Kommentar

Stadt Duisburg mit einem schnellen Schuss aus der Hüfte

Die Stadt Duisburg sorgt mit ihrer neuen Corona-Verordnung im Sport für Wirbel.

Die Stadt Duisburg sorgt mit ihrer neuen Corona-Verordnung im Sport für Wirbel.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die neue Corona-Verordnung der Stadt Duisburg macht im Sport so keinen Sinn. Ein Kommentar

Der Alleingang der Stadt Duisburg, die am Mittwoch neue Corona-Bestimmungen beschlossen und veröffentlicht hat, erscheint wie ein schneller Schuss aus der Hüfte. Damit hat sich die Stadt aber auch selbst ins Knie geschossen. Der Hinweis, dass in Hallen und Umkleidekabinen unzureichende Lüftungsmöglichkeiten bestehen, ist auch auf bauliche Mängel zurückführen.

Dass die Stadt bei ihrer Entscheidung den Stadtsportbund nicht mit einbezogen hat, ist unverständlich. Sich für einen neuen „Pakt für den Sport“ feiern zu lassen, ist das eine – den wichtigsten Sportverband der Stadt aber bei einer so einschneidenden Verordnung außen vor zu lassen, ist das andere.

Es ist richtig, auf die ansteigenden Infektionszahlen mit einer neuen Verordnung zu reagieren, um zu versuchen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Sie macht aber keinen Sinn, wenn eine einzelne Kommune vorprescht. Zielführend kann nur eine landesweite Verordnung aller Städte und Kreise sein. Sinn macht allerdings auch nicht die Idee des Fußball-Verbandes, dass die Duisburger Vereine ihr Heimrecht mit den auswärtigen Klubs tauschen sollen.

Tragbar ist auch nicht, dass am Donnerstag noch unklar war, ob der MSV am Samstag sein Drittliga-Spiel gegen den KFC Uerdingen austragen darf. Worüber muss der Krisenstab noch befinden? Das Hygienekonzept in der Duisburger Arena hat sich in den letzten Monaten bewährt.

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