3. Liga

Torsten Lieberknecht setzt beim MSV Duisburg auf Geduld

Auch wenn Leo Weinkauf (links) mit der neuen Trikotkollektion aktuell als „rosaroter Panther“ daherkommt, zählt ihn Trainer Torsten Lieberknecht zu den Führungsspielern des MSV Duisburg.  

Auch wenn Leo Weinkauf (links) mit der neuen Trikotkollektion aktuell als „rosaroter Panther“ daherkommt, zählt ihn Trainer Torsten Lieberknecht zu den Führungsspielern des MSV Duisburg.  

Foto: Andy Buenning/ Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de / imago images/Eibner

Duisburg.  Der MSV Duisburg muss den langfristigen Stoppelkamp-Ausfall erst noch verarbeiten. Der Trainer äußert sich über eine mögliche Nachverpflichtung.

Moritz Stoppelkamp erschien am Donnerstag auf der Vereinsanlage des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg zum obligatorischen Corona-Test. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht berichtete später, dass der am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte Mittelfeldspieler „fünf bis sechs Kilo verloren“ habe. Im Rahmen der Möglichkeiten habe sich Stoppelkamp aber gut gefühlt, wie der Coach betonte.

Die Diagnose vom Mittwoch müssen Mannschaft und vor allem der Spieler erst einmal verarbeiten. Die sportliche Leitung muss sich auf eine lange Ausfallzeit einstellen. Prognosen sind derzeit nicht möglich. „Es gibt keine klare Aussage, wie lange es dauern wird“, so Lieberknecht. Zumindest soll von Stoppelkamp keine Ansteckungsgefahr mehr ausgehen. Deshalb darf der Kapitän auch zum Corona-Test auf der Klubanlage erscheinen.

MSV Duisburg mit einem eng gestrickten Finanzrahmen

Gedanken über eine mögliche Nachverpflichtung bis zum Ende der Transferfrist am 5. Oktober angesichts des langen Ausfalls von Stoppelkamp haben sich die Verantwortlichen, so Lieberknecht, bislang nicht gemacht. Der Trainer verweist auf den eng gestrickten Finanzrahmen und sagt: „Ich glaube eher nicht, dass wir noch einmal tätig werden.“

Der 47-Jährige hatte unlängst bereits unterstrichen, dass sich eine Mannschaft nicht von einem einzigen Spieler abhängig machen dürfe. Dennoch: Mit Stoppelkamp fehlt der zentrale Führungsspieler – ein Ausfall, den die Zebras bei der 1:3-Niederlage in Rostock zum Saisonstart nicht kompensieren konnten.

In die Fußstapfen des 33-Jährigen ist in den ersten beiden Pflichtspielen noch kein Akteur getreten. Lieberknecht spricht hier von einem Entwicklungsprozess: „Das ist eine Frage der Zeit und der Geduld.“ Allerdings weiß der Coach auch, dass in seiner Branche die Zeit kostbar und rar ist.

Bitter-Rückkehr beim MSV Duisburg verschoben

Der Trainer setzt dabei auch auf Spieler, die beim MSV in die zweite Saison gegangen sind und nun mehr Verantwortung tragen sollen. Der Coach zählt hier Torwart Leo Weinkauf zu den Spielern mit Führungsqualitäten, Linksverteidiger Arne Sicker gehört auch zum Kandidatenkreis.

Rechtsverteidiger Joshua Bitter könnte in der Hierarchie auch den nächsten Schritt machen – wenn er denn endlich fit werden würde. Die für Mittwoch geplante Rückkehr ins Mannschaftstraining platzte. Bitter, der sich nach seiner Oberschenkeloperation im Frühjahr mühsam zurückkämpft, klagt noch über leichte Beschwerden.

Für das Heimspiel gegen den FSV Zwickau am Samstag (14 Uhr) hatte der MSV am Donnerstagmittag 3200 Tickets verkauft. Insgesamt 6000 Karten stehen zur Verfügung. Klaus Derichs, Landwirt und Nachbar von Torsten Lieberknecht, hat sich bereits ein Ticket gesichert. „Bauer Klaus aus Lintorf freut sich wie Bolle auf das Spiel“, sagte Lieberknecht am Donnerstag.

Auch Lieberknecht freut sich: über die Rückkehr der Fans. Er schränkt aber ein: „Das Herz fehlt.“ Damit meint der Coach die Stehplatztribüne der Fans.

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