühler setzen sich im Duell mit Vizemeister Vierlinden durch. Mündelheim und die 07-Reserve verlieren. Doch 06/95 siegt in Lohberg.

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Der SV Genc Osman Duisburg hat die Auftaktniederlage gut verkraftet. In der englischen Woche ließ der Fußball-Bezirksligist aus Neumühl zwei Siege folgen – und verdiente sich den Erfolg im Spitzenspiel gegen Vizemeister Vierlinden vor den Augen von Oberbürgermeister Sören Link. Die TuS Mündelheim und Hamborn 07 II mussten Niederlagen einstecken. Meiderich 06/95 feierte einen Sieg im Kampfspiel bei RWS Lohberg.

SV Genc Osman – DJK Vierlinden 2:1 (1:0): Musa Celik schüttelte trotz des Erfolges den Kopf. „Das mit den Torchancen hört einfach nicht auf“, sagt der Genc-Trainer. Er konnte es mit einem Lächeln untermalen, „weil es schön ist, dass wir der Musik nun nicht hinterherlaufen“. Klar ist: Hätten seine Spieler besser gezielt und wäre DJK-Torhüter Marvin Knaup nicht der beste Walsumer gewesen, dann hätte es auch ganz bitter für die Gäste werden können. „Die erste Hälfte haben wir völlig verschlafen. Nach der Pause waren wir deutlich besser im Spiel“, sagte DJK-Coach Almir Duric.

Das Chancenvergeben praktizierten die Genc-Spieler diesmal sogar vom Punkt. Pechvogel Peter Pfeifer verschuldete einen Handelfmeter, bei dem er zwar angeschossen wurde, seine Körperfläche aber unzulässig vergrößert hatte. Tanju Acikgöz, dessen Schuss geblockt wurde, schnappte sich die Kugel – und schoss halb hoch nach rechts. Eine leichte Beute für Knaup. Noch zahlreiche weitere Chancen verhinderte der Gäste-Keeper, bis Samed Basol einen Foulelfmeter – erneut von Pfeifer verschuldet – zum 1:0 verwandelte (44.). Genc ließ nur wenig zu – bis zur 49. Minute, als Mehmet Yilmaz am Pfosten völlig frei stand und sicher traf. Doch nur drei Minuten später sorgte Metehan Gürbüz für die Entscheidung. „Nachdem ihr mehrmals das 3:1 nicht gemacht habt, hätten wir noch das 2:2 erzielen können“, sagt Duric im Gespräch mit seinem Kollegen Celik.

RWS Lohberg – Meiderich 06/95 0:1 (0:0): Oliver Bähr hatte gute Laune. „Das war ein völliges Kampfspiel“, sagte der Trainer von Meiderich 06/95. „Für uns ist die englische Woche sehr gut gelaufen.“ Denn die Rot-Schwarzen haben mit zwei Siegen zum Auftakt eine ordentliche Ausbeute erzielt. Und so war auch die schmerzliche Niederlage am Mittwoch gegen Bergeborbeck zu verkraften. „Auch weil das heute schon glücklich war“, räumte Bähr ein. „Denn auf diesem Acker, wo kein Ball gerade läuft, war kein normales Fußballspiel möglich. So haben wir aus dem Nichts den Siegtreffer gemacht.“ Genauer gesagt war es ein verlängerter Einwurf, der Mike Klöpper zehn Minuten vor dem Ende vor die Füße fiel. Der Zwillingsbruder des früheren EVD-Eishockey-Stürmers Patrick Klöpper fackelte aus drei Metern Distanz nicht lang und bescherte seiner Mannschaft drei Punkte. „Das war an sich ein typisches Unentschieden-Spiel“, so Bähr – der sich freilich nicht beschwerte.

TuS Mündelheim – Blau-Gelb Überruhr 0:4 (0:2): Der Fehlstart ist perfekt. Die TuS musste drei Niederlagen innerhalb einer Woche einstecken. „Überruhr hat eine gute Mannschaft“, sagt Mündelheims Trainer Frank Krüll. Damit war zu rechnen, da die Blau-Gelben bereits zuvor zweimal siegreich waren und nun mit Blau-Weiß Mintard die Liga anführen. „Allerdings haben wir auch zwei kolossale Fehler gemacht“, sagt Krüll. So lag seine Mannschaft nach den Treffern von Felix Scheider (3.) und Ersin Canseven (15.) mit 0:2 hinten. Nach der Pause stellte Krüll um, doch mit zwei Kontern durch Canseven (61.) und Marius Topolko (89.) machten die Essener alles klar. „Unsere Urlauber kommen nun zurück“, ist Krüll für die nächsten Spiele zuversichtlich.

Vogelheimer SV – Hamborn 07 II 5:2 (2:1): Das hohe Ergebnis ärgerte 07-Trainer Hans Herr, „weil es unser Spiel überhaupt nicht widerspiegelt. Erst acht Tore gegen Mintard, nun die fünf gegen Vogelheim. Das klingt, als hätten wir keine Chance gehabt.“ Ramazan Ünal hatte die Löwen in Führung gebracht. „Hätten wir nach den ersten 20 Minuten mit 3:0 geführt, hätte sich niemand beschweren können“, sagte Herr. So aber drehten Sascha Neue und Yannik Schümberg das Spiel vor der Pause. Dem 1:3 nach Elfer von Stephan Nachtigall folgte der Anschluss durch Mehmet Kilic, ehe Hasan Beganovic und Wolfgang Mbonbo nachlegten. „Das ist eine bittere Lernphase“, so Herr.

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