Landesliga

Pomp nach der Niederlage im Duisburger Derby: „Peinlich!“

Julien Schneider, Trainer des Duisburger SV 1900, hatte bei seinen Auswechslungen ein gutes Händchen.

Julien Schneider, Trainer des Duisburger SV 1900, hatte bei seinen Auswechslungen ein gutes Händchen.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Der Duisburger SV 1900 sieht im Sieg über Hamborn 07 einen Befreiungsschlag. Bei den Löwen ist die Stimmung im Keller.

Am späten Freitagabend bildeten sich auf der Platzanlage an der Düsseldorfer Straße zwei Kreise. Die Spieler des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 tanzten und brüllten „Derbysieger, Derbysieger.“ Der DSV hatte das Lokalderby gegen die Löwen mit 3:2 (0:1) gewonnen. 30 Meter entfernt tanzte niemand. Michael Pomp, Trainer von Hamborn 07, stand in der Mitte des Kreises und verpasste seinen Spielern einen ersten Einlauf.

Es bleibt dabei: Hamborn 07 kann nichts beim DSV 1900 holen, auch wenn die Wanheimerorter diesmal mit dem Siegtreffer von George Michael Wiedemann in der Nachspielzeit auch das Glück auf ihrer Seite hatten. DSV-Trainer Julien Schneider fiel ein dicker Stein vom Herzen: „Nach drei Niederlagen zum Start ohne Tor war dieser Sieg unheimlich wichtig.“ Der Coach fügte hinzu: „Es wäre auch nicht verdient gewesen, wenn wir auch dieses Spiel verloren hätten.“

Duisburg 1900 hatte mehr Spielanteile

Zwar führten die Hamborner bis zur 68. Minute mit 2:0, aber der DSV hatte schon in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile gehabt. Zudem freute sich Schneider über ein glückliches Händchen: Mit Lukas Kleine-Bley und George Michael Wiedemann wechselte er in der 67. Minute gleich zwei Torschützen ein.

07-Coach Michael Pomp ging nach der Partie sparsam mit seinen Worten um: „Ich möchte jetzt nichts sagen, was ich später vielleicht bereuen würde.“ Deutlich wurde er dann aber doch: „Unsere Abwehrleistung war einfach nur peinlich. So geht das nicht!“

Cengiz hätte „Rot“ sehen müssen

Pomp wollte auch nicht die Verletzung von Julian Bode in der 53. Minute als Erklärung oder Ausrede gelten lassen. Mehmet-Ali Cengiz hatte Bode brutal gefoult und hatte Glück, weiterspielen zu dürfen. „Das war eine klare Rote Karte“, sagte Pomp, und sein Wanheimerorter Trainerkollege hätte sich nicht beschweren wollen, wenn die Partie für Cengiz damit beendet gewesen wäre. Schneider: „Das war zwischen dunkelgelb und hellrot.“

Beide Duisburger Teams haben nun drei Punkte auf dem Konto. Beim DSV soll diese Bilanz nun für Rückenwind sorgen. Am Sonntag, 4. Oktober, wollen die Wanheimerorter bei der BG Blau-Gelb Überruhr nachlegen. Die Hamborner treffen dann im Holtkamp auf den FC Remscheid. Das dann folgende Heimspiel gegen den SV Burgaltendorf wurde um einen Tag auf den Samstag, 10. Oktober, 16 Uhr, vorgezogen.

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