Frauenfußball

MSV Duisburg holt ein torloses Unentschieden in Frankfurt

Am Sonntag noch achtmal bezwungen, diesmal mit bärenstarker Leistung: Meike Kämper hatte großen Anteil am Punktgewinn.

Am Sonntag noch achtmal bezwungen, diesmal mit bärenstarker Leistung: Meike Kämper hatte großen Anteil am Punktgewinn.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg.  Das Duisburger Bundesligateam bringt einen wertvollen Punkt aus Hessen mit. Meike Kämper sichert die Null mit einigen starken Paraden.

Lange Zeit sah es so aus, als würden die Fußballerinnen des MSV Duisburg auf Unentschieden komplett verzichten wollen. Nach dem jüngsten 3:3 in Hoffenheim sind die Zebras nun aber offenbar auf den Geschmack gekommen: Zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gab es am Mittwochabend ein 0:0 beim 1. FFC Frankfurt.

Nach dem 1:8 am Sonntag gegen Turbine Potsdam warf Trainer Thomas Gerstner die Rotationsmaschine an. Für Alina Angerer, Sabine Stoller, Pia Rybacki und Symela Ciesielska rückten Magdalena Richter, Meikayla Moore, Julia Debitzki und Nina Lange in die Startelf. Die Neuseeländerin Moore, zurück von der Ozeanienmeisterschaft, rückte allerdings nicht auf ihre gewohnte Position in der Innenverteidigung, sondern lief als „Sechserin“ auf.

Diese Maßnahme, um schon vor der Abwehrkette kompromissloser zu agieren, zahlte sich vor der Pause weitgehend aus. Die Zebras, die gegen Potsdam von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt waren, ließen kaum gefährliche Frankfurter Aktionen zu. Dies galt freilich auch auf der Gegenseite: Beide Teams neutralisierten sich auf spielerisch eher mäßigem Niveau.

Prießen klärt für FFC auf der Linie

Das wurde mit Wiederbeginn völlig anders. Wie kaum anders zu erwarten, erhöhte Frankfurt nun merklich den Druck und kam zu diversen Chancen. Schon in der 47. Minute hätte Laura Feiersinger treffen können, scheiterte jedoch freistehend an Meike Kämper. Die Kapitänin zwischen den MSV-Pfosten stand von nun an immer wieder im Mittelpunkt. Gegen Laura Freigang (51.), Margarita Gidion (74.), Tanja Pawollek (75.) und wieder Feiersinger (83.) war sie jeweils mit starken Paraden zur Stelle. Entlastung gab es kaum – lediglich in der 88. Minute lag plötzlich sogar die MSV-Führung in der Luft, als die Ex-Duisburgerin Marith Prießen einen von Claire O’Riordan verlängerten Eckball per Kopf auf der Linie klärte.

Doch dann kam noch einmal Frankfurt: In der dritten Nachspielminute zog Shekiera Martinez ab und traf die Latte. Kein Wunder, dass Thomas Gerstner resümierte: „Den Punkt nehmen wir hier gern mit.“

MSV: Kämper – Richter, O’Riordan, Gottschling (62. Rybacki), Radtke – Moore – Zie­linski, Debitzki, Dunst (65. Stoller), Lange (56. Ciesielska) – Hoppius.

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