Kommentar

MSV Duisburg: Spielordnung des DFB passt nicht zur Pandemie

Am Sonntag blieben in der Duisburger Arena nicht nur auf der Tribüne die Ränge leer. Das Spiel des MSV Duisburg fiel aus.

Am Sonntag blieben in der Duisburger Arena nicht nur auf der Tribüne die Ränge leer. Das Spiel des MSV Duisburg fiel aus.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Absage des Spiels des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg war lange eine Hängepartie. Das hätte nicht sein dürfen. Ein Kommentar.

Die Fakten waren eindeutig: Die MSV Duisburg konnte in der 3. Fußball-Liga keine wettbewerbsfähige Mannschaft gegen den Halleschen FC ins Rennen schicken, trotzdem ging der Spielabsage des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag eine aus Duisburger Sicht lange Zitterpartie voraus. Am Ende bedurfte es der Einwilligung des Gegners, um eine Farce zu vermeiden, da der MSV gemäß der Durchführungsbestimmungen des DFB zahlenmäßig durchaus genügend Spieler auf den Spielberichtsbogen hätte eintragen können. So weit darf es nicht kommen.

Deutlich wurde damit: Das DFB-Reglement ist nicht für Pandemien ausgelegt. Der Paragraf 15 mag greifen, wenn sich eine komplette Mannschaft im Hotel den Magen verdirbt, er hilft aber nicht, wenn ein Corona-Virus tobt. Da zu erwarten ist, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Klubs im Zuge von Corona nicht spielfähig sein werden, ist hier dringend eine Anpassung der Bestimmungen notwendig.

Harte Wochen für den MSV Duisburg

Mit der Spielabsage geht der MSV keinesfalls als Sieger aus der Sache hervor, sie diente allenfalls der Schadensminimierung. Das kommende Auswärtsspiel bei der SpVgg Unterhaching wird für die Zebras angesichts der Ereignisse der vergangenen zehn Tage kein Wettkampf auf Augenhöhe sein. Hinzu kommen im Herbst weitere englische Wochen im Zuge der beiden Nachholspiele gegen Saarbrücken und Halle.

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