Fußball

Torjäger Tim Keinert will weiter für Hamborn 07 treffen

Ein gewohntes Bild: Tim Keinert dreht jubelnd ab – hier nach einem Tor gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld.

Ein gewohntes Bild: Tim Keinert dreht jubelnd ab – hier nach einem Tor gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Stürmer des Duisburger Neu-Landesligisten ist bester Torschütze ab der Bezirksliga aufwärts. In der neuen Saison gibt es neue Konkurrenz.

Erst am letzten Spieltag endgültig den Aufstieg klar gemacht zu haben, hatte für die Bezirksliga-Kicker von Hamborn 07 einen besonderen Reiz. „So eine spannende Entscheidung kurz vor Schluss ist schon eine schöne Sache“, freute sich auch Tim Keinert über das um eine Nasenlänge gewonnene Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem punktgleichen Konkurrenten Blau-Weiß Dingden. Zum entscheidenden 4:0-Sieg im finalen Duell mit dem Hamminkelner SV dann auch noch zwei Vorlagen und einen Treffer beigesteuert zu haben, machte den Stürmer der Löwen da umso glücklicher. Ohnehin hat der 28-Jährige nicht gerade den kleinsten Anteil am Meistertitel. 30 Treffer steuerte er in 34 Einsätzen zur Rückkehr in die Landesliga bei – und holte sich damit auch die Torjägerkanone in Duisburg.

Mit fünf Treffern mehr steht der 07-Stürmer vor dem Torschützenkönig von 2017, Beno Koncic, der allerdings nur 23 Partien benötigte, um 25 Mal für die DJK Vierlinden zuzulangen, auf Platz eins. Auf dem dritten Platz folgt Danny Rankl, der 24 Treffer zum Meistertitel des VfB Homberg in der Oberliga beisteuerte.

„Ein schönes Plus“

Torschützenkönig unter den Duisburger Klubs ab der Bezirksliga zu sein, ist für Tim Keinert „noch einmal ein schönes Plus zur Meisterschaft“, sagt der Angreifer, der inklusive seiner 28 Assists an rund 41 Prozent der 140 Löwen-Treffer beteiligt war. „So viele Tore habe ich im Seniorenfußball noch nie geschossen, und ich danke dem Team, dass es mich dabei so gut unterstützt hat.“

Vor zwei Jahren hatte es der Stürmer schon auf 26 Treffer für 07 in der Bezirksliga gebracht, für den damaligen A-Ligisten VfvB Ruhrort/Laar langte Keinert in seinen letzten beiden Spielzeiten, bevor er vor vier Jahren an den Holtkamp kam, je 25 Mal hin. Dass er seine Marke jetzt noch einmal toppen konnte, macht der Knipser auch an der Entwicklung aus, die er bei den Hambornern genommen hat. „Vor allem im Spiel ohne Ball habe ich viel dazu gelernt, gerade in den ersten Jahren“, vergisst Keinert auch den Dank an seinen alten Coach Didi Schacht nicht, der ihn damals von der Vogelwiese an den Holtkamp geholt hatte.

Doch keine Rückkehr nach Ruhrort

Kurzzeitig sah es zum Ende der Saison so aus, als würde es den Torjäger wieder zur Vogelwiese zurückziehen. „Der VfvB war meine erste Station im Seniorenfußball und ich hatte dort vier sehr schöne Jahre. Ich wollte meinen vielen Freunden, die ich dort noch habe, helfen, den Klub wieder etwas nach vorne zu bringen“, erklärt Keinert seine zwischenzeitliche Zusage bei den Ruhrschen. „Dass ich diese dann doch zurückgezogen habe, ist mir nicht leicht gefallen, und es tut mir auch leid für den Klub.“ Dabei waren nicht nur die Bemühungen der Hamborner, ihren Torjäger vor dem Rückschritt in die B-Liga zu bewahren, ausschlaggebend. „Ich wollte mir auch selbst beweisen, dass ich nochmal in der Landesliga angreifen kann“, sagt der 28-Jährige, der mit der Entscheidung, nun doch drei Klassen höher zu spielen, auch „gut leben“ kann.

Dass ihn in der kommenden Saison mit den Neuzugängen Oguzhan Cuhaci und Maik Goralski eine enorme Konkurrenz in der Offensive erwarten wird, nimmt Keinert sportlich. „Das sind sehr gute Jungs, die uns nur nach vorne bringen können. Konkurrenz ist immer gut.“ Genug Selbstbewusstsein, sich dieser zu stellen, hat der Hochspannungs-Elektriker aber auch. „Ich denke, ich habe in den letzten vier Jahren zeigen können, dass mit mir zu rechnen ist“, will der Stürmer auch auf dem Fußballfeld die Spannung hoch halten.

Dass er im Spiel immer unter Strom steht, ist eine der Eigenschaften, die Tim Keinert erfolgreich machen. Auf die Frage aber, was das Geheimnis für seinen Torriecher sei, blickt Duisburgs Torschützenkönig sehr weit zurück: „Fast alles, was ich heute kann, hat mir mein Vater beigebracht.“

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