Hockey

Stanislav Sachenko vom DSC Preußen ist ein Star im Sand

Star auf dem Feld trifft Star im Sand: Stanislav Sachenko (rechts) versteht sich gut mit Olympiasieger Moritz Fürste.

Star auf dem Feld trifft Star im Sand: Stanislav Sachenko (rechts) versteht sich gut mit Olympiasieger Moritz Fürste.

Foto: DSC Preußen

Duisburg.   Der Kapitän des Duisburger Verbandsligisten nahm mit seiner Mannschaft an den Beachhockey-Meisterschaften in Timmendorfer Strand teil.

Stanislav Sachenko ist ein Star. Nicht unbedingt auf dem Kunstrasen oder in der Halle, dafür aber im Sand. Bei den Beachhockey-Meisterschaften genießt der 42-Jährige so etwas wie Kultstatus. Der Turnier-Moderator preist den Kapitän von Preußen Duisburg immer wieder gerne als ehemaligen usbekischen Nationalspieler an. Das ist nicht komplett falsch, aber auch nicht ganz richtig. „Stani“ spielte früher für die Junioren-Auswahl seines Heimatlandes. Was zu hundert Prozent stimmt: Sachenko kann’s im Sand.

Bei der elften Auflage des Turniers, die nun in Timmendorfer Strand über die Bühne ging, zählte der dreifache Familienvater erneut zu den besten Torschützen und bekanntesten Gesichtern. Und das will was heißen. Schließlich gaben sich an der Ostsee auch diesmal wahre Hockey-Größen wie Oscar Deecke, Oliver Korn oder Moritz Fürste die Ehre. Mit Fürste, Olympiasieger von 2008 und 2012, ist der Duisserner gut bekannt. Bei ihrer Begrüßung umarmten sich der frühere Welthockeyspieler und der Mann, der für die Preußen in der 2. Verbandsliga den Schläger hinhält. „Mo ist ein super Typ und absolut auf dem Boden geblieben“, sagt Sachenko, der regelrecht ins Schwärmen gerät, wenn er von den drei Timmendorf-Tagen erzählt: „Das ist für uns ein absolutes Muss.“

„Stadtrand statt Sandstrand“

Zum ganz großen Wurf langte es für „Stadtrand statt Sandstrand“, so der Teamname der Preußen-Herren, auch bei der zehnten Teilnahme nicht. „Aber wir haben uns sehr achtbar geschlagen. Schade, dass wir den Einzug ins Viertelfinale knapp verpasst haben.“ In der Gruppenphase siegten die Preußen sowohl gegen „Beach Ahoi“ als auch gegen die „Marzipanmänner“ mit 3:2. Gegen den späteren Vizemeister „Westkurve auf Reisen“, der sich aus Spielern des Bundesligisten Harvestehuder THC rekrutierte und mit Hockey-Ikone Dr. Michael Green antrat, unterlag der Underdog mit 3:5.

Gegen die „Wildpigs“ von Bundesligist Blau-Weiß Berlin stand nach zweimal sieben Minuten eine 5:6-Niederlage. „Das war unser bestes Spiel seit Jahren“, meint Sachenko. In der Platzierungsrunde hielten die Preußen „Pengerts Flöten“ und den BHC Hannover mit 2:0 in Schach und sicherten sich im 24 Mannschaften zählenden Teilnehmer-Feld den neunten Rang. „Damit können wir zufrieden sein. Vor allem haben wir damit die direkte Qualifikation für die Beach-DM im nächsten Jahr geschafft“, freut sich Sachenko.

Damen hatten schweren Stand

Die personell dünn besetzten Preußen-Damen hatten im Sand einen schweren Stand. In den Duellen mit 78 on Fleek (0:3), Chak De (2:9), Kirschenkinder (2:4) und Konkordia (0:3) blieben die „Stadtrandprinzessinnen“ ohne Punkt. Theresia Balzer verlor nicht nur vier Spiele, sondern auch einen Zahn. Gegen die Kirschenkinder wurde Preußens Jugendtrainerin vom Schläger einer Gegnerin unglücklich im Gesicht getroffen. Die gemeinsame Zahn-Suche beider Mannschaften blieb erfolglos, Balzer wurde im Lübecker Krankenhaus versorgt.

Zwischen den Spielen beteiligten sich die beiden Preußen-Teams am Kids Court, den der Turniersponsor im Timmendorfer Kurpark aufgebaut hatte. „Da war richtig was los“, so Sachenko, der die Beach-DM als beste Werbung für den Hockeysport ansieht: „Sommer, Sonne, Meer und Hockey – was kann es Besseres geben?“ Die Frage, ob der Sand-Star auch 2019 wieder dabei ist, stellt sich also nicht: „Solange ich den Schläger halten kann, spiele ich in Timmendorf.“

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