Eishockey

Neuer Vorstand, alte Satzung: EVD-Mitglieder haben gewählt

Stavros Avgerinos (Mitte) ist auch weiterhin Vorsitzender des Eissport-Vereins Duisburg. Seine neuen Stellvertreter sind  Mark Baecker (links) und Daniel Waldschmidt.

Stavros Avgerinos (Mitte) ist auch weiterhin Vorsitzender des Eissport-Vereins Duisburg. Seine neuen Stellvertreter sind Mark Baecker (links) und Daniel Waldschmidt.

Duisburg.   Die 2016 beschlossenen Änderungen wurden nie gerichtlich eingetragen. Stavros Avgerinos bleibt EVD-Vorsitzender und hat nun zwei Stellvertreter.

Diese Jahreshauptversammlung hatte schon etwas Ungewöhnliches. „Sie war längst überfällig“, sagte Stavros Avgerinos, Vorsitzender des EV Duisburg. Die Stammvereinsmitglieder des Eishockey-Oberligisten hatten sich zuletzt im Juli 2016 getroffen. Damals wäre das Treffen beinahe im Streit über eine neue Vereinssatzung geplatzt, die zwar beschlossen wurde – aber bis heute nicht gültig ist. „Es mussten noch einige Änderungen vorgenommen werden. Das lag in den Händen von Sebastian Uckermann“, berichtet Avgerinos. Das ist offenbar aber nie passiert und die Satzung wurde beim zuständigen Duisburger Amtsgericht nie eingetragen: „Das Gericht hat uns mitgeteilt, dass daher die alte Satzung weiterhin gültig ist.“

Wieder ein Dreier-Vorstand

Und darauf basierend haben die EVD-Mitglieder nun wieder einen Dreier-Vorstand gewählt. „Das ist mir auch recht so. Wir brauchen einen breit aufgestellten Vorstand“, sagte Avgerinos, der ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurde; Mark Baecker und Daniel Waldschmidt wurden ebenso ohne anders lautende Stimmen zu stellvertretenden Vorsitzenden des Eissport-Vereins Duisburg.

Im Zuge der Auflösung des Pachtvertrages zwischen Duisburg-Sport und der ESH Eissporthallen-Betriebs-GmbH war Uckermann auch als 2. Vorsitzender des EVD-Stammvereins schriftlich zurückgetreten, wie Avgerinos als einzig verbliebenes Vorstandsmitglied rekapitulierte.

Eine turbulente Zeit

„Wir haben eine turbulente Zeit in den letzten fünf Jahren erlebt“, blickte Avgerinos auf die „Kenston-Jahre“ zurück. „Ich hatte oft darüber nachgedacht, ob ich nicht besser zurücktreten sollte“, erklärte der EVD-Chef. „Aber ich wollte eine Katastrophe verhindern.“ Nun war für ihn klar, auch weiterhin an der Spitze der Schwarz-Roten stehen zu wollen. „Wir haben hier im Nachwuchs viel aufgebaut. Und unserer Weg ist noch nicht zu Ende.“ Das gilt sportlich wie wirtschaftlich. „Denn unsere Arbeit als neuer Vorstand geht jetzt erst los. Es geht darum, die Eissporthalle und den Verein auf langfristige Sicht abzusichern.“

Derweil konnte die Tagesordnung der gut besuchten Hauptversammlung nicht komplett durchgearbeitet werden. So musste die „Feststellung der Jahresrechnung“ auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung verschoben werden, die Avgerinos für Ende August ankündigte. „Wir haben von Kenston alle Unterlagen bekommen, lassen sie nun aber durcharbeiten.“ Da Janine Emde, wie der EVD-Vorsitzende, erklärte, als Kassenprüferin zurückgetreten war, hätte ohnehin keine Überprüfung stattfinden können. Damit konnte der bisherige EVD-Vorstand noch nicht für die zurückliegende Amtszeit entlastet werden. Im August soll auch ein Beirat gewählt werden, für den noch eine Satzungsanpassung vorgenommen werden muss. „Wir wollen auch einen Vertreter der Sponsoren in den Beirat holen. Mit diesem Gremium wollen wir verhindern, dass sich Situationen wie in den letzten fünf Jahren wiederholen können“, so Avgerinos.

Zu neuen Kassenprüfern wurden Christian Krause und Katharina Michel gewählt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben