Fußball

Trainer von Genc Osman Duisburg erwartet Offensivspektakel

Für den DSV 1900 lief gegen den MFC 97 nicht viel zusammen. Gegen Burgaltendorf will das Team die Kurve kriegen.

Für den DSV 1900 lief gegen den MFC 97 nicht viel zusammen. Gegen Burgaltendorf will das Team die Kurve kriegen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Landesligist kann erstmals auf seinen neuen Stürmer aus Frankreich setzen. Für den DSV geht es um die ersten Punkte. Schwere Aufgabe für 07.

Der Saisonstart? Beim SV Genc Osman: ganz gut. Bei Hamborn 07: ordentlich. Beim Duisburger SV 1900: misslungen. Auf dieser Basis gehen die drei hiesigen Fußball-Landesligisten am Sonntag in die dritte Runde.

ESC Rellinghausen – Hamborn 07 (So., 15 Uhr): Im Rückblick auf das 4:1 am vergangenen Sonntag gegen Steele 03/09 erinnert sich 07-Trainer Michael Pomp an widerstrebende Gefühle. „In der ganzen Zeit, in der ich jetzt schon hier bin, war es nur äußerst selten der Fall, dass ich mich in den letzten zehn Minuten mal zurücklehnen konnte, weil wir den Sieg schon sicher hatten. Daran könnte ich mich schon gewöhnen“, so Pomp. Weil seine Mannschaft das mit dem Zurücklehnen aber auch auf dem Platz praktizierte und noch das Gegentor kassierte, war der Coach dann auch gleich wieder ein bisschen zerknirscht: „Wir haben ja in der Vorsaison geradezu danach gelechzt, dass hinten mal die Null steht. Jetzt schenken wir das so her.“ Dass beim nächsten Duell mit einem Essener Vertreter die Trauben höher hängen dürften, weiß er nur zu gut.

Bei dem Unterfangen, dort etwas mitzunehmen, kann erstmals Blitz-Rückkehrer Can Mikail Nazikkol in der Defensive helfen. Auch Nils Bothe steht wieder zur Verfügung. Im Angriff setzt Pomp auf den in zwei Spielen dreimal erfolgreichen Reid Osei. Das Kapitel Almir Sogolj ist abgehakt: „Dazu möchte ich nichts mehr sagen.“

SV Genc Osman – VfB Speldorf (So., 15.15 Uhr): Bei den Löwen ist ein Stürmer weg, beim Nachbarn aus Neumühl ist ein neuer da. Roman Mivekannin sorgt bei Genc-Trainer Mustafa Öztürk für geradezu euphorische Gefühle: „Für mich ist er ein Spielertyp wie Mario Balotelli, von der Robustheit und von der Kraft her.“ Nur zu gern würde er natürlich sehen, wenn der junge Franzose auch gleich so zuschlagen würde wie einst der italienische Angreifer beispielsweise im EM-Halbfinale gegen Deutschland. Ein 0:0 wie zuletzt in Mintard kann sich der Coach angesichts der Offensivstärke beider Kontrahenten jedenfalls nicht vorstellen: „Ich habe die Speldorfer von Anfang an stark eingeschätzt. Mit dem 7:0 gegen Frohnhausen haben sie auch ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.“

Während es vorn eine Alternative mehr gibt, macht die Defensive ein paar Sorgen. Hinter Metehan Gürbüz steht nach einwöchiger Trainingszwangspause ein Fragezeichen, Hakan Yildirim ist wegen Urlaubs definitiv nicht dabei. Deniz Zarifoglu ist auch noch nicht wieder völlig fit. Immerhin wird wohl Stammkeeper Adnan Laroshi zwischen die Pfosten zurückkehren.

Duisburger SV 1900 – SV Burgaltendorf (So., 15.15 Uhr): Beide Vereine haben den Start ähnlich in den Sand gesetzt. Beide haben noch keinen Punkt auf dem Konto, beide haben sechs Gegentore kassiert. Im Gegensatz zum DSV haben die Essener zumindest ein Tor geschossen. Also dürften beide heiß darauf sein, den Fehlstart zu korrigieren. „Man will immer das nächste Spiel gewinnen. Egal, wie es vorher gelaufen ist“, bleibt DSV-Trainer Julien Schneider nach wie vor gelassen. „Das Spiel in Remscheid kann man verlieren. Zudem war die erste Halbzeit gut. Gegen Mülheim haben wir dann nach 15 Minuten plötzlich ohne Selbstvertrauen gespielt und waren auf allen elf Positionen schlechter“, fasst Schneider die ersten beiden Spiele zusammen. „Wenn jeder an sich arbeitet, werden wir auch in der Summe wieder besser.“

Dass auch Burgaltendorf nicht ans Tabellenende gehört, ist Schneider bewusst: „Für sie lief es beim 1:4 in Rellinghausen ebenso unglücklich wie für uns in Remscheid. Dieses Spiel hätte Burgaltendorf nicht verlieren müssen.“ Pierre Kanzen wird auch diesmal noch fehlen. „Das Ziel ist das Spiel am Freitag gegen Hamborn, aber das wird knapp“, so der Coach. Zudem ist auch der zweite Kapitän Enes Bayram angeschlagen. Offensiv werden die Alternativen wieder mehr: Berkay Basri Ersöz rückt wieder in den Kader.

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