Laufsport

Sorge um die ASV-Winterlaufserie in Duisburg

Strecke frei für die Winterlaufserie?

Foto: Christoph Wojtyczka

Strecke frei für die Winterlaufserie?

Duisburg.   Die Macher der Winterlaufserie fürchten eine Kollision mit den „Heimspielen“ des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen, der nach Duisburg ausweicht.

Im – derzeit noch gefühlten – Sommer an den Winter zu denken, klingt abseitig. Die Verantwortlichen des ASV Duisburg haben aber keine andere Wahl. Der Ausdauersportverein muss bei den Planungen für seine Winterlaufserie im kommenden Jahr mit einem ungeahnten Handicap klarkommen: den Heimspielen des Fußball-Drittliga-Aufsteigers KFC Uerdingen, die mangels einer tauglichen eigenen Spielstätte in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena stattfinden sollen.

Seit vielen Jahren ist es der Normalzustand: Die Macher des ASV warten mit der Terminierung ihrer beliebten Laufserie, bis feststeht, wann die Auswärtsspiele des MSV Duisburg in seiner jeweiligen Liga stattfinden. Der Sinn liegt auf der Hand: Es sollen Kollisionen mit den Heimpartien der Zebras vermieden werden. Logistisch wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, wenn zeitgleich zu den MSV-Spielen die Läufer sich ihren Weg durch die Straßen im Sportpark Wedau bahnen müssten.

Das hat in der Vergangenheit immer gut geklappt. Doch nun wären es logischerweise jene Wochenenden, an denen der gastgebende Zweitligist nicht daheim antritt, die dann für die Quasi-Heimpartien von Untermieter KFC Uerdingen übrig blieben. Zwar wären dort wohl deutlich weniger Zuschauer zu erwarten; trotzdem schiene es organisatorisch kaum machbar, dies zeitgleich mit der Winterpause hinzubekommen.

Briefe an DFL, DFB und Sören Link

Vor diesem Hintergrund hat Friedhelm Abel aus dem Leitungsteam der Winterlaufserie nun gleich mehrere Brandbriefe verfasst: an den Deutschen Fußballbund, die Deutsche Fußball-Liga, den MSV Duisburg, den städtischen Eigenbetrieb Duisburg-Sport und Oberbürgermeister Sören Link. Im Mittelpunkt der Schreiben an die hiesigen Adressaten steht ein Satz: „Eine unlösbare Terminkollision mit den Fußballligen könnte das Aus dieser Traditionsveranstaltung bedeuten, womit ein starkes Stück Duisburg möglicherweise für immer verloren ginge.“

Das darf nicht sein, findet auch Jürgen Dietz, Betriebsleiter von Duisburg-Sport. „Wir haben dieses Problem schon seit einigen Wochen auf dem Schirm. Die Winterlaufserie ist eine überaus wichtige Sportveranstaltung für Duisburg. Auch andere Sportereignisse in der Stadt sind von solchen möglichen Kollisionen betroffen.“ Dass das Uerdinger Ausweichen nach Duisburg finanziell eine gute Sache gerade für den MSV sei, stehe dabei außer Frage.

Die naheliegende Lösung sei es, so MSV-Pressesprecher Martin Haltermann, die Uerdinger Heimspiele auf die anderen möglichen Termine an einem Drittliga-Wochenende zu verlegen: „Ob das am Ende des Tages klappt, steht aber auf einem anderen Blatt, weil da auch beispielsweise die Polizei mit ihrer Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze ein Wort mitzureden hat.“ Da kommt es dann wiederum an, wie die bei Fußballspielen ja zunehmend beschäftigten Ordnungshüter an den entsprechenden Tagen in Nordrhein-Westfalen anderweitig eingeplant sind.

Das Problem: Die Zeit drängt. „Wir müssen unsere finalen Veranstaltungstermine bis zum 7. Juli beim Deutschen Leichtathletik-Verband melden“, so Friedhelm Abel. Vorgesehen sind für die drei Etappen der 26. Januar oder der 2. Februar, der 23. Februar oder der 2. März sowie der 23. oder der 30. März. Diese Termine sollen seitens des DFB nach Möglichkeit geschützt werden, damit der ASV unter anderem ein großes Jubiläum feiern kann. Gerechnet nach einzelnen Läufen steht im kommenden Jahr der 200. Winterlauf auf dem Programm.

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