Eishockey

Starke Leistung von Frederike Trosdorff im Füchse-Tor

Frederike Trosdorff sorgte für ein Novum in der Duisburger Eishockeygeschichte - und bot eine starke Leistung.

Frederike Trosdorff sorgte für ein Novum in der Duisburger Eishockeygeschichte - und bot eine starke Leistung.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Duisburg  Nach 48 Jahren Duisburger Eishockeygeschichte spielte erstmals eine Frau in der ersten Mannschaft. Frederike Trosdorff bot eine starke Leistung.

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Der EV Duisburg hat sein Testspiel beim Regionalligisten Dinslakener Kobras mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) gewonnen. So weit, so unspektakulär. Dennoch steht dieses Spiel an einem Dienstagabend für eine Premiere in 48 Jahren Duisburger Eishockey. Erstmals stand eine Frau im Tor der ersten Mannschaft. Und nicht nur das: Frederike Trosdorff bot eine hervorragende Leistung und entschärfte dabei sogar einen Dinslakener Alleingang. Eine starke Vorstellung.

„Ich hatte mit mehr Nervosität gerechnet“, sagte sie direkt nach dem Spiel. „Aber ich musste lange arbeiten, sodass dafür keine Zeit blieb.“ Am Ende wurde sie von den Duisburger Fans zurecht für ihre Leistung gefeiert. Ihre Vorderleute waren nicht zu 100 Prozent scharf gestellt. „Aber das ist doch normal“, sagte Dinslakens Trainer Milan Vanek. „Als unterklassiger Gegner hängst du dich mehr rein als sonst und die höherklassige Mannschaft denkt, es geht auch mal so. Außerdem haben wir mit Marvin Frenzel einen guten Torhüter.“ Er sah zwar bei zwei Gegentreffern unglücklich aus, bot ansonsten aber ebenfalls eine starke Leistung. Denn die Schussquote sprach deutlich für den Oberligisten aus Duisburg – alleine im letzten Drittel hätte das Ergebnis noch deutlich höher ausfallen müssen.

Den Anfang machte der in den bisherigen Vorbereitungsspielen schon sehr starke Alexander Eckl, der die Scheibe in Unterzahl in den kurzen Winkel nagelte (15.). Drei Minuten später war Maximilian Schaludek auf dem Weg zu einem weiteren Unterzahltreffer, wurde von hinten gefoult – ein möglicher Penaltypfiff blieb aber aus. Nach 30 Minuten glich Sven Schiefner in Überzahl aus, doch nur 43 Sekunden brachte David Cespiva die Füchse wieder nach vorne. Im Schlussdrittel erzielten Schaludek und Tim-Lucca Krüger die weiteren Treffer.

Wie es war? EVD-Trainer Didi Hegen verdrehte etwas die Augen. „Wie solche Spiele eben so sind. Stark war erneut unsere vierte Reihe.“ Wieder dabei war Robin Slanina; Ricco Ratajczyk könnte möglicherweise am Wochenende wieder spielen. Bei Arthur Lemmer wird es noch rund zwei Wochen dauern. Und was sagte Hegen über Freddy Trosdorff? „Das war sehr gut“, betonte der Coach. „Sie ist richtig schnell. Klasse!“

Tore: 0:1 (14:17) Alexander Eckl (Spelleken/4-5), 1:1 (29:58) Schiefner (Benes/5-4), 1:2 (30:41) Cespiva, 1:3 (43:34) Schaludek (Bödefeld, Schirmacher), 1:4 (47:26) Krüger (Alexander Eckl, Spister). Strafen: Dinslaken 8, Duisburg 10. Zuschauer: 570.

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