Bezirksliga

Meiderich 06/95 kassiert 1:9-Klatsche bei Blau-Weiß Mintard

Vorbildliche Schusshaltung: Ein Tor gelang aber weder den Mündelheimern (blaues Trikot) noch Gastgeber Rot-Weiß Mülheim.

Foto: Oliver Müller

Vorbildliche Schusshaltung: Ein Tor gelang aber weder den Mündelheimern (blaues Trikot) noch Gastgeber Rot-Weiß Mülheim. Foto: Oliver Müller

Duisburg.   Debakel für Meiderich. Der SV Genc Osman und die DJK Vierlinden patzen auswärts. Nur die TuS Mündelheim und die Löwen-Reserve punkten.

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Positive Schlagzeilen wolle Meiderich 06/95 wieder schreiben, hatte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten, Oliver Bähr, vor dem achten Spieltag gesagt. Im Spiel bei Blau-Weiß Mintard sorgte sein Team jedoch für eine Schlagzeile der anderen Art.

Der Spitzenreiter der Gruppe 3 brachte den Meiderichern mit einem 9:1 nicht nur die höchste Niederlage der Saison, sondern gar seit dem Bezirksliga-Aufstieg 2012 bei. Aus Duisburger Sicht gestalteten sich positive Schlagzeilen insgesamt schwierig. Mündelheim und Hamborn 07 II holten jeweils einen Punkt – alle anderen Teams gingen am Wochenende leer aus.

Blau-Weiß Mintard – Meiderich 06/95 9:1 (4:0): „Es lässt sich schön spazieren an der Ruhraue“, versuchte Olli Bähr dem Besuch in Mintard mit etwas Galgenhumor doch noch etwas positives abzugewinnen. Was den Fußball anging, hatte es sich damit schon nach 30 Sekunden erledigt. Nach eigenem Anstoß, den seine Spieler anders als abgesprochen ausführten, landete der Ball beim Ligaprimus, der zum 1:0 traf.

Fünf Minuten später hatte Mintard mit zwei weiteren Treffern – der erste aus deutlicher Abseitsposition, was Bähr nach entsprechend lautstarker Anmerkung einen Innenraumverweis einbrachte – das Spiel bereits entschieden. Riccardo Nittos Treffer zum 1:5 war Makulatur. „Wir hätten sogar noch zehn Stück bekommen können“, so Bähr, der eine Woche voller Aufarbeitung vor sich hat. Sein Fazit: „Wir waren hoffnungslos unterlegen.“

Blau-Gelb Überruhr – SV Genc Osman 2:1 (1:0): Der Blick auf die Tabelle hat sich bei den Neumühlern erst einmal erledigt. Durch die Niederlage beim neuen Tabellenzweiten ist Platz eins jetzt schon neun Punkte entfernt. Dabei konnte Trainer Marcin Baluch seinem Team kaum einen Vorwurf machen. „Wir haben die ersten 20 Minuten etwas verpennt und geraten folgerichtig in Rückstand. Danach haben wir es aber gut gemacht und hatten ein Chancenplus, das wir leider aber nicht genutzt haben.“

Harun Celebi glich zwar aus, die Möglichkeiten zum Sieg ließen die Gäste, die dem Sieg eigentlich näher waren, aber liegen. Stattdessen setzte Überruhr mit dem zweiten Sonntagsschuss in den Giebel den Schlusspunkt in letzter Minute.

Mülheim 07 – DJK Vierlinden 5:3 (1:0): Almir Duric hatte seine Analyse auch zwei Stunden nach Spielschluss noch nicht abgeschlossen. „Es geht einfach nicht“, so der DJK-Coach. „Wir waren von Beginn an das bessere Team, geraten unglücklich mit 0:2 in Rückstand, drehen das Spiel komplett und spielen dann gegen zehn Mann in den letzten 17 Minuten einfach nur katastrophal.“

Nachdem Beno Koncic (2) und Okan Yilmaz das Spiel binnen acht Minuten für die Walsumer gedreht hatten (60. bis 68.), „waren wir gedanklich wohl schon in der Kabine am Feiern“, so Duric. Eine andere Erklärung fand der Trainer für die folgenden Abwehrfehler gegen die ab der 72. Minute nach gelb-roter Karte dezimierten Mülheimer nicht.

Rot-Weiß Mülheim – TuS Mündelheim 0:0: „Insgesamt war es eine unserer besseren Leistungen, in den ersten 30 Minuten vielleicht sogar unsere beste“, sagte Frank Krüll. „Wir haben sie nur leider nicht in Tore ummünzen können.“ Nicht zuletzt durch den Pfostenschuss von Benedikt Thülig kurz vor Schluss war für den TuS-Coach mehr als der eine Punkt drin. „Wenn man die Dinger vorne aber nicht macht, muss man hinten dicht machen und mit dem Punkt leben. Es war wichtig dass wir zu null gespielt haben“, freute sich der Trainer letztlich über das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage.

SC Frintrop – Hamborn 07 II 1:1 (1:1): Auch Hans Herr nahm dem Punkt, den Ramazan Ünal mit seinem Treffer neun Minuten nach dem Rückstand besorgte, gern mit. „Auch wenn es drei hätten sein können“, so der Coach der Löwen-Reserve. „Mazlum Itmec trifft noch den Pfosten und wir kriegen einen klaren Elfer nicht zugesprochen. Aber jeder Punkt ist wichtig für uns“, sagt Herr.

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