MSV Duisburg

Sukuta-Pasu ist der neue Hoffnungsträger im MSV-Sturm

Richard Sukuta-Pasu (Mitte) und Enis Hajri (links) treffen sich beim MSV auf dem Trainingsplatz wieder. Mark Flekken wird dann fehlen.

Foto: Oliver Zimmermann/imago

Richard Sukuta-Pasu (Mitte) und Enis Hajri (links) treffen sich beim MSV auf dem Trainingsplatz wieder. Mark Flekken wird dann fehlen.

Duisburg.   Richard Sukuta-Pasu wechselt mit einem Zweijahresvertrag zum MSV. Seinen künftigen Trainer Ilia Gruev kennt der Stürmer aus Lauterer Zeiten.

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Richard Sukuta-Pasu wird jetzt nicht zu laut klagen, dass Mark Flekken den MSV Duisburg verlassen hat. Beim 1:0-Sieg der Zebras in Sandhausen im Herbst 2017 lieferte sich der Stürmer der Hausherren ein Privatduell mit dem Keeper. Und verlor es. Da wird wenig Liebe gewachsen sein.

Was immer der Sandhäuser Stürmer versuchte, Flekken war schon da und dran an Ball. Jetzt wird der 27-jährige Angreifer, der auch die Staatsbürgerschaft der Demokratischen Republik Kongo besitzt, alles für den MSV am Ball versuchen. Sukuta-Pasu wechselt mit einem Zwei-Jahres-Vertrag und ohne Umzugskosten nach Meiderich: Ablöse muss der Fußball-Zweitligist nicht bezahlen.

Sechs Tore für den SV Sandhausen

In jedem Fall weiß Sukuta-Pasu durchaus mit der Kugel umzugehen. Er weiß auch, wo das Tor steht. Jedenfalls wusste er es besser als alle anderen Spieler des Klubs aus der Nähe von Heidelberg in der vergangenen Saison. Sechs Treffer erzielte er für Sandhausen. Der nächstbeste Schütze war nur halb so zielsicher.

Die Statistik sagt überdies: Der MSV hat sich einen erfahrenen Mittelstürmer geholt. 28 Erst- und 97-Zweitligaspielen mit insgesamt 18 Treffern sind da gelistet. Dazu kommen je 31 Spiele in der ersten österreichischen (12 Tore) und der dritten deutschen Liga (10 Tore). 24 Partien hat er in der ersten Liga für Kaiserslautern und vier für Bayer Leverkusen absolviert. Für Deutschland kam Sukuta-Pasu auch von der U17 bis zur U21 in 52 Länderspielen (20 Tore) zum Einsatz.

MSV-Trainer Gruev freut sich über "Vollblut-Stürmer"

Was man dabei auch lernt: Der Mann kommt viel rum. Der MSV ist sein neunter Verein seit 2011. Während der Tournee hatte er auch Gelegenheit, mit seinem künftigen Trainer zu arbeiten. Richard Sukuta-Pasu spielte für Kaiserslautern, als Ilia Gruev 2012 dort für zwei Monate Assistent von Krasimir Balakov war. Deshalb kommt Gruevs Beschreibung des inzwischen fünften Neuzugangs besondere Bedeutung zu: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Richard einen absoluten Vollblut-Stürmer dazubekommen. Er kennt die Liga, hat viel Erfahrung und wird mit seiner Spielweise die Schlagkraft unserer Offensive weiter erhöhen.“

Der Stürmer wird vom MSV mit den Worten zitiert, die gern bei einem Wechsel gebraucht werden: „Ich freue mich, ein Zebra zu sein, und will mit Herz und Leidenschaft zu neuen Erfolgen beitragen – auch wenn erst einmal der Klassenerhalt wieder oberstes Ziel ist.“

Leidenschaftlicher Auftritt im Hinspiel gegen Duisburg

Freilich, den Worten hat er schon Taten folgen lassen: Mit Herz und Leidenschaft stürmte er im Hinspiel gegen den MSV. Nur eben an Flekken war kein Vorbeikommen. Im Rückspiel, das Sandhausen 2:0 gewann, kam er erst in der Schlussphase. Nach einer Verletzungspause mit einem Hexenschuss.

Ivica Grlic lässt sagen: „Ich erhoffe mir sehr, sehr viel von ihm. Richy wird definitiv helfen, unseren Angriff noch unberechenbarer zu machen.“ Für diese Einschätzung spricht ebenfalls sehr, sehr viel.

Schließlich: Der MSV hat nun nur noch eine echte Baustelle offen. Die Problemzone rechts hinten sollen Yanni Regäsel, Andreas Wiegel oder Enis Hajri schließen. Für die Innenverteidigung hat man Sebastian Neumann aus Würzburg als Ersatz für Branimir Bajic geholt. Ganz vorn stehen John Verhoek und Sukuta-Pasu, zwei Spieler mit Zweitliga-Erfahrung, neu im Kader. Stanislav Iljutcenko bleibt ohnehin beim MSV. Joseph-Claude Gyau stärkt das Flügelspiel. Was noch fehlt: ein Ersatz für Mark Flekken. Richard Sukuta-Pasu wird’s recht sein.

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