Frauenfußball

MSV-Trainer Gerstner sieht kein Kellerduell gegen Freiburg

Auf Lisa Makas dürften wieder die meisten offensiven Hoffnungen ruhen.

Auf Lisa Makas dürften wieder die meisten offensiven Hoffnungen ruhen.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Die Duisburgerinnen stehen in der Tabelle ebenso tief unten drin wie der Sportclub. Doch der MSV-Coach weiß um die Stärken der Breisgauerinnen.

Kellerduell? Diese Bezeichnung ist Thomas Gerstner nun wirklich zu oberflächlich. Dass sein eigenes Team nach drei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga der Frauen Vorletzter ohne Punktgewinn ist, will der Trainer gar nicht wegdiskutieren – dass aber der SC Freiburg, der sich am Sonntag um 14 Uhr im PCC-Stadion vorstellt, als Kellerkind gelten soll, kann Gerstner nicht sehen. „Das ist immer noch eine Mannschaft mit dem Potenzial, auf Platz vier oder fünf zu landen“, sagt er.

Bisher haben die Breisgauerinnen aber eben auch erst einen Punkt geholt – am vergangenen Sonntag durch ein maues 0:0 gegen den Ländle-Rivalen SC Sand. Das 1:3 zum Start gegen Bayern München konnte passieren, das folgende 0:1 bei Bayer Leverkusen war hingegen ein derber Ausrutscher. Offenbar braucht Freiburg nach dem Abgang von Nationalspielerin Giulia Gwinn zu den Bayern und dem Wechsel von Trainer Jens Scheuer (ebenfalls nun in München) zu Daniel Kraus noch etwas Umgewöhnungszeit.

Sorgenkinder bleiben Sorgenkinder

Das käme dem MSV ja nun nicht ungelegen, würden sich die Zebras nicht selbst noch in der Findungsphase aufhalten. An den Problemen, die Thomas Gerstner zum Saisonstart benannt hat, mochte sich noch nichts ändern. „Unsere Sorgenkinder bleiben unsere Sorgenkinder“, sagt der Coach über die nach wie vor nicht vollständig angekommenen Angreiferinnen Kristina Maksuti und Hailai Arghandiwal. Beide sind nach wie vor keine Alternativen für die Startelf, sondern höchstens für einen Teilzeiteinsatz – mit der Hoffnung, dass durch ein eventuelles Erfolgserlebnis der fest sitzende Knoten platzen könnte.

Grundsätzlich will Gerstner gegenüber dem Derby in Essen auch gar nicht so viel ändern, denn Einstellung und Auftreten haben ihm dort gut gefallen – nur das Ende war durch die beiden späten Gegentore zur 1:2-Niederlage eben suboptimal. Weil er beispielsweise auch mit der Leistung der Abwehrkette zufrieden war, die Vanessa Fürst, Isabel Hochstein und Claire O’Riordan bildeten, dürfte die vermeintlich gesetzte Fachkraft Lucia Harsanyova erst einmal wieder zuschauen.

Die 16-Jährige Meret Günster, zuvor in zwei Pflichtspielen in der Startelf, meldete sich vor dem Anpfiff in Essen mit Leistenproblemen ab und wird auch gegen Freiburg nicht zum Kader gehören. Gerade bei einer so jungen Spielerin will Thomas Gerstner kein unnötiges Risiko eingehen. (T. K.)

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