Eishockey

Trauer um DSC-Legende Ken Baird

Lynn Powis und Ken Baird (rechts) wurden beim Duisburger SC zu Eishockey-Legenden. Baird starb im Dezember in seiner Heimatstadt Snow Lake, Manitoba.

Lynn Powis und Ken Baird (rechts) wurden beim Duisburger SC zu Eishockey-Legenden. Baird starb im Dezember in seiner Heimatstadt Snow Lake, Manitoba.

Foto: imago

Duisburg.   Im Dezember verstarb der Eishockey-Spieler Ken Baird im Alter von nur 65 Jahren. Beim Duisburger SC wurde er zur Legende und zum Aufstiegshelden.

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Als die Edmonton Oilers 1972 erstmals ein Heimspiel bestritten – damals noch in der World Hockey Association, da stand Ken Baird mit dem Club, der später fünfmal den Stanley Cup gewinnen sollte, auf dem Eis. Schon beim zweiten Heimspiel hatte es der aus Manitoba stammende Kanadier auf die Titelseite des Oilers-Stadionheftes geschafft – weil er sich im Auftaktspiel gegen die Cleveland Crusaders einen Gegenspieler ordentlich vorgeknöpft hatte.

Nun, 45 Jahre später, lebt Ken Baird nicht mehr. Bereits am 18. Dezember 2016 ist der Mann gestorben, der später beim Duisburger SC zu einer Eishockey-Legende wurde. Zusammen mit Lynn Powis war Ken Baird, der nur 65 Jahre alt wurde, 1979 maßgeblich am Aufstieg des DSC in die 1. Bundesliga beteiligt.

Große Anteilnahme der Duisburger Eishockey-Fans

Die Anteilnahme auf der Facebook-Seite der Füchse war groß. „Es war eine tolle Zeit. Werde ich nie vergessen. Die beiden brauchten fast keine Pause. So was habe ich nie wieder gesehen“, scheibt ein Fan über das legendäre DSC-Duo. Jemand anderes erklärt: „Heute noch oft Thema, wenn es um Eishockey geht. Wir verneigen uns. Ken war ein toller Mann!“

Und diese Einschätzung teilen viele Menschen in Snow Lake, Manitoba, wo er mit seiner Frau Uschi lebte, die er in Duisburg kennengelernt hat. „Er hat so viel für meine Mutter getan. Es bricht mir das Herz, dass sie ihn nun nicht mehr an ihrer Seite hat“, sagt Bairds Tochter Amber Semborski gegenüber dem Flin Flon Reminder. In der Gemeinde Snow Lake hat er sich regelmäßig für gute Zwecke engagiert, war oft in der Eishalle zu finden. „Er hat oft auf meine Tochter aufgepasst, wenn ich arbeiten war, und er hat meinem Sohn das Schlittschuhlaufen beigebracht, hat ihm Tricks gezeigt – und wie man seinen Gegner zu Boden bringt“, berichtet sie. Gerade dafür war Ken Baird auch in Duisburg legendär.

Bei Zeremonie mit Wayne Gretzky auf dem Eis

Als Teil der ersten Oilers-Mannschaft war Ken Baird dabei, als sich der NHL-Club aus Edmonton in diesem Jahr von seiner alten Arena, dem Rexall Place, verabschiedete. Dabei stand er mit Ausnahmespielern wie Wayne Gretzky und Mark Messier auf dem Eis. Baird wurde 1978 mit den Winnipeg Jets Meister der WHA, kam als Champion nach Duisburg und schaffte mit dem DSC den Aufstieg. Er spielte bis 1982 für Duisburg und brachte es in 179 Spielen auf 179 Tore und 177 Vorlagen – und stolze 596 Strafminuten.

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