Oberliga

Nur 1:1! VfB Homberg lässt in Monheim zwei Punkte liegen

Ferdi Acar traf für den VfB Homberg per Elfmeter zur Führung.

Ferdi Acar traf für den VfB Homberg per Elfmeter zur Führung.

Foto: T.Tillmann

Monheim.   Trainer Stefan Janßen wollte nach dem Remis in Monheim nicht von einem Punktgewinn sprechen. Der VfB Homberg war dem Sieg näher.

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Der Putz bröckelte am 26. Spieltag ein wenig – genug Mörtel hat der VfB Homberg aber noch immer im Eimer. Zu kitten gibt es für den Spitzenreiter der Fußball-Oberliga aber auch nach dem 1:1 (1:0)-Remis beim 1. FC Monheim noch nicht wirklich etwas. Die siegreichen Konkurrenten aus Baumberg und Bocholt konnten ihren Rückstand auf zehn und zwölf Punkte verkürzen – in akute Bedrängnis bringt das den Ligaprimus, der weiterhin mit weißer Weste durch das Jahr 2019 spaziert, aber noch nicht.

Ihr Trainer fand sich nach windigen 90 Minuten im Rheinstadion jedoch nur zähneknirschend mit den Remis ab. „Es war ein tempo- und abwechslungsreiches Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten“, fasste der Coach die Begegnung mit dem Sechsten zusammen. Die klareren Chancen sah er allerdings auf eigener Seite. Und so tat sich der Coach schwer, das Ergebnis als Punktgewinn betrachten zu können: „Wir waren näher dran, das Spiel zu gewinnen, als es zu verlieren.“

Clever mit Muskelfaserriss

Aufgrund der Ausfälle des gesperrten Mike Koenders sowie der angeschlagenen Dennis Wibbe und Metin Kücükarslan ging der VfB in Person von Jerome Manca, Pierre Nowitzki und Max Clever mit drei Umstellungen in die Partie – aus der Janßen letztgenannten nach nur zwei Minuten wieder herausnehmen musste. Der für Koenders in die Innenverteidigung gerückte Clever zog sich im ersten Sprintduell einen Muskelfaserriss zu und wird die kommenden drei Spiele in den nächsten eineinhalb Wochen wohl verpassen. Mit Justin Walker kam ein ebenfalls angeschlagener Spieler in die Partie und übernahm die linke Außenverteidigerposition, von der aus Thorsten Kogel für Clever in die Mitte rückte.

Aus der Bahn warf diese frühzeitig erforderliche weitere Umstellung die Homberger aber nicht. „Darauf haben wir gut reagiert“, meinte Janßen, der sowohl unmittelbar vor als auch nach der Auswechslung bereits die ersten vergebenen Großchancen von Kogel und Manca sah.

Mangelnde Chancenauswertung

Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich wie ein roter Faden durch das Spiel ziehen. Während Philipp Gutkowski viel zu tun hatte, den Kasten sauber zu halten, hätte allein Danny Rankl für vier Tore auf der Habenseite sorgen können. Doch dem Stürmer stand der Innenpfosten in der 29. Minute bei seinem Kopfball ebenso im Weg wie beim Nachschuss. Kurz darauf traf Ferdi Acar nach einem Foul an Nowitzki per Strafstoß dann im fünften Spiel in Folge zwischen die beiden Pfosten zum 1:0 ins Schwarze, ehe Patrick Dertwinkel (34.) und Rankl (43.) erneut aus aussichtsreicher Position an FC-Keeper Johannes Kultscher oder am für Rankl an diesem Tag zu kleinen Kasten scheiterten.

Beim Gegentor lieferte dann auch noch der Wind „freundliche Unterstützung“. So beschrieb Janßen den weiten Schlag, der immer länger und am Ende zu lang für seine Verteidiger wurde, so dass Denis Labusga, der richtig spekuliert hatte, Gutkowski dann doch einmal überwinden konnte (61.). Die Chance zur erneuten Führung war da. Doch in der 73. Minute trafen Rankl per Kopf und Marvin Lorch im Nachschuss – genau: nur den Pfosten.

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